AUTO ZEITUNG 15/2026: Das sind die Themen!
Hybrid oder Elektro? Fünf spannende Duelle in verschiedenen Klassen. Die neuen Kombis Kia K4 und Opel Astra fordern den VW Golf heraus. Und eine Analyse zu den Zukunftsaussichten des kommenden Ford Fiesta. Das und vieles mehr in der neuen AUTO ZEITUNG 15/2026!
Liebe Leserinnen und Leser,
nach Hitze-Stress und Fußball-Aus fragt sich mancher, wo denn die guten Nachrichten geblieben sind. Um das Bild abzurunden: Diese finden sich im hohen Norden, in Flensburg. Beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) haben sie die Zulassungszahlen für den Juni zusammengerechnet, und die waren nicht schlecht. Es lief im vergangenen Monat deutlich besser als im Vorjahresvergleich. Deutschlandweit wurden 296.378 Pkw neu zugelassen – ein sattes Plus von 15,7 Prozent. Und auch mit Blick auf den zurückliegenden Mai (239.448 Erstanmeldungen) war der Juni ein starker Monat.
Eine weitere Flensburger Feststellung betrifft die Tatsache, dass – sortiert nach Antriebsarten – erstmals die reinen E-Fahrzeuge (BEV) vorn liegen. Es kamen 84.057 fabrikfrische Elektrische neu auf die Straße (Anteil der Neuzulassungen: 28,4 Prozent). Noch bemerkenswerter ist der rasante Anstieg in der Halbjahresbetrachtung. Hier legten die E-Modelle um 48 Prozent zu. Rund 28,1 Prozent aller Neuen waren Hybride. Reine Benziner machten 20,5 Prozent aus, Plug-in-Hybride 10,9 Prozent. Der gute alte Diesel hielt mit 11,4 Prozent seine Stellung im niedrigen zweistelligen Bereich. Aktuell wägen viele Autokäufer ab, ob sie zum Elektro-Auto oder eher zu dem oft als Brückentechnologie bezeichneten Plug-in-Hybrid greifen sollten. Entscheidungshilfen geben wir in fünf Doppeltests.
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Elektroautos ganz vorne in der Zulassungsstatistik
Besonders für VW liefen die Geschäfte gut. Insgesamt wurden im Juni 51.058 Volkswagen neu zugelassen, was einem Marktanteil von 17,2 Prozent entspricht. Mit den Modellen Golf, T-Roc und Tiguan liegen gleich drei Wolfsburger in den Top-10. Auf den Plätzen folgen BMW (8,8 %) und Skoda (8,4 %). Runden wir den Blick in die Statistik mit zwei besonderen Zahlen ab: Der aktuelle Bestand an registrierten Kraftfahrzeugen in Deutschland beträgt exakt 61.341.244 Einheiten, davon rund 49,5 Millionen Pkw. Die nach Marken und Modellen aufgeschlüsselten KBA-Zahlen finden Sie bei uns im Heft.
Mein Kollege Markus Bach untersucht den aktuellen Stand der Lage bei Ford und analysiert, ob die Marke noch einmal durchstarten kann. Während das Geschäft der Transporter-Sparte brummt, haben sich nach dem ersatzlosen Auslaufen wichtiger Modellreihen wie Mondeo, Focus, Fiesta und dem Van-Duo Galaxy / S-MAX die Verkaufszahlen im Zehnjahresvergleich halbiert. Mit dem einstigen Millionenseller Fiesta, der im europäischen Stammwerk in Köln-Niehl gefertigt wurde, fehlt den Ford-Händlern ein bezahlbares Einstiegsmodell, das Kunden zur Marke holen könnte. Die Annahme, der beinahe doppelt so teure Puma könne als Leasingangebot preissensible Kunden halten, erwies sich als falsch. Doch es gibt Hoffnung, denn ein neuer Fiesta ist in Planung.
Für Zahlen und Analysen stand Autor Johannes Riegsinger nicht zur Verfügung. Stattdessen tat er das, wovon die meisten Auto-Enthusiasten nur träumen können: Er begab sich nach Italien, um am Steuer eines über 70 Jahre alten, sündhaft teuren und noch immer faszinierenden Automobils an der Mille Miglia teilzunehmen. Im Heft berichtet er „von einem, der auszog das Fürchten zu lernen“ – in einem Mercedes-Flügeltürer, der selbst für 25 Millionen Euro nicht zu haben ist.
Ihr Stefan Miete









