Neue Ausgabe

AUTO ZEITUNG 13/2026: Das sind die Themen!

BMW iX3 und Mercedes GLC EQ im ersten Vergleichstest, welche Ausstattungs-Extras den Wertverlust beeinflussen und eine Reise im Bentley Continental GT S auf die Isle of Man. Das und vieles mehr in der neuen AUTO ZEITUNG 13/2026!​

Das Symbolbild zeigt das Cover der AUTO ZEITUNG 13/2026 und dessen Preis.
Die neue Ausgabe der AUTO ZEITUNG ist seit dem 17. Juni 2026 im Handel. Foto: AUTO ZEITUNG
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Liebe Leserinnen und Leser,

Mit der Neuauflage der Elektro‑Auto-Förderung im Jahr 2026wollte die Bundesregierung ein klares Signal setzen: Die Elektro-Mobilität soll mehr Schwung bekommen. Nach dem abrupten Ende des Umweltbonus Ende 2023 und dem darauffolgenden Nachfrageeinbruch war der Handlungsdruck groß. Tatsächlich ist die Zielrichtung der neuen Prämie nachvollziehbar – sozial gestaffelt, gezielt auf Privatkundinnen und -kunden ausgerichtet und mit bis zu 6000 Euro durchaus attraktiv.

Doch schon wenige Monate nach dem Start mehren sich im Automobilhandel Stimmen, die eine ernüchternde Bilanz ziehen: Der erhoffte Nachfrageboom bleibt bislang aus.Während der frühere Umweltbonus seinerzeit maßgeblich zur Marktentwicklung beitrug, führte sein Wegfall unmittelbar zu sinkenden Verkaufszahlen. Entsprechend groß war die Erwartung, dass eine neue Förderung den Markt schnell beleben würde.

Die Realität im Handel zeichnet jedoch ein differenzierteres Bild.Händler berichten, dass die Nachfrage zwar leicht stabilisiert wurde, aber von einer deutlichen Belebung keine Rede sein kann. Die wichtigsten Gründe: Zum einen adressiert die neue Prämie bewusst nur Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Das ist politisch sinnvoll, schränkt aber die Zielgruppe deutlich ein – ein Großteil der bisherigen E‑Auto-Käuferinnen und -Käufer aus einkommensstärkeren Gruppen fällt somit weg.

Zum anderen bleibt der preisliche Abstand zwischen E-Autos und vergleichbaren Verbrennern für viele Kundinnen und Kunden trotz Förderung hoch. Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Vertrauen der Verbraucher. Der abrupte Förderstopp im Jahr 2023 hat Spuren hinterlassen.Viele potenzielle Käufer fragen sich heute, wie verlässlich politische Rahmenbedingungen überhaupt noch sind. Wer befürchtet, dass die Förderungen kurzfristig geändert oder gestrichen werden, zögert – selbst wenn aktuell Anreize bestehen. Der Markt befindet sich noch immer in einer Übergangsphase, in der Förderinstrumente allein nicht ausreichen, um eine breite Dynamik zu erzeugen.

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Die E-Auto-Prämie ist notwendig, reicht aber allein noch nicht aus

Was bedeutet das für die Bewertung der neuen E‑Auto-Prämie? Sie ist ein notwendiger Schritt, um den Markt zu stabilisieren. Ohne Förderung wäre die Nachfrage vermutlich noch schwächer. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass finanzielle Anreize allein nicht mehr ausreichen, um die nächste Wachstumsphase einzuleiten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt daher weniger in einzelnen Prämienprogrammen als in einem konsistenten Gesamtsystem: wettbewerbsfähige Fahrzeugpreise, verlässliche politische Rahmenbedingungen, flächendeckende Ladeinfrastruktur und ein klares technologisches Leitbild.

Leitbild ist ein gutes Stichwort, scheint es doch einigen Ferrari-Fans gerade abhanden zu kommen. Selten hat ein neues Auto derart emotionale Reaktionen verursacht wie der erste Elektro-Renner der Marke, der Luce. Speziell im Internet ist die Welle der Entrüstung groß. Aber auch zahlreiche Leserinnen und Leser halten den Luce für den ultimativen Design-Crash. Die Marketing-Profis in Maranello dürften die globale Aufmerksamkeit dankbar registrieren.

Ihr Stefan Miete