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Lexus GS 450h 2012: Wuchtiger Hybrid-Japaner im Fahrbericht

Blütenweiß

Der Hybrid nur als Öko? Beim Lexus GS steht die sportliche Performance im Fokus

Die vierte Generation des Lexus GS startet mit zwei Modellen: Neben dem GS 450h wird erstmals auch ein GS 250 angeboten. Während das schwächere Modell von einem konventionellen 2,5-Liter-V6-Motor mit 209 PS angetrieben wird, hat der GS 450h einen Hybrid-Motor mit einer Systemleistung von 345 PS.

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Die Karosserie der neuen GS-Modelle ist drei Zentimeter höher und zwei Zentimeter breiter – die Länge bleibt jedoch unverändert. Damit wirkt das Auto etwas athletischer. Gravierender fällt jedoch der Effizienzgewinn aus. Gegenüber dem Hybrid-Vorgänger soll beim Lexus GS 450h eine Verbrauchsreduzierung von 23 Prozent auf 5,9 l/100 km im EU-Durchschnitt erreicht worden sein. Doch diesen Wert schafft man nur bei verhaltener Gangart im Eco-Modus. Realistischer sind etwa zehn Liter. In der Praxis wird man sich eher für das Normal-, Sport- oder Sport-Plus-Programm entscheiden, die besser zum GS passen. Wer feinfühlig mit dem Fahrpedal umgeht, kann bis zu vier Kilometer rein elektrisch fahren. Im Normalfall arbeiten bei Stadt- und Überlandfahrten Elektro- und Ottomotor Hand in Hand und wuchten ihre Kraft auf die Hinterräder. Das funktioniert gut; nur beim Kickdown nervt das vorauseilende Motorengeräusch – typisch für ein Hybridmodell mit Leistungsverzweigung.

Den Spurt auf Tempo 100 absolviert der Lexus GS 450h in 5,9 Sekunden, bei 250 km/h wird abgeregelt. Neu ist die Allrad-Lenkung: Per variablem Lenkwinkel an den Hinterrädern sollen Fahrstabilität und Agilität verbessert werden. Besonders beim Einparken spürt der Fahrer ein deutliches Plus an Wendigkeit.

Der 54 750 Euro teure Lexus verwöhnt mit klassenüblichem Fahrkomfort. Auch das Interieur wirkt hochwertig – mit komfortablen Sitzen, edlen Materialien und einem riesigen, gut platzierten Monitor.
Holger Ippen

>>Alle technischen Daten finden Sie auf der nächsten Seite