Neuer BMW M4 CS (2017): Erste Testfahrt Als CS bewegt sich der M4 am Limit

von Thomas Geiger 20.07.2017

Die M GmbH macht das Power-Coupé fit for fun und bringt den neuen BMW M4 CS (2017) im Juli zum Preis ab 116.900 Euro ordentlich austrainiert an den Start. Zeit, für eine erste Testfahrt!

In der Papierform ist der neue BMW M4 CS (2017) nur eine Petitesse, schließlich steigt die Leistung des bekannten Dreiliter-Reihensechszylinders gerade einmal um 10 auf 460 PS und das Drehmoment um 50 auf insgesamt 600 Newtonmeter. Doch da die Muskeln dicker werden und zugleich die Pfunde purzeln, fühlt sich der CS auf der Piste tatsächlich fitter an. Nicht umsonst haben die Bayern viele Anbauteile aus Karbon gefertigt, die leichten Türverkleidungen aus Naturfasern vom M4 GTS übernommen und das Gewicht auf 1580 Kilogramm gedrückt. Und nicht ohne Grund fährt der neue Clubsport auf einer Cup-Mischbereifung mit 19-Zöllern vorn und 20-Zöllern hinten, dadurch etwas strammer als das Serienmodell, bremst beherzter und schaltet schneller.

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Als CS wird der M4 zum Outlaw

Neuer BMW M4 CS (2017) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen BMW M4 CS (2017)

Egal wie hoch die Temperaturen tatsächlich sind, wird einem schon allein vom Druck auf den Startknopf heiß ums Herz. Der Sechszylinder grollt durch einen Sportauspuff mit vier acht Zentimeter dicken Endrohren und verschafft sich auch ohne Klappensteuerung das nötige Gehör. Wenn der rechte Fuß schwer auf das Leichtbaupedal fällt und die Doppelkupplung den ersten Gang einlegt, dann spürt man, was so ein bisschen Training bringt: Von Null auf 100 stürmt der Bayer in 3,9 Sekunden, Kurven nimmt er mit einer solchen Verve, dass man sowohl für den extrem dicken Kranz des Sportlenkrades als auch für die etwas höheren Seitenwangen der Sitze dankbar wird. Zusätzlich lässt die M GmbH den neuen BMW M4 CS (2017) freiwillig und ohne Mehrpreis bis 280 km/h rennen. Je länger man fährt, desto stärker bringt dieses Auto das Blut zum Kochen und desto eher stellt man fest, wie relativ Geduld und Geschwindigkeit sind. Wer in einem derart aufgeweckten Wagen unterwegs ist, auf den wirken die Autofahrer vor einem meist noch verschlafener und die allermeisten Tempolimits irgendwie sinnlos. Umso befreiter fühlt man sich, wenn die Strecke endlich leer und das Limit aufgehoben ist.

 

Preis: CS ist 40.000 Euro teurer als M4

Der neue BMW M4 CS (2017) ist fitter als der Fahrer, man spürt wie der Atem kürzer wird, der Puls aufdreht und die Flecken auf dem Hemd größer werden. Doch stellt man am Ende der Fahrt fest, dass offenbar auch dem Wagen warm geworden ist – wenn die heiße Abluft durch die riesige Hutze auf der Haube flimmert wie eine Fata Morgana der Fahrfreude. Ein bisschen leichter, ein bisschen stärker, ein bisschen strammer und insgesamt sehr viel lebendiger – so wird der M4 als CS-Modell tatsächlich fit for fun. Aber das Training freut nicht nur Schnellfahrer, sondern auch die Buchhalter bei BMW. Der Aufpreis für die Sommerfrische beträgt stolze 40.000 Euro. Selbst bei der unter anderem um Navigation und LED-Scheinwerfer erweiterten Ausstattung dürfte da ein bisschen was hängen bleiben.

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