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Porsche Panamera 2012: Alle Preise und Ausstattungen

Leistungsträger

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Mit neun Modellen und Motoren von 250 bis 550 PS definiert Porsche die sportliche Luxusklasse

So ändern sich die Zeiten: 2011 hat Porsche in Deutschland mehr Autos mit fünf als mit zwei Türen verkauft. Und von den insgesamt 18.690 heimischen Neuzulassungen des einst klassischen Sportwagenherstellers war ein gutes Viertel auch noch mit Dieselmotor ausgerüstet. Das liegt zu einem großen Teil am SUV Cayenne, aber auch am Porsche Panamera.

Die sportliche Luxuslimousine ist seit Herbst ebenfalls mit einem 250 PS starken Selbstzünder zu haben – das Triebwerk hat sich mit einem Anteil von 50 Prozent sofort zur erfolgreichsten Variante gemausert. Womit wir bereits am unteren Ende des Leistungsspektrums angekommen sind. Die Spitze markiert zur Zeit der Turbo S mit 550 PS aus einem Achtzylinder-Biturbo-Benziner. Ganz neu im Rennen ist der flachgelegte GTS mit hochdrehendem Saugmotor, der aus acht Zylindern bis zu 430 PS mobilisiert. Von dieser Version sind Testwagen erst in den nächsten Wochen zu erwarten, der Verkauf startet dann im Februar.

NUR MIT VIER SITZEN
Mit Preisen ab 76.673 Euro und knapp fünf Meter Länge ist der Panamera in der Luxusklasse positioniert. Seine natürlichen Gegner sind Audi A8, 7er BMW, Jaguar XJ und Mercedes S-Klasse. Der Unterschied: Anders als die Konkurrenz ist der Porsche nur als Viersitzer und (noch) nicht in einer Langversion verfügbar. Zwar lassen sich die hinteren Einzelsessel mit weiterem finanziellen Einsatz zum rasenden Büro aufrüsten, doch ein Gefühl von entspannter Freiheit will im Fond auch wegen der breiten Mittelkonsole trotz üppiger Kopf- und Beinfreiheit nicht aufkommen.

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Außerdem drohen neuartige Störungen des Betriebsfriedens, wenn der Chef seinem Chauffeur den Arbeitsplatz neidet. Hand aufs Herz: Der Porsche Panamera ist ein Auto für Selbstfahrer. Als Familienauto zeigt der Porsche durchaus Qualitäten: Mit großer Heckklappe und einer geteilt umklappbaren Rücksitzlehne bietet er eine in dieser Klasse ungewohnte Variabilität. Bei Bedarf entsteht eine rund 1,50 Meter lange, ebene Ladefläche, deren Nutzung allerdings durch die sehr schräg abfallende Klappe und die schwer zu entfernende, sehr gewichtige Kassette für die Gepäckraumabdeckung etwas eingeschränkt ist.

Trotzdem ist es kein Problem, mit dem Panamera Samstagvormittag beim örtlichen Wertstoffhof vorzufahren, um Sperrmüll zu entsorgen – das sorgt aber garantiert für Aufmerksamkeit. Grundsätzlich findet der große und besonders breite Porsche die meist ungeteilte Beachtung seiner Umwelt. Das bringt auf der Autobahn ein beeindruckendes Überholprestige. Dieser Effekt liegt sicherlich auch an der geschickten Modellpolitik von Porsche, zuerst die starken Achtzylinder und erst später die schwächeren V6 und den Diesel zu präsentieren.