04.03.2013
Test: Dacia Sandero TCe 90 2013 - Bilder und technische Daten
Weniger Kasse, mehr Klasse
Bild 1 / 9
|
Dacia Sandero TCe 90: Test
Die neue, zweite Generation des Dacia Sandero im ersten Test als TCe 90 mit Turbo-Dreizylinder und 90 PS |
|
Dacia Sandero TCe 90: Test
Fesches Heck mit hoher Ladekante und einem beachtlichen Kofferraumvolumen dahinter: 320 bis 1200 Liter |
|
Dacia Sandero TCe 90: Test
Das ansehnliche Sandero-Cockpit bringt moderne Features mit wie eine Spritspar-Eco-Taste (oben) und eine Radiofernbedienung am Lenkrad |
|
Dacia Sandero TCe 90: Test
Leicht bedienbares Touchscreen-System mit großen Schaltflächen. Preis inklusive Navi und Bluetooth: 180 Euro, Kartensoftware für 99 Euro |
|
Dacia Sandero TCe 90: Test
Mangels axialer Lenkradeinstellung etwas unbequeme Sitzposition auf den weichen Sesseln |
Auch in der zweiten Generation bleibt der geräumige, gründlich verbesserte Dacia Sandero das billigste Auto in Deutschland. Preise beginnen bei 6990 Euro. Im Test der TCe 90 mit neuem Turbo-Dreizylinder
Bei Renaults Billigmarke Dacia geht es in erster Linie ums Geld: In der karg ausgerüsteten 75-PS-Basisversion steht der neue Sandero für günstige 6990 Euro in der Preisliste. Da es für das Basismodell aber kaum Extras gibt und der modernere Dacia Sandero TCe 90 mit 90 PS nicht nur kräftiger, sondern auch sparsamer ist, wird die Wahl wohl eher auf diesen fallen, zumal er für wohlfeile 10.090 Euro bereits in der Topausstattung Lauréate daherkommt – inklusive elektrischer Fensterheber vorn, Radio/ CD, Zentralverriegelung, Bordcomputer, Nebelscheinwerfer und mehr.
Selbst mit Klimaanlage (590Euro), Metalliclack (450 Euro) und dem leicht zu bedienenden Navi-/ Multimedia-Touchscreen-System (279 Euro) bleibt der Dacia unter 12.000 Euro. Dafür hat man einen rundum ausgestatteten, erwachsenen Kleinwagen vor der Tür stehen, der vorn wie hinten und sogar im Kofferraum mehr Platz zu bieten hat als die Konkurrenz.
Dacia TCe 90 2013: Kleine Mängel im Detail
Ein paar Nachlässlichkeiten muss man allerdings in Kauf nehmen, etwa die mangels axialer Lenkradeinstellung etwas unbequeme Sitzposition auf den weichen Sesseln sowie die zu hohe, kratzempfindliche Ladekante oder auch die pappige Laderaumabdeckung, die beim Schließen der Klappe nicht immer auf ihren Platz zurückfindet. Und nicht zuletzt stört die Hupentaste im Blinkerhebel, die nur der frankophile Traditionalist auf Anhieb findet.
Die Grunderwartungen an Komfort und Vortrieb erfüllt der Sandero TCe 90 voll und ganz, wenngleich er Querfugen etwas poltrig nimmt. Dafür schreckt er aber mit seinen langen Federwegen auch vor einem ausgefahrenen Feldweg nicht zurück. Dazu passt der arbeitssame Dreizylinder-Turbo mit nur 0,9 Liter Hubraum, der durchweg etwas rau klingt und im Leerlauf nicht mit Vibrationen spart, die spürbar auf Lenkrad und Sitz übertragen werden.
Der Direkteinspritzer spricht minimal verzögert aufs Gas an, versammelt seine beachtliche Durchzugskraft aber sehr angenehm im unteren Drehzahlbereich. So muss die etwas schlabberige Fünfgang-Schaltung nicht allzu oft bemüht werden. Drehzahlen oberhalb von 4500 Touren absolviert der TCe dagegen nur zäh und kommt im Test mit akzeptablen 6,9 l/100 km über die Runden.
Trotz der guten Bremsleistung – Bremswege aus Tempo 100 unter 37 Metern – und der sicheren Fahreigenschaften (ESP ist Serie) wird aus dem Dacia kein Racer. Dafür arbeitet die indirekte Lenkung zu gefühllos mit geringem Rückstellmoment, und die Seitenneigung in schnellen Kurven ist beträchtlich. Aber Bestzeiten auf der Rennstrecke wird der Durchschnittssparer wohl kaum von seinem Dacia erwarten.
Jürgen Voigt
>>Alle technischen Daten des Dacia Sandero TCe 90 2013


















