Sebastian Vettel: Von Ferrari zu Aston Martin Vettel heuert bei Aston Martin an

von Gregor Messer 24.09.2020

Sebastian Vettels Zukunft in der Formel 1 ist gesichert: Der Heppenheimer unterschrieb nach seinem Ende bei Ferrari nun einen mehrjährigen Vertrag bei Racing Point. Das Team wird ab 2021 den Namen Aston Martin tragen.​

Sebastian Vettels Odyssee hat mit der offiziellen Bestätigung des Wechsels zu Aston Martin ein Ende. Seit Ferrari im Mai 2020 verkündet hatte, mit Vettel nach Saisonende nicht länger zusammenarbeiten zu wollen, rankten sich Spekulationen um die Zukunft des 32-Jährigen. Schnell war klar, dass die Türen der meisten Top-Teams in der Formel 1 zu sind. Mercedes, Red Bull, McLaren und auch Alpha Tauri boten keinen Platz, bei Renault kehrt Alt-Champion Fernando Alonso zurück. Nun also der Deal mit dem Team, in dem der Vater von Junior Lance Stroll Mehrheitseigner ist. Vettels Verpflichtung bringt Lawrence Stroll und dem neuen Aston Martin-Team von Beginn an große zusätzliche Publicity. "Ich freue mich, dass ich endlich diese aufregenden Neuigkeiten zu meiner Zukunft mitteilen kann", sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister, "ich bin ausgesprochen stolz, dass ich ab 2021 Aston Martin-Pilot sein werde. Für mich ist es ein neues Abenteuer mit einer echt legendären Automarke." Die Racing Point-PR-Abteilung legte Vettel noch die üblich netten Floskeln in den Mund: "Ich bin sehr beeindruckt von den Ergebnissen, die das Team in dieser Saison erzielt hat. Und ich glaube, die Zukunft sieht noch rosiger aus." Und weiter: "Die Energie und Entschlusskraft, die Lawrence Stroll in die Formel 1 steckt, gibt mir Hoffnung und Zuversicht. Ich glaube, wir können gemeinsam Großes schaffen." Der 53-malige Grand Prix-Sieger betonte erneut, wie sehr er für die Formel 1 noch immer brennt, schiebt aber nach: "Meine einzige Motivation ist es, an der Spitze des Feldes mitzufahren." Das könnte mit dem neuen Reglement, das unter anderem die aerodynamische Weiterentwicklung der Top-Teams begrenzt und schwächeren Teams mehr Vorteile lässt, durchaus passieren. Vettels Zukunft bei Aston Martin wird es zeigen. Mehr zum Thema: Der aktuelle Stand der Formel-1-Saison 2019

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"Jeder an unserer Teambasis in Silverstone freut sich riesig über diese News", sagte Aston Martin-Teamchef Otmar Szafnaur, "Sebastian hat als Weltmeister alles bewiesen und bringt einen Siegeswillen mit, der perfekt zu unseren Ambitionen als künftiges Aston Martin-Team passt. Sebastian zählt zu den absolut Besten, und ich kann mir keinen besseren Fahrer vorstellen, der uns helfen wird, das Team auf ein neues Level zu heben. Dabei wird er eine besonders wichtige Rolle spielen." Für Sergio Pérez, der sich noch unlängst absolut sicher war, einen gültigen Vertrag mit Racing Point für die kommende Saison zu besitzen, dürfte seine Formel-1-Karriere nach  zehn Jahren in der Königsklasse – sieben davon mit Racing Point, beziehungsweise dessen Vorgänger Force India – beenden. Schwache Optionen wären bei Haas und Sauber zu finden, beide Teams müssen ihre Fahrer für 2021 noch verkünden. Den 30-jährigen Mexikaner, der in bislang 182 Grands Prix achtmal auf dem Podest stand, dürfte es in die US-IndyCar-serie ziehen.

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