SUV-Reifentest: Sechs Profile der Größe 235/55 R 17 im Test
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Reifen für Offroader wie den BMW X3 sollen Fahrspaß und Sicherheit vereinen – auf und neben der Straße
Reifentest: Sechs Reifen für SUV im Test
Wer sich für ein fahraktives Auto wie den BMW X3 xDrive30i entscheidet, der sucht keinen Offroader für deftige Geländetouren. Fahrspaß und Sicherheit auf asphaltierten Straßen spielen hier eindeutig die größere Rolle. Dementsprechend haben wir ein Testfeld aus sechs namhaften Sommerreifen zusammengestellt, die für den Einsatz auf befestigten Strecken optimiert sind – passend für den X3 und andere SUV seines Kalibers.
Herausforderer Dunlop
Neben den etablierten Reifen von Bridgestone, Continental und Michelin durchlaufen der von einem reinen Pkw-Profil abgeleitete Goodyear sowie der besonders günstige Kumho und der brandneue Dunlop die aufwendige Testprozedur. Außer den beiden letztgenannten tragen alle Reifen das Speedsymbol H (210 km/h).
Der Kumho darf Tempo 240 rennen (V), und der Dunlop ist sogar auf 300 km/h ausgelegt (Y). Diesen Vorteil lassen sich die Verantwortlichen im Hause Dunlop allerdings auchgut bezahlen. Der Debütant ist deutlich teurer als seine Wettbewerber. Ein Satz vom günstigsten Reifen im Test, dem Kumho, kostet nicht einmal die Hälfte. Das ist ein Wort.
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Ob der hohe Preis gerechtfertigt ist oder ob man beim Kumho am falschen Ende spart, untersuchen wir in insgesamt 19 Einzeldisziplinen – darunter auch Offroad-Prüfungen. Denn nur weil man einen Soft-Offroader besitzt, heißt das ja nicht, dass man solche Autos nicht doch mal im Sommerurlaub bis auf den Strand fährt oder beim Grillfest unmittelbar vor der Waldhütte parken will.
Unangenehm, wenn man dann hängenbleibt, weil schlechte Reifen den Traktionsvorteil des an sich genialen BMW-Allradsystems (xDrive) verpuffen lassen. Mehr zur Antriebstechnik des X3 finden Sie in unserem großen Allrad-Traktionsvergleich in Ausgabe 1/2009.
Doch hier geht es jetzt ausschließlich um die Reifen. Und die Zugkraftmessungen auf nassem Gras, Sand, Schotter und im Schlamm zeigen: Die Straßenprofile sind gar nicht mal so schlecht. Besonders auf Sand und Schotter ziehen die Asphalt-Profis sich und das Auto sehr achtbar aus der Affäre.
Der Kumho bleibt in den Traktionstests meist hinter den Konkurrenten zurück, punktet aber mit kurzen Bremswegen auf geschotterten Feldwegen. Zusammen mit dem Bridgestone und dem Goodyear rangiert er in der Geländewertung auf den hinteren Rängen. Doch wie gesagt: Die Offroad-Talente dieser Pneus hatten in der Entwicklung nur eine untergeordnete Bedeutung.
Nassgriff entscheidet
Weit schwieriger zu lösen ist der Zielkonflikt, einen auf Dauer haltbaren und zugleich nassgriffigen Reifen zu konstruieren. Der Zusatz von Kieselsäuresalzen (Silika) hat die Mischungstechnik diesbezüglich vor rund zehn Jahren revolutioniert. Mittlerweile verwenden aber alle renommierten Hersteller den Stoff, doch nicht alle erzielen damit auch dieselben Ergebnisse.
So deutet das auffallend schwache Abschneiden des Michelin darauf hin, dass die Ingenieure in Clermant-Ferrand den Schwerpunkt deutlich zugunsten der Laufleistung verschoben haben. Sie haben dem Reifen so aber gerade bei Nässe zu viele gute Eigenschaften genommen.
Wie es besser geht, demonstrieren in erster Linie die Reifen von Conti, Dunlop und Goodyear – wenngleich der Sport Maxx TT mit seinen mäßigen Bremswerten auf nasser Fahrbahn enttäuscht. Ansonsten absolviert der Pneu die Tests bei regnerischen Bedingungen absolut souverän.
Die ungewöhnlich langen Bremswege aller Kandidaten erklären sich übrigens dadurch, dass wir auf einer speziellen Versuchsbahn gebremst haben. Die Oberfläche dieser Teststrecke soll den Bereich in unmittelbarer Kreuzungsnähe simulieren, wo der Straßenbelag in der Regel stärker abgenutzt und somit rutschiger ist als auf freier Strecke. Auch wenn daher die Unterschiedeim Bremstest eklatanausfallen, kritische Bremswege hat keiner der Probanden.
Auf griffigem, sprich trockenem Asphalt hingegen schießt der X3 mit dem Michelin dann doch etwas zu weit übers Ziel hinaus. Dort, wo der beste Reifen (Goodyear) den BMW bereits gestoppt hat, weist der Latitude Tour HP noch eine Restgeschwindigkeit von fast 36 km/h auf. Absolute Spitze ist der Franzose indes beim Komfort: Abrollgeräusche, Rundlauf und Federungseigenschaften sind unerreicht gut.
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Der Dunlop bildet diesbezüglich die Kehrseite der Medaille. Er rollt am geräuschvollsten ab, und sein besonders steifer Unterbau mindert das Absorptionsvermögen spürbar. Dafür ist er gut beherrschbar und erlaubt gute Werte im Handling und im Slalom – die nur noch der Kumho toppen kann.
Am Schluss schiebt sich aber wie schon vor zwei Jahren der ausgewogene Continental Cross Contact UHP nach ganz vorn. Er zählt immerzur Spitzengruppe und offenbart keine Schwächen. Der dynamische Dunlop Sport Maxx TT vergibt einen möglichen Testsieg mit seinem mäßigen Nassbremsresultat, während der Goodyear trotz geringer Zugkraft dank kurzer Bremswege Rang drei belegt.
Der Kumho Ecsta SPT KU31 zeigt beim Nassbremsen Verbesserungspotenzial, ist aber ansonsten ein lohnendes Angebot. Der Bridgestone Dueler H/P Sport macht seine Sache zwar gut, setzt aber auch nirgends Akzente, während der Michelin Latitude Tour HP in mehreren Punkten hinter den Konkurrenten bleibt und somit Letzter wird.
Martin Urbanke






























































