Mercedes und Geely: Joint Venture (Smart) Daimler kooperiert mit Geely

von Alexander Koch 24.07.2019

Die neue Generation der Mercedes-Tochter Smart entsteht im Joint Venture mit Geely in China. Wir erklären die Hintergründe der neu eingegangenen Kooperation!

Mit dem frisch unterzeichneten Joint Venture zwischen Mercedes und Geely soll der Daimler-Kleinwagenmarke Smart zu neuem Aufschwung verholfen werden. Die nächste Generation wird nämlich in einer neuen, von Geely für Smart gebauten Fabrik in China gefertigt. Das gaben die beiden Autobauer am Donnerstag, 28. März 2019, bekannt. Smart hat sich bereits vom Verbrenner verabschiedet und möchte neue Modellen ausschließlich elektrisch betreiben. Das zugehörige Gemeinschaftsunternehmen von Mercedes und Geely, mit je 50 Prozent der Anteilen, soll bis Ende 2019 gegründet werden. Dabei bringt Mercedes sowohl Marke als auch Konzept beziehungsweise Design von Smart ein, während Entwicklung und Produktion durch Geely vorangetrieben werden. Am bisherigen Smart-Standort Hambach (Frankreich) werden die aktuellen Smart-Modelle weitergebaut, ehe die Produktion der neuen Mercedes-Kompaktklasse unter dem elektrischen EQ-Label aufgebaut wird.

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Mercedes und Geely gründen Smart-Joint Venture

Das Joint Venture zwischen Mercedes und Geely war durchaus absehbar: Daimler selbst hatte bereits angekündigt, nach neuen Partnern für Smart zu suchen. Zuletzt bestand hier eine Kooperation mit Renault – bei den Franzosen baut der Twingo auf derselben Kleinwagen-Plattform auf. Darüberhinaus sank der Absatz von Smart um 4,6 Prozent auf 128.802 Fahrzeuge. Ziel der Kooperation mit den Chinesen ist es folglich, sowohl den Umstieg auf reine Elektromobilität als auch den Ausbau der Marke voranzutreiben – genauer: ein neues Kompaktklassemodell. Geely wiederum verspricht sich vom Joint Venture, seine Beteiligung an Mercedes – der chinesische Autobauer ist Anfang 2018 mit 9,7 Prozent bei Daimler eingestiegen – erfolgreich zu machen. Zuletzt hatten die beiden Autobauer eine Zusammenarbeit bei Fahrtenvermittlungen im Luxussegment in China vereinbart und auch dafür ein neues Gemeinschaftsunternehmen gegründet.

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