Geely & Daimler (Mercedes): Joint Venture Mercedes-Motoren aus China?

von Alexander Koch 19.11.2020

Das Joint Venture zwischen Geely und Daimler scheint über die Entwicklung und Produktion von Mercedes-Tochter Smart hinauszugehen. Wie im November 2020 bekannt wird, planen die Autobauer die gemeinsame Produktion von Motoren. Dieser Artikel wurde am 19.11.2020 aktualisiert.

 

Motorenproduktion von Geely und Daimler

Geely und Daimler vertiefen ihr Joint Venture: Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Konzern- und Branchenkreisen berichtet, planen die beiden Autobauer eine gemeinsame Motorenproduktion. Ab 2024 sollen gemeinsam pro Jahr Hunderttausende von Ottomotoren entstehen. Die Entwicklungshoheit für Aggregate, die mit Benzin, künstlichem Sprit (E-Fuel) oder Wasserstoff laufen, solle bei Daimler liegen. Die Produktion erfolge sowohl in China als auch bei Mercedes in Europa. Hauptziel der Zusammenarbeit sei eine Kosteneinsparung im dreistelligen Millionenbereich. Es bleiben allerdings Fragen offen, ob das Motorenwerk Untertürkheim unter den Sparmaßnahmen leiden und wie die Kooperation mit Renault, das Mercedes bereits diverse Motoren stellt, künftig aussehen wird. Medienberichten zufolge soll die Vereinbarung zur gemeinsamen Motorenproduktion zwischen Daimler und Geely noch 2020 unterzeichnet werden.

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Geely und Mercedes: Joint Venture für Smart

Mit dem 2019 geschlossenen Joint Venture zwischen Daimler und Geely soll der Mercedes-Kleinwagenmarke Smart zu neuem Aufschwung verholfen werden. Die nächste Generation wird nämlich in einer neuen, von Geely für Smart gebauten Fabrik in China gefertigt. Das gaben die beiden Autobauer im März 2019 bekannt. Smart hat sich bereits vom Verbrenner verabschiedet und möchte neue Modellen ausschließlich elektrisch betreiben. Dabei bringt Mercedes sowohl Marke als auch Konzept beziehungsweise Design von Smart ein, während Entwicklung und Produktion durch Geely vorangetrieben werden. Die Kooperation zwischen Daimler und Geely war durchaus absehbar: Mercedes hatte angekündigt, nach neuen Partnern für Smart zu suchen. Zuletzt bestand hier eine Kooperation mit Renault – bei den Franzosen baut der Twingo auf derselben Kleinwagen-Plattform auf. Ziel der Kooperation mit den Chinesen ist es folglich, sowohl den Umstieg auf reine Elektromobilität als auch den Ausbau der Marke voranzutreiben – genauer: ein neues Kompaktklassenmodell. Geely wiederum verspricht sich vom Joint Venture, seine Beteiligung an Mercedes – der chinesische Autobauer ist Anfang 2018 mit 9,7 Prozent bei Daimler eingestiegen – erfolgreich zu machen.

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