Neue Ausgabe

AUTO ZEITUNG 18/2026: Das sind die Themen!

Drei Elektro-SUV im großen Vergleichstest und Skoda gegen VW im Konzern-Duell. Zudem der Abschlussbericht unseres Dauertests mit dem Mazda CX-60. Das und vieles mehr in der neuen AUTO ZEITUNG 18/2026!​

Liebe Leserinnen und Leser,

Werfen wir einen Blick auf das, was die Redaktion für Sie zusammengestellt hat. Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg wird 75. Seit einem Dreivierteljahrhundert kümmert sich die norddeutsche Bundesbehörde um das Thema Verkehrssicherheit. Sie erstellt Statistiken, führt die Verkehrssünderkartei und addiert am Monatsende die Zahl der zwischen Füssen und Niebüll neu zugelassenen Fahrzeuge. Auch der Juli lief hierzulande gut. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Erstzulassungen um 1,2 Prozent.

Dennoch gerät die Automobilbranche weltweit immer stärker unter Druck. Trotz aller Sparbemühungen verdienen die Konzerne immer weniger an ihren Modellen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach hervor, das die Ergebnisse 15 internationaler Hersteller untersucht hat – darunter Branchengrößen wie der VW-Konzern, Stellantis, General Motors, Toyota und die deutschen Premiummarken BMW sowie Mercedes.

Pro verkauftem Fahrzeug sank das durchschnittliche EBIT der Konzerne im ersten Halbjahr von 1409 auf nur noch 1187 Euro. EBIT („Earnings Before Interest and Taxes“) ist der Gewinn vor Zinsen und Steuern, also das operative Ergebnis. In Summe sank der Wert um 17,5 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro. Interessant: Demgegenüber steht ein nur relativ kleines Umsatzminus von 1,4 Prozent. Bei vielen Herstellern verschlechtert sich sowohl die operative Ergebnisleistung je Auto als auch die Profitabilität im Verhältnis zum Umsatz. Studienleiter Stefan Bratzel: „Die Schere zwischen Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist das eigentliche Alarmsignal des ersten Halbjahrs. Wenn das EBIT zwölfmal so stark einbricht wie der Umsatz, dann verliert die Branche nicht Marktanteile, sondern Ertragskraft – und das ist strategisch gefährlich.“

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Das Dilemma wird deutlich: Die Gefahr liegt nicht in einer vorübergehenden Delle in der Bilanz, sondern in der langfristigen Fähigkeit, Gewinne zu erzielen. Die Hauptursache sieht das CAM im hohen Wettbewerbsdruck in China. Für mehrere westliche und japanische Hersteller ist die Ertragsschwäche in China der wichtigste einzelne Belastungsfaktor. Die angelaufene Exportoffensive der Asiaten trägt diesen Druck nun auch in die Heimatmärkte der Hersteller. Das spüren auch BMW und Mercedes, die mit 3142 und 4122 Euro pro verkauftem Auto noch relativ gut abschneiden. Höhere Zölle, Aufwendungen für die technische Transformation und schwindendes Käuferinteresse verschlechtern den Branchendurchschnitt.

Studienleiter Bratzel prognostiziert: „Entscheidend wird künftig weniger die reine Absatzgröße sein als die Fähigkeit, Komplexität zu reduzieren, Kosten zu kontrollieren und technologisch attraktive Fahrzeuge mit ausreichender Preisdurchsetzung anzubieten.“ Eine Schlussfolgerung, die auch für andere Branchen gilt. Mercedes ist derzeit mit einer EBIT-Marge von 5,4 Prozent relativ gut unterwegs. Den besten Schnitt allerdings macht ein Hersteller, den die wenigsten auf dem Radar haben dürften: Der japanische Kleinwagenspezialist Suzuki erreicht mit 10,1 Prozent die mit Abstand höchste Marge der untersuchten Hersteller.

Ihr Stefan Miete