Brexit: Nissan verlegt SUV-Produktion Neuer X-Trail wird in Japan gebaut

von Christina Finke 14.03.2019

Eigentlich wollte Nissan sein SUV X-Trail im Werk Sunderland in Nordengland bauen lassen, doch wird die Produktion nun nach Japan verlegt. Das liegt auch am bevorstehenden Brexit.

Nissan lässt den neuen X-Trail nicht wie ursprünglich geplant in Großbritannien bauern, sondern verlegt die Produktion seines SUV-Flaggschiffs für den europäischen Markt nach Japan – auch wegen des bevorstehenden Brexits. Nissans Europa-Chef Gianluca de Ficchy gab an, die Entscheidung sei aus "unternehmerischen Gründen" gefällt worden. Da der X-Trail für andere Märkte bereits in Japan gefertigt werde, könnten so die Investitionskosten verringert werden. "Die anhaltende Unsicherheit rund um die künftigen Beziehungen Großbritanniens zu der EU hilft Unternehmen nicht, für die Zukunft zu planen", fügte de Ficchy jedoch hinzu. Sowohl für die Produktion als auch den Verkauf von Autos ist der freie Handel zwischen EU-Staaten eine wichtige Voraussetzung. Im Falle des Brexit würden Zölle die Lieferung von Bauteilen teurer machen und Grenzkontrollen könnten Lieferprozesse verzögern. Mehr zum Thema: Aktuelle Meldungen aus dem Renault-Nissan-Konzern

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Nissan X-Trail (2017) im Video:

 
 

Nissan verlegt SUV-Produktion wegen Brexit nach Japan

Nicht nur der Nissan X-Trail soll zukünftig im japanischen Werk in Kyushu statt im nordenglischen Sunderland produziert werden. Der japanische Autobauer hat außerdem das Aus für die Fertigung von Infiniti-Modellen in Großbritannien bekannt gegeben. Derzeit rollen in der bisher größten Produktionsanlage des Konzerns in Europa die Modelle Q30 und QX30 vom Band – Mitte 2019 ist auch damit Schluss. Als Grund hierfür gibt Nissan die weltweite Umstrukturierung des Unternehmens an. Derzeit sind fast 7000 Menschen im Nissan-Werk in Sunderland beschäftigt, mehr als eine halbe Million Autos werden pro Jahr hier produziert – was fast einem Drittel der gesamten Fahrzeug-Produktion Großbritanniens entspricht. Bereits im Jahr 2018 hatte es wegen der sinkenden Nachfrage nach Diesel-Modellen Kürzungen in dem nordenglischen Werk gegeben: Hunderte Menschen verloren ihren Job. Die Produktion der nächsten Generationen des Juke und des Qashqai sollen von dem X-Trail-Abzug nicht betroffen sein. Die Belegschaft im nordenglischen Sunderland genieße weiterhin das volle Vertrauen Nissans. Mehr zum Thema: So fährt die A-Klasse von Infiniti

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