Neuer Lexus RX L (2018): Erste Testfahrt Den langen RX angetestet

von Thomas Geiger 07.06.2018

Der neue Lexus RX L (2018) folgt dem Trend der Siebensitzer. Wir haben die L-Version des japanischen SUV einer ersten Testfahrt unterzogen. So schlägt sich das Plus von elf Zentimetern mehr Länge! 

Die Toyota-Tochter hat auf Druck aus Asien und Amerika den großen Lexus RX L (2018) ins Portfolio aufgenommen und verkauft den feinen Geländegänger ab einem Preis von 67.000 Euro. Das L beim neuen Lexus RX L (2018) steht für einen Längenzuwachs von elf Zentimetern, die der japanische Autobauer ganz elegant am Heck angestückelt hat, ohne den Radstand zu ändern. So wächst der RX auf glatte fünf Meter und innen gibt es Platz für eine dritte Sitzreihe. Die verfügt über eigene Cupholder sowie eine separate Klimaanlage und lässt sich voll elektrisch aus dem Ladeboden fahren. Die Platzverhältnisse bleiben aber bescheiden. Wer es mit ein wenig gymnastischem Geschick tatsächlich durch die Tür und an der Lehne der zweiten Reihe vorbei geschafft hat, muss die Knie bis zu den Ohren ziehen, damit er sie überhaupt unterbekommt. Und gleichzeitig muss er den Kopf senken, wenn er nicht am Himmel schleifen will. Für Kleinkinder ist das ideal und der neue RX L wird so plötzlich zum feinen Pampersbomber. Aber jenseits des Grundschulalters taugen die Plätze sechs und sieben allenfalls als Gymnastik-Studio oder Strafbank. 

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Der Lexus RX L (2018) im Video:

 
 

Erste Testfahrt des neuen Lexus RX L (2018)

Der Kofferraum des neuen Lexus RX L (2018) wächst im besten Fall auf 1656 Liter. Bei sieben vollen Sitzen bleiben noch 176 Liter übrig (Fünfer-Bestuhlung: 591 Liter). Die Beinfreiheit in der zweiten Reihe lässt sich um 20 Zentimeter variieren und die Neigung der Lehne komfortabel verstellen. Die Sitzheizung verleiht dem Fond den Komfort einer Oberklasse-Limousine – nur mit besserem Blick nach draußen. Keinen Unterschied gibt es dagegen vorne. Weder für den Fahrer, weil der Radstand gleich ist und das bisschen Mehrgewicht keine Rolle spiel. Und auch nicht unter der Haube. Der neue Lexus RX L (2018) verfügt über ein hybrides Trio aus einem 3,5 Liter großen V6-Motor und zwei E-Maschinen, die über eine Pufferbatterie aus Nickel-Metall-Hydrid und eine stufenlose Automatik zusammengespannt sind. Der Antrieb kommt auf eine verheißungsvolle Systemleistung von 313 PS, aber man darf von diesem Teilzeitstromer nicht zu viel erwarten. 

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Neuer Lexus RX L (2018) als Plug-in-Hybrid

Anders als die Plug-in-Hybride der Konkurrenz surrt der neue Lexus RX L (2018) nur wenige hundert Meter elektrisch und auch nur bei mäßigem Tempo. Wenn man dem SUV die Sporen gibt, braucht es für den Sprint von 0 auf 100 trotzdem acht Sekunden und ist bei 180 Sachen außer Atem. Dafür liegt der Verbrauch bei mäßigen 5,9 Litern, die deutlich realistischer sind als die Eins-Komma-Irgendwas-Werte der Steckdosen-Hybriden aus Stuttgart & Co. Die Erwartungen an das neue Flaggschiff der SUV-Flotte bleiben in Europa aber bescheiden. In Amerika und Asien, wo der RX ohnehin schon ein Bestseller ist, wird die gestreckte Karosserie des neuen Lexus RX L (2018) den Erfolg noch verlängern. In Europa ruhen die Hoffnungen hingegen auf einem anderen Modell. Erst wenn im nächsten Jahr der kleine UX kommt, werden die Händler große Augen machen. 
 

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