Mercedes X-Klasse (2017): Preis Das kostet die neue X-Klasse

von Thomas Geiger 10.10.2017
Inhalt
  1. Preis: Mercedes X-Klasse (2017) ab 37.294 Euro
  2. Mercedes X-Klasse (2017) mit Vierzylinder-Diesel
  3. Mercedes X-Klasse (2017) mit Studien angekündigt
Eckdaten
Bauzeitraumab 2017
AufbauartenPickup
Türen4
Abmessungen (L/B/H)5340/1920/1819
Leergewicht2158-2259 kg
Leistung163-258 PS
AntriebsartenHinterrad/Allrad
Getriebeartenmanuell/Automatik
KraftstoffartenDiesel/Benzin
AbgasnormEuro 6
Grundpreis37.294 Euro

Besser spät als nie – das dachten sich wohl auch die Entwickler und schicken die Mercedes X-Klasse (2017) ins Rennen. Der Marktstart des Benz-Pickups soll bereits Ende 2017 zu einem Preis ab 37.294 Euro erfolgen.

Die Schwaben ziehen den feinen Zwirn aus, krempeln die Ärmel hoch und gehen unter die Schaffer: Zu Ende 2017 steigt die Mercedes X-Klasse zu Preisen ab 37.294 Euro zum ersten Mal ins Pickup-Geschäft ein. Weil die Stuttgarter somit spät in das Segment starten und sich von Konkurrenten wie Ford Ranger oder VW Amarok irgendwie abgrenzen müssen, sprechen sie gerne vom Lifestyle-Laster oder Premium-Pickup und dekorieren die Mercedes X-Klasse zumindest in den gehobenen Varianten mit reichlich Lack und Leder. Diese Strategie hat bei dem Doppel aus Vito und V-Klasse schließlich auch funktioniert. Außerdem lässt sich so auch der vergleichsweise hohe Grundpreis rechtfertigen, der für einen Fünf-Meter-Mercedes zwar ein Schnäppchen ist, für die Pick-Up-Kunden aber schon einen deutlichen Premium-Aufschlag bedeutet. Auch wenn in den Reden zur Premiere der Mercedes X-Klasse (2017) immer wieder das Wort "Premium" fällt, will der Pickup trotzdem ein robuster Praktiker sein. Nicht umsonst baut er wie alle Konkurrenten auf einem schier unverwüstlichen Leiterrahmen auf, kann auf seiner Ladefläche locker eine Euro-Palette schultern, bietet eine Nutzlast von mehr als einer Tonne, kann bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen und kommt dank hoher Bodenfreiheit und solidem Allradantrieb im Gelände fast so weit wie eine G-Klasse. Das versprechen zumindest die Entwickler bei der Präsentation, während im Hintergrund Bilder von materialmordenden Testfahrten in den entlegensten Winkeln der Welt über die Leinwände flimmern. Mehr zum Thema: Alle neuen Autos in Frankfurt

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Preis: Mercedes X-Klasse (2017) ab 37.294 Euro

So ganz neu ist die Mercedes X-Klasse (2017) aber natürlich nicht: Erstens, weil sich das Serienmodell überraschend treu und detailverliebt an die Studien aus dem letzten Herbst hält und zweitens, weil unter dem Blech der Navarra von Kooperationspartner Nissan steckt. Doch Mercedes hat sich viel Arbeit gemacht, die Verwandtschaftsbeziehungen zu verwischen. Das gilt für das Karosseriedesign des ausschließlich mit Doppelkabine und fünf Sitzen lieferbaren Bullen von Benz mit seinem riesigen Grill, dem breiten Bug und der kantigen Pritsche genauso wie für das Cockpit. Mit Instrumenten aus den aktuellen Pkw-Baureihen, dem großen, freistehenden Navi-Bildschirm über der Mittelkonsole und dem Touchcontroller zwischen den Sitzen haben es die Designer den Nissan auf nobel getrimmt. Mit Life-Traffic für die Navigation, Verkehrszeichen-Erkennung, Brems- oder Spurhalteassistent und LED-Scheinwerfern kreiert die Mercedes X-Klasse (2017) regelrecht eine Zwickmühle der unterschiedlichen Ansprüche: Bei den Nutzfahrzeugen setzt sie neue Maßstäbe, bei den Pkw-Kunden bleiben trotzdem einige Wünsche wie eine automatische Abstandregelung oder klimatisierte Sitze unerfüllt. 

 

Mercedes X-Klasse (2017) mit Vierzylinder-Diesel

Nicht zuletzt wird dieser Spagat der Mercedes X-Klasse (2017) auch beim Antrieb deutlich: Unter dem Blech sind sich X-Klasse und Navarra zumindest für den Start erst einmal ziemlich ähnlich: Es gibt den schwäbischen Schlepper genau wie den Nissan zunächst nur mit 2,3 Liter großen Vierzylinder-Dieseln mit 163 oder 190 PS. Die Kraftübertragung erfolgt grundsätzlich an die Hinterachse, wird aber durch die Option auf zuschaltbaren Allradantrieb sowie eine Geländeuntersetzung und Hinterachssperre ergänzt. Für einige Exportmärkte hat Mercedes auch noch einen Zweiliter-Benziner mit 165 PS im Angebot. Erst im nächsten Sommer folgt dann als erster und vorerst auch einziger "echter" Mercedes-Motor ein V6-Diesel mit drei Litern Hubraum, 258 PS und 550 Newtonmetern, der dann serienmäßig mit permanentem Allradantrieb und siebenstufiger Automatik ausgestattet ist und sogar unterschiedliche Fahrprofile bekommt. So will die Mercedes X-Klasse (2017) die Führung im Segment übernehmen und dem aktuell ausschließlich als V6 lieferbaren VW Amarok vollends die Schau stehlen. Wer allerdings mit Blick auf GLE & Co auf einen potenten Benziner oder gar eine AMG-Variante gehofft hat, den muss Van-Chef Volker Mornhinweg enttäuschen. Obwohl er selbst mal die Geschäfte bei der schnellen Tochter in Affalterbach geführt hat, geht die Liebe zum Luxus soweit dann doch nicht: "Aber etwas draufsatteln kann man im Lauf des Modellzyklus ja immer noch", lässt er sich ein Hintertürchen offen.

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Mercedes X-Klasse (2017) mit Studien angekündigt

Mit gleich zwei Studien hatten die Schwaben schon zuvor die beiden Extreme, zwischen denen sich die Mercedes X-Klasse (2017) bewegen soll, anschaulich illustriert. Der "stylish explorer" war deshalb ein Luxuslaster in Lack und Leder, der das traditionelle SUV-Gesicht von Mercedes mit einem noch größeren Stern, noch stärker konturierter Haube und weit in die Kotflügel gezogenen Scheinwerfern neu interpretiert. Dazu gibt es außen an der X-Klasse einen mattseidenen Effektlack, bullig ausgestellte Radhäuser über wuchtigen 22-Zöllern und Heckklappe mit eigenwillig umlaufender Rückleuchte und innen mehr Lack und Leder als in mancher C-Klasse. Für die wilde Welt stand der "powerful adventurer", mit dem die Mercedes X-Klasse zum Abenteurer wird und sich für Expeditionen weit abseits der Zivilisation bereit macht. Ballonreifen, massive Schutzplanken reihum, vorne Seilwinde und hinten Schlepphaken und dazu innen ein Ambiente wie in der Fünf-Sterne-Version der Camel Trophy – da erwacht bei der Mercedes X-Klasse (2017) das Fernweh!

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