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Tesla Model S Facelift (2016): Preis & Reichweite Das kostet das Model S

von Alexander Koch 15.04.2020
Inhalt
  1. Preis & Reichweite des Tesla Model S Facelift (2016)
  2. Rekordversuch: Tesla Model S Plaid auf dem Nürburgring
  3. Crashtest-Ergebnis des Tesla Model S Facelift (2016)
  4. Tesla Model S Facelift (2016) mit Reichweitenrekord

Nachdem das Tesla Model S Facelift (2016) im Frühjahr 2019 mehr Reichweite und eine höhere Ladeleistung bekommen hat, greift man nun mit dem neuen "Plaid"-Antrieb nach dem Nürburgring-Rekord. Das sind die Preise!

Das Tesla Model S Facelift (2016) ist seit Mitte Juli 2019 nicht mehr in der günstigeren Einstiegsvariante verfügbar – und somit nur noch in zwei Versionen Long Range und Performance erhältlich. Der Basispreis für die Baureihe steigt damit auf mindestens 86.800 Euro an. Dafür gibt es die Long-Range-Version mit 100-kWh-Batterie und bis zu 610 Kilometer Reichweite nach der neuen WLTP-Norm. Auch die Performance-Variante mit 590 Kilometer Reichweite ist teurer geworden: Los geht es ab 102.700 Euro – dafür ist aber der bislang optionale "Ludicrous Mode" für maximale Beschleunigung bereits ab Werk aktiviert. Erst im Frühjahr 2019 hatten alle Modelle des Tesla Model S Facelift (2016) überarbeitete Motoren erhalten, mit denen das Elektroauto gut zehn Prozent mehr Reichweite erhielt. Dank verbesserter Leistung und Drehmoment fahren Standard-Range- und Long-Range-Version seitdem auch schneller aus dem Stand auf Tempo 100. Die Long-Range-Variante benötigt 3,8 Sekunden für den Standardsprint, die Performance-Version 2,6 Sekunden. Außerdem kamen verkürzte Ladezeiten im Zuge der Überarbeitung hinzu. Alle Modelle des Tesla Model S Facelift (2016) verfügen über einen Dual-Motor-Allradantrieb.

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Geschichte Teslas im Video:

 
 

Preis & Reichweite des Tesla Model S Facelift (2016)

Das Tesla Model S Facelift (2016) ist es eines der ganz wenigen E-Autos dieser Größe auf dem Markt. Gegen ein Aufpreis von 4400 Euro bietet der US-Amerikaner sogar eine dritte Sitzreihe an, die aber den 894 Liter fassenden Stauraum erheblich einschränkt. Der Autopilot, der automatisches Lenken, Beschleunigen und Bremsen unter Berücksichtigung von Fahrzeugen und Fußgängern auf seiner Spur ermöglicht ist kostenlos. Wer zusätzlich das Funktionspaket für autonomes Fahren an Bord haben will, zahlt derzeit 6.300 Euro extra. Keinen Aufpreis kostet der charakteristische wie riesige 17-Zoll-Touchscreen als zentrales Steuerelement im Armaturenbrett. Es verfügt über Internet-Anbindung und ermöglicht WiFi-Hotspots für die Passagiere. Darüber lässt sich das Tesla Model S Facelift (2016) mit zahlreichen weiteren Optionen ausstatten: Unter anderem sind HEPA-Luftreinigungsfilter, LED-Kurvenlicht sowie -Nebelscheinwerfer und ein Kaltwetter-Paket erhältlich. Ein Hochstrom-Ladegerät gibt es für 1700 Euro plus Aktivierungspauschale von 2100 Euro. Sind die Akkus leer, lässt sich das Tesla Model sowohl über die 230V-Wechselstrom-Steckdose als auch am Tesla-Supercharger – hier in nur 75 Minuten – aufladen. Letzterer ist seit Januar 2017 für Neukunden nicht mehr kostenfrei, die nur noch ein Guthaben von 400 kWh erhalten. Die anschließende Gebühr soll laut Tesla aber unter dem Preis für die Tankfüllung eines Autos mit Verbrenner liegen. Mehr zum Thema: Das kostet der Tesla-Supercharger

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Tesla Model S: Nürburgring-Rekordversuch
Die Modifikationen für den Rekordversuch am Nürburgring sind umfangreich. Foto: CarPix
 

Rekordversuch: Tesla Model S Plaid auf dem Nürburgring

Wie Elon Musk bei Twitter bestätigt hat, wird das Tesla Model S Facelift für einen Rekordversuch auf den Nürburgring geschickt. Mutmaßlicher Auslöser ist die Rekordfahrt des ebenfalls elektrischen Porsche Taycan, der die Nordschleife in 7:42 Minuten umrundet hat. Erste Fotos zeigten ein Model S bei Abstimmungsfahrten im Herbst 2019. Größere Räder, Kotflügelverbreiterungen sowie vergrößerte Kühlöffnungen an der Front zeugen von der Ernsthaftigkeit, mit der die Tesla-Mannschaft das Projekt "Nordschleife" angeht. Gerüchten zufolge sollen auf den mächtigen Felgen Michelin Pilot Sport Cup 2 R sitzen – Semislicks, die man eher selten auf Elektrofahrzeugen aus Kalifornien findet. Das Tesla Model S soll übrigens als Siebensitzer den Rekordversuch am Nürburgring absolvieren, wie Musk unlängst über Twitter verkündete. Dort nannte Tesla auch erste Zahlen: Denen zufolge umrundete das Vorserien-Model S die Nordschleife in rund 7:20 Minuten. Angetrieben wird der am Nürburgring gesichtete Prototyp des Model S von dem neuen, dreimotorigen "Plaid"-Antrieb. Der Produktionsstart für das Serienmodell ist für Oktober oder November 2020 geplant. Kosten soll die stärkste Model-S-Variante Elon Musk zufolge "mehr als unser aktuelles Angebot, aber weniger als die Konkurrenz" , womit er wohl auf den Porsche Taycan anspielt. Der ist zu Preisen ab 152.136 Euro zu haben. Man darf wohl davon ausgehen, dass das Tesla Model S Plaid als Serienmodell zum Nürburgring zurückkehrt, um den Rekord endgültig und mutmaßlich auch ganz offiziell in den Asphalt zu brennen.

Tesla Model S im IIHS-Crashtest (Video):

 
 

Crashtest-Ergebnis des Tesla Model S Facelift (2016)

In puncto Sicherheit bietet das Tesla Model S Facelift (2016) ausreichend Schutz, was sich in fünf das im Euro-NCAP-Crashtest niederschlug. Im IIHS-Test, dem Crashtest des US-Versicherungsinstituts für Autobahnsicherheit, bekommt das Model S jedoch nur die zweitbeste Note. Und dabei ist es schon der zweite Anlauf. Bereits im ersten Test schrammte der Stromer iknapp am begehrten "Top Safety Pick+" vorbei. Zwar überzeugte das Tesla Model S in den meisten Test-Kategorien mit guten Wertungen, erhielt beim Front-Seitwärts-Aufprall aber nur nur eine ausreichende Bewertung. Messungen am Dummie zeigten, dass in diesem Fall Verletzungen am Kopf, sowie am rechten Bein möglich wären, würde der simulierte Crash tatsächlich so stattfinden. Beim zweiten Anlauf war es vor allem der Sicherheitsgurt, der nicht überzeugen konnte: Beim Small Overlap Crashtest, der einen Unfall mit einem Baum oder einer Laterne bei 65 km/h simuliert, schlug der Kopf des Fahrers trotz Sicherheitsgurt gegen das Lenkrad. Die Kindersitzverankerung schnitt mit der drittbesten von vier möglichen Bewertungen ebenfalls schlecht ab. Die Frontscheinwerfer des Tesla Model S Facelift (2016)  wurden mit der schlechtesten Wertung versehen. Mehr zum Thema: Gutachten zum Tesla-Autopiloten

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Tesla Model S Facelift (2016) mit Reichweitenrekord

Was Tesla-Chef Elon Musk schon immer behauptet hatte, stellt das Tesla Model S Facelift (2016) tatsächlich unter Beweis: 2017 stellten fünf Mitglieder eines italienischen Tesla-Clubs den Rekord von 1078 Kilometer Reichweite mit einem Tesla Model S P100D auf. Zu diesem Rekord gratulierte ihnen sogar Tesla-CEO Elon Musk via Twitter. 2018 übertraf die Autovermietung Nextmove die Reichweite der Italiener sogar und fuhr 1128 Kilometer mit nur einer Aufladung. Für die Rekordfahrt nutzte das Nextmove-Team die Dekra-Teststrecke am Lausitzring. Sie fuhren das Model S für 31 Stunden mit einer Geschwindigkeit von genau 38 km/h. Dabei wechselten sich fünf Fahrer alle ein bis vier Stunden ab. Um Energie zu sparen, war weder Klimaanlage noch Radio in Betrieb. Um die knapp 30 Grad Außentemperatur aushalten zu können, mussten die Fahrer kurzzeitig die Fenster des Fahrzeugs öffnen. Zeitweilig übernahm der Tesla-Autopilot das Steuer. Die Geschwindigkeit regelte durchgehend der Tempomat. Die anstrengende Aktion auf der Jagd nach dem Reichweitenrekord wird auch "Hypermiling" genannt. Dabei kommt es nicht auf eine realistische, sondern nur auf die effizienteste Fahrweise an. Das Tesla Model S 100D, das für den Rekord zum Einsatz kam beschleunigt in 4,1 Sekunden auf 60 mph (96 km/h). Nach Angaben des Herstellers erzielt das Tesla Model S Facelift (2016) bei einem Tempo von 100 km/h eine Reichweite von 594 Kilometern.

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