VW-Ford-Allianz: E-Auto/Leichte Nutzfahrzeuge Fords MEB-Auto kommt 2023

von Christina Finke 19.02.2021

Die VW-Ford-Allianz kooperiert beim Bau leichter Nutzfahrzeuge sowie in den Bereichen Elektromobilität und autonomes Fahren. Fords E-Auto auf Basis des Modularen Elektrifizierung-Baukastens (MEB) von VW wird ab 2023 in Köln produziert. Dieser Artikel wurde am 18.02.2021 aktualisiert.

Als Teil der VW-Ford-Allianz wird das erste Ford-Modell auf Basis des Modularen Elektrifizierungs-Baukastens (MEB) von Volkswagen ab 2023 in Köln vom Band laufen. Das hat Ford im Februar 2021 verkündet. Dafür investiert der Autobauer eine Milliarde US-Dollar (rund 830 Millionen Euro) in den Standort, um ihn "zu modernisieren und zu verwandeln in das Kölner Ford-Elektrifizierung-Zentrum". Etwa 160 Mitarbeiter:innen sollen dort beschäftigt werden, später sogar 220. Die werden auch nötig sein, um die ambitionierten Pläne der US-Amerikaner:innen stemmen zu können: Vom E-Auto auf MEB-Basis soll bereits im ersten Jahr 600.000 Exemplare abgesetzt werden. Darüber hinaus wird die Möglichkeit geprüft, ein weiteres E-Auto in Köln zu fertigen. Ab 2026 sollen alle Pkw-Modelle der Marke mit mindestens einer elektrischen oder Plug-in-Hybrid-Option angeboten werden. Ab 2030 wird Ford nur noch rein elektrische Fahrzeuge im Pkw-Angebot haben.

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VW-Ford-Allianz: Produktion des MEB-Ford in Köln

Vor allem in den Bereichen Elektromobilität und autonomes Fahren wollen Ford und VW ihre Zusammenarbeit vertiefen. Die Planungen der VW-Ford-Allianz sehen vor, dass im ersten Schritt drei Projekte in den Bereichen der Elektrifizierung und der leichten Nutzfahrzeuge realisiert werden. Unter anderem soll Ford ein E-Auto für den europäischen Markt anbieten, bei dem der Modulare Elektrifizierungs-Baukasten von VW als Grundtechnologie zum Einsatz kommt. Außerdem kündigte VW an, dass Ford einen mittelgroßen Pick-up entwickle, der von VW-Nutzfahrzeuge (VWN) in ausgewählten Marken entsprechend adaptiert wird. Darüber hinaus plane VWN einen Stadtlieferwagen und Ford einen "Transporter im Ein-Tonner-Segment". Die ersten Modelle sollen voraussichtlich 2022 auf den Schlüsselmärkten eingeführt werden. Ziel der Kooperation ist es, beim Bau leichter Nutzfahrzeuge Kosten zu sparen. Außerdem könnten sich die Autokonzerne die Ausgaben für Forschung und Entwicklung teilen. Auch Werke könnten zukünftig besser ausgelastet werden. Beide Konzerne gehen davon aus, dass die Nachfrage nach mittelgroßen Pickups und Transportern weltweit weiter steigen wird. Operative Ergebnisverbesserungen erwarten die beiden Autokonzerne ab 2023.

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VW-Ford-Allianz bei E-Autos, leichten Nutzfahrzeugen & autonomen Fahren

Herbert Diess (VW) und Jim Hackett (Ford) hatten Mitte Juli 2019 außerdem bestätigt, dass die Autokonzerne gemeinsam in Argo AI investieren werden. Dessen Self-Driving System (SDS) ist das erste System für autonomes Fahren, das in Europa und in den USA gleichermaßen kommerziell eingesetzt werden soll. Beide Autobauer wollen das SDS in eigenen Fahrzeugen unabhängig voneinander nutzen und werden gleiche Anteile an dem auf autonomes Fahren spezialisierten Unternehmen erhalten. Der geschätzte Unternehmenswert von Argo AI steigt damit auf rund 7,25 Milliarden Dollar. Nicht vorgesehen bei der VW-Ford-Allianz ist die Kapitalverflechtung der beiden Unternehmen. Gesteuert wird die Kooperation über ein gemeinsames Leitungsgremium, das aus Führungskräften beider Unternehmen besteht und von den jeweiligen Vorstandsvorsitzenden geleitet wird.

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