Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Vergleich Mittelklasse-Kombis: Mazda 6 gegen Ford, Mazda, Toyota und VW

Tourenwagen

Kombi und Diesel - das passt nicht nur im Urlaub, sondern generell gut ins Leben vieler Menschen. Mazda startet nun durch mit dem neuen 6 Kombi. Er trifft im ersten Vergleichstest auf die Konkurrenz von Ford, Hyundai, Toyota und VW

Aus dem Osten was Neues: Toyota hat den Avensis aufgefrischt mit auffälligerem Design, komfortableren Sitzen, neu abgestimmtem Fahrwerk und attraktiveren Ausstattungen. Mazda ging gleich richtig in die Vollen und bringt die nunmehr dritte Generation der Mittelklassebaureihe 6 an den Start. Sie glänzt zum einen mit einem weit aufgerissenen Kühlerschlund im Stil des Kompakt-SUV CX-5, zum anderen mit technischer Extravaganz: Mazda scheute nicht den Aufwand, der Limousine 6,5 Zentimeter mehr Radstand für XXL-Beinraum im Fond zu spendieren als dem Kombi. Unter beiden Motorhauben finden sich indes Vierzylinder einer neuen Motorengeneration, die Sparsamkeit, Laufkultur und Kraft gleichermaßen bieten sollen.

Der etwas ältere und der ganz Neue aus Japan treffen in unserem Vergleich der beliebten Mittelklasse-Transporter auf die bekannten Fachkräfte Ford Mondeo Turnier und VW Passat sowie auf den Hyundai i40cw, der sich schnell einen guten Ruf erarbeitet hat. Bei der getesteten Motorisierung fiel die Wahl auf die populären Turbodiesel mit 136 (Hyundai), 140 (Ford, VW) und eben 150 PS, die den Toyota und die schwächere Version des Mazda-SKYACTIV-Diesels mit 2,2 Liter Hubraum kennzeichnet. In der Basisausstattung liegen alle Test-Kandidaten unter der Schmerzgrenze von 30.000 Euro, sogar der getestete Passat 2.0 TDI bleibt klar unter diesem Betrag, obwohl uns VW nur ein Auto mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG) zur Verfügung stellen konnte.

Karosserie

Dass die Limousine des Mazda 6 mehr Radstand hat als der Kombi, bedeutet nicht, dass der Japaner mit dem Vielzweck-Heck ein enges Auto wäre. Im Gegenteil: Erwachsene finden, wie auch im Passat, im Fond nicht nur genügend Kopf- und Schulterfreiheit, sondern ebenso reichlich bemessenen Beinraum. Nicht ganz so üppig sind der Toyota Avensis und der i40 dimensioniert - etwas wenig Platz für dicke Schuhe unter den Vordersitzen inklusive. Dennoch ist gut leben in den zwei Asia-Kombis. Spätestens beim Umstieg in den Mondeo wird aber deutlich, wieso er als Platzmeister berühmt ist. Genügend Platz fürs Gepäck von vier Personen bietet jeder der fünf Kombis, mit 522 Litern fällt der Stauraum des Mazda noch am kleinsten aus. Dafür übertrumpft er den etwas geräumigeren Hyundai (533 Liter) mit 561 zu 499 Kilogramm Zuladung deutlich, ohne deshalb in dieser für Kombis nicht unwichtigen Disziplin Spitze zu sein: Dort finden sich der Mondeo und der Passat mit mehr als 600 Kilogramm, während der Avensis ordentliche 540 Kilogramm zuladen darf.

Handelt es sich hierbei fast ausschließlich um Ladegut, ist Variabilität gefragt. Hier punkten nur der Ford, der Toyota und der VW mit einer ebenen Ladefläche, während beim Hyundai und beim Mazda nach dem Umlegen der Fondsitze eine kleine Stufe entsteht, die das Verschieben schwerer Ladungsstücke erschwert. Eine Durchreiche in der Mittelarmlehne wiederum offerieren nur der Toyota (serienmäßig) und der VW (serienmäßig ab Comfortline-Ausstattung), der für den Langholztransport auch mit einer klappbaren Beifahrersitzlehne dienen kann (300 Euro extra). Bei der Sicherheitsausstattung setzt sich der Passat klar von der Konkurrenz ab. VW bietet ein großes Programm an Fahrerassistenzsystemen - von der Verkehrsschilderkennung bis zum Spurwechselassistenten - und verzichtet auch weitgehend darauf, die elektronischen Helferlein in nicht immer sinnvoll geschnürten Paketen anzubieten.

Der Mazda 6, dessen Bedienkonzept mit zentralem Dreh-Drücksteller nicht durchgängig gut funktioniert, ist da nicht so nah beim Kunden. Denn Spurhalte- oder Spurwechselassistenten gibt es nicht für die Basisausstattung Prime-Line, sondern erst ab der 2000 Euro teureren Center-Line. Besonders weit weg vom Kunden ist Toyota, denn ein 2900 Euro teures Paket mit Assistenten gibt es nur für die teure Executive-Ausstattung - und hier dann nur für die Automatikversion.

KarosserieMax. PunkteVW Passat Variant 2.0 TDI BMTMazda 6 Kombi 2.2 Skyactiv-DFord Mondeo Turnier 2.0 TDCiToyota Avensis Combi 2.2 D-4DHyundai i40cw 1.7 CRDi
Raumangebot vorn1007982827880
Raumangebot hinten1007676827474
Übersichtlichkeit703231322933
Bedienung/ Funktion1008480828182
Kofferraumvolumen1006555595859
Variabilität1003726323826
Zuladung/ Anhängelast804741474138
Sicherheit1508773727270
Qualität/ Verarbeitung200180175175172177
Kapitelbewertung1000687639663643639
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Passat Variant 2.0 TDI BMT

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 9.40s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 208 km/h

Preis 29.300,00 €

Mazda 6 Kombi 2.2 Skyactiv-D

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.00s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 28.490,00 €

Ford Mondeo Turnier 2.0 TDCi

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 33.215,00 €

Toyota Avensis Combi 2.2 D-4D

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.00s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 33.420,00 €

Hyundai i40cw 1.7 CRDi

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 9.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 32.580,00 €