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Land Rover Discovery Sport SD4 im Fahrbericht

Geballte 4x4-Kompetenz

Der kompakte Land Rover Discovery Sport SD4 ist ein modernes und geräumiges SUV. Fahrbericht

Land Rover Discovery Sport SD4
Technische Daten

Motor2,2-Liter-Turbodiesel
Hubraum2.179 cm³
Leistung140 kW / 190 PS
Max. Drehmoment420 Nm
Systemleistung190 PS
Getriebe9-Stufen-Automatik
AntriebAllrad
L / B / H4.589 / 1.894 / 1.724 mm
Leergewicht1.775 kg
Kofferraumvolumen541 - 1.698 l
Fahrleistungen0-100 km/h in 8,9 s
Höchstgeschwindigkeit188 km/h
EU-Verbrauch6,1 l/100 km
CO2-Ausstoß161 g/km
Grundpreis43.350 €

Technisch basiert der Discovery Sport zwar auf dem überaus erfolgreichen Range Rover Evoque, jedoch wartet er mit 80 Millimetern mehr Radstand und einer völlig neuen Hinterachskonstruktion auf. Daraus ergibt sich ein überraschend geräumiger Innenraum, der auf Wunsch sogar den Einbau einer dritten Sitzreihe erlaubt.

Vorn sitzt man klassenüblich leicht erhöht und profitiert von der daraus resultierenden guten Rundumsicht. Das Cockpit wirkt luftig und logisch gegliedert. Auf der asymmetrisch geteilten und um 160 mm verschiebbaren Rückbank reist man indes so bequem, wie es sonst oft erst in der nächsthöheren Klasse üblich ist:

Neben dem großzügigen Knieraum freuen sich die Hinterbänkler über eine aufrechte Sitzposition und neigbare Rücklehnen. Schiebt man die Bank jedoch ganz nach hinten, schrumpft der Kofferraum auf 478 Liter Volumen. In der Standard-Position fasst das Gepäckabteil 541 bis 1698 Liter, womit der Discovery Sport zu den ganz Großen im Kompaktsegment gehört.

Seine Zuladung von 730 Kilo und die zulässige Anhängelast von 2,5 Tonnen unterstreichen seine praktische Veranlagung. Allerdings fühlt sich der Discovery Sport weit weniger rustikal an als sein Vorgänger Freelander. Vielmehr wirkt der Innenraum ähnlich nobel wie bei den Range Rover-Modellen. Das Fahrgefühl vermittelt eine gelungene Mischung aus Agilität und Gelassenheit.

DISCOVERY SPORT: Gute Mischung aus Agilität & Gelassenheit

Das SUV läuft selbst bei kräftigem Seitenwind unbeirrt geradeaus gefällt mit ausgewogenem Komfort und dezenten Abrollgeräuschen. Zugleich spricht der Allradler spontan und präzise auf Lenkimpulse an, erlaubt auf losem Untergrund sogar ein sanftes Leistungsübersteuern. Die elektro-mechanische Servolenkung mit variabler Übersetzung reagiert erfreulich gleichmäßig. Damit lässt sich der Neue nicht nur spontaner, sondern auch gefühlvoller dirigieren als der Vorgänger.

Auch die neue Neunstufen-Automatik von ZF macht ihre Sache gut. Die weite Spreizung lässt den Land Rover im ersten Gang emsig klettern, während die lange Übersetzung der oberen Fahrstufen bei hohem Tempo das Drehzahlniveau senkt. Dabei schaltet das Getriebe logisch und sanft. Nur auf plötzliche, kräftige Gasbefehle reagiert die Elektronik etwas zögerlich und unwirsch.

Der getestete 2,2-Liter-Turbodiesel leistet 190 PS und verfügt dank 420 Nm über genug Kraftreserven. Selbst jenseits der Nenndrehzahl von 3500 Touren läuft er noch munter weiter und bleibt dabei recht ruhig. Laut Bordcomputer haben wir auf unserer Probefahrt allerdings rund 9,5 Liter je 100 km statt der angegebenen 6,1 Liter verbraucht – Geländetouren inklusive. Offroad belegt der Neue einmal mehr das immense Knowhow der Briten. Derartig geländegängig sind nur wenige SUV.

Doch auch bei den Assistenzsystemen prescht der Discovery Sport nach vorn: So verfügt er serienmäßig nicht nur über einen Fußgänger-Airbag, der sich schützend über die Frontscheibe legt, sondern auch über einen Notbremsassistenten, der bis 35 km/h Differenzgeschwindigkeit Auffahrunfälle autonom vereitelt und bis 80 km/h zumindest deren Folgen mildert.

Optional gibt es zudem ein Headup-Display, einen Toter-Winkel-Assistenten, eine Kollisionswarnung, die bei Rückwärtsfahrt den Querverkehr erkennt, sowie einen Einpark- und Verkehrszeichenassistenten. Außerdem bekommt auch der Discovery Sport die InControl-Technik, die das Smartphone in das Fahrzeugsystem integriert.

Martin Urbanke
1,5
Fazit

Raumangebot, Fahrwerk, Komfort, Nutzwert, Geländegängigkeit – gelungene Neukonstruktion mit vielen Stärken

  1. 1 = sehr gut
  2. 2 = gut
  3. 3 = befriedigend
  4. 4 = ausreichend
  5. 5 = mangelhaft
  6. 6 = ungenügend