VW Mikropixel-HD-Scheinwerfer: Technologie VW leuchtet weit in die Zukunft

von Sven Kötter 23.10.2018

VW zeigt, wie der aktuelle Stand der Forschung bei Lichttechnik und -design ist. Neue Lösungen (Mikropixel-HD-Scheinwerfer & Matrix-SBBR) sollen nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch neue Funktionen und erstmals Individualisierbarkeit bieten!

VW öffnet die Tore zu seinem Licht-Kompetenzzentrum in Wolfsburg und gibt Einblicke in den aktuellen Stand der Technik, was das Licht und sein Design angeht. Ingenieure und Designer arbeiten hier Hand in Hand um die neue Lichttechnik bestmöglich und sinnvoll einsetzen zu können. Sicherheit und Kommunikation sind die tragenden Säulen der Forschung. Nicht nur die Sicherheit der Passagiere soll durch besseres Licht erhöht werden, sondern auch die anderer Verkehrsteilnehmer. Parallel soll über Licht und Bildschirme in der Außenhaut die Kommunikation mit der Umwelt möglich werden, etwa bei der Warnung vor Staus. Die Wolfsburger stellen zur Visualisierung einen entsprechend umgerüsteten Tiguan vor. Gipfeln soll die Entwicklung in der intensiven Gestaltung und Nutzung des Extraterieurs. Darunter versteht man das Design des Umfeldes des Fahrzeugs. Das Zublinzeln des Fahrzeugs, wenn der Fahrer sich nähert mag noch eine Spielerei sein. Aber spätestens, wenn das Auto mit seinem Licht visualisieren kann, wohin es fährt oder ob ein Fußgänger erkannt wurde, erhöht es die Sicherheit der unmittelbaren Umgebung erheblich. Das Elektromodell I.D., das 2020 seinen Weg auf den Markt finden soll, wäre ein möglicher erster Kandidat für ein Fahrzeug mit speziell gestaltetem Extraterieur. Für die Visualisierung der Lichttechnik dient ein entsprechendes Modell. Mehr zum Thema: Lichttest vergleicht Techniken

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Die neue VW-Lichttechnik im Video:

 
 

Licht-Technologie & -Entwicklung: Mikropixel-HD-Scheinwerfer & Matrix-SBBR

Dank LED-Technik sind aktuelle Scheinwerfer und Rückleuchten ihren einfacheren Pendants aus der Vergangenheit schon heute haushoch überlegen. Baugröße, Vernetzung und künstliche Intelligenz ermöglichen bereits aktives Fahrlicht, das sich in Sekundenbruchteilen der Umgebung und anderen Verkehrsteilnehmern anpasst. VW verwendet schon heute Bremsleuchten, die ein zum normalen Fahrlicht abgewandeltes Design besitzen und sich nicht mehr nur über die Helligkeit definieren. Der nächste Schritt sind interaktive und frei konfigurierbare Leuchten, die Ladestände anzeigen oder auch Nachrichten abspielen können, etwa um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. VW nennt diese Technik Matrix-SBBR-Leuchten. In Kombination mit Mikrolinsen arbeitet man an einem "Optical Park Assist". Hier wird der Rangierweg auf die Fahrbahn projiziert, was besonders Fußgängern nützen soll, die so geplante Fahrmanöver besser wahrnehmen können. Eine ähnliche Technik will VW auch für die Scheinwerfer anbieten. So genannte Mikropixel-HD-Scheinwerfer können Informationen direkt auf die Straße projizieren und so den Fahrweg vorwegnehmen – beispielsweise in engen Baustellen ein großer Sicherheitsgewinn.

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