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Autofreie Innenstadt: Hamburg/Berlin/Bielefeld Superblocks bald auch in Berlin und Hamburg?

AUTO ZEITUNG 27.06.2022
Inhalt
  1. Initiativen für Superblocks in Berlin und Hamburg
  2. Tests zu autofreier Innenstadt: Bielefeld, Köln, Münster & Hannover
  3. Initiative "Volksentscheid Berlin autofrei" fordert autofreie Innenstadt
  4. Berlin & Leipzig: Internationaler autofreier Tag & Europäische Mobilitätswoche

Haben wir in Zukunft autofreie Innenstädte? Initiativen wie "Volksentscheid Berlin autofrei" fordern deutlich weniger Autoverkehr in Ballungsgebieten. So werden in Berlin und Hamburg sogenannte "Superblocks" nach dem Vorbild in Barcelona diskutiert. Eine Übersicht!

 

Initiativen für Superblocks in Berlin und Hamburg

Die Projekte "#Kiezblock" des Vereins Changing Cities in Berlin und "Superbüttel" der Kampagne Kurs Fahrradstadt in Hamburg haben das Ziel, Autos aus Wohnvierteln zu verbannen. Vorbild sind in beiden Fällen die sogenannten Superblocks der spanischen Stadt Barcelona. Die Idee: Einzelne Häuserblöcke werden zu einem autofreien Block zusammengefasst, in dem es keinen Durchgangsverkehr gibt. Der Verkehr wird um die Superblocks herumgeleitet und auf den freien Straßen innerhalb der Wohnviertel sollen Freizeit- und Grünflächen sowie Begegnungsstätten entstehen. Anwohner:innen sollen ihre Autos in Quartiersgaragen außerhalb der Superblocks abstellen können, wie die Initiative "Superbüttel" vorschlägt oder nach dem Plan von #Kiezblock nur langsam in den Blöcken bewegen dürfen. Das Unternehmen Cities for Future aus Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Städte und Gemeinden dabei zu unterstützen, Superblocks in die Realität umzusetzen. Ihr Ansatz: Wohnblöcke von rund 400 mal 400 Metern zusammenzufassen und darin eine Geschwindigkeitsbegrenzung von zehn km/h zu verhängen. "Fußgänger und Radfahrer haben in den Superblocks Priorität, der Autoverkehr ist nur Gast", so die Aussage des Unternehmens. Ob und wann die verschiedenen Projekte zu autofreien Abschnitten in Hamburg und Berlin umgesetzt werden könnten, ist unklar. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Tests zu autofreier Innenstadt: Bielefeld, Köln, Münster & Hannover

Mehrere Kommunen haben im Sommer 2021 eine autofreie Innenstadt getestet. Vorreiter war Bielefeld, wo der Stadtrat mit der Mehrheit von SPD, Grünen und Linken einen Test der autofreien Altstadt beschlossen hat. Ab Juni 2021 bis Anfang 2022 waren viele Straßen im Stadtkern für Autoverkehr gesperrt. Parkflächen wichen für eine Ausweitung der Außengastronomie. Im Vorfeld wurden allerdings auch einige Bedenken geäußert. Auch in Reihen von CDU und FDP gab es kritische Stimmen, etwa bei der Frage der Anbindung von Parkhäusern und bei der drohenden Überlastung von Nebenstraßen. Anfang 2022 erfolgte eine Auswertung der Testphase. In Köln wurde Mitte 2021 ein weiterer Abschnitt der Zülpicher Straße autofrei umgestaltet. Betroffen ist die Zülpicher Straße zwischen Hohenstauffenring und Roonstraße, wo bis dahin Autos, Straßenbahnen, Radfahrer:innen und Fußgänger:innen den Verkehrsraum nutzen. Auch in Münster und Hannover gibt es Tests für autofreie Abschnitte in den Innenstädten. Andere Städte wie Erfurt beschränken den Verkehr in der Innenstadt konsequent auf Anwohner:innen. In Hamburg derweil darf der zentrale Jungfernstieg seit Oktober 2020 nur noch von Fahrrädern, Bussen, Taxis und Lieferwagen befahren werden. Wuppertal hat sich vorgenommen, die autofreie Innenstadt bis 2027 zu verwirklichen.

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Initiative "Volksentscheid Berlin autofrei" fordert autofreie Innenstadt

Weil trotz der großen Auswahl an Verkehrsmitteln der Autoverkehr in Berlin immer noch das Stadtbild bestimmt, setzt sich die Initiative "Volksentscheid Berlin autofrei" für eine autofreie Innenstadt ein. Konkret fordert sie "deutlich weniger Autoverkehr innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings" ein und strebt einen Volksentscheid an. Dazu hat die Initiative bereits einen Gesetzentwurf "für gemeinwohlorientierte Straßennutzung" bei der Senatsverwaltung zur Kostenschätzung eingereicht. Demnach soll möglichst ab 2027 Autoverkehr nur noch zugelassen werden, sofern er "notwendig" ist und Privatfahrten müssten künftig über ein Online-Portal beantragt werden. Im Innenstadtbereich dürften dann nur noch Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, Post, Straßenreinigung und Müllabfuhr sowie Diplomat:innen unterwegs sein. Der Entwurf sieht konkret vor, dass Berliner Bürger:innen pro Jahr nur noch zwölf private Autofahrten pro Jahr im Bereich des S-Bahn-Rings unternehmen dürfen. Später soll die Zahl sogar nochmals auf sechs Fahrten reduziert werden. Die Initiative "Volksentscheid Berlin autofrei" besteht laut eigenen Angaben "sowohl aus leidenschaftlichen Radfahrer:innen als auch aus Menschen, die gerne zu Fuß gehen oder Berlins gut ausgebauten Nahverkehr nutzen". Bis zur Umsetzung des Vorhabens ist es allerdings noch ein langer Weg: Ein Termin für den Volksentscheid, bei dem die Berliner:innen über die Umsetzung des Gesetzes abstimmen sollen, ist für 2023 angepeilt. Damit es so weit kommt, müssen zudem 20.000 Unterschriften von Unterstützer:innen gesammelt werden.

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Berlin & Leipzig: Internationaler autofreier Tag & Europäische Mobilitätswoche

Jedes Jahr am 22. September findet der Internationale autofreie Tag statt, an dem zur Beschleunigung der Verkehrswende aufgerufen wird. 2020 beteiligte sich Berlin an der Aktion und sperrte in diesem Zuge 24 Straßenabschnitte in acht Bezirken von 14 bis 18 Uhr für den Autoverkehr und richtete hier temporäre Spielstraßen ein. Für die Organisation sind die Senatsverkehrsverwaltung, die jeweiligen Bezirke und darüber hinaus auch Initiativen wie das "Bündnis Temporäre Spielstraßen" verantwortlich. Darüber hinaus erhielten alle Nutzer:innen des öffentlichen Nahverkehrs am internationalen autofreien Tag Rabatte auf ihre Fahrscheine. Auch die Stadt Leipzig will einen autofreien Tag einführen: Mit der Teilnahme an der Europäischen Mobilitätswoche 2021 sperrt die Stadt für einen Samstag oder Sonntag – die Entscheidung steht noch aus – den Innenstadtring sowie die komplette Innenstadt für Autos. Im Gegenzug soll der Oberbürgermeister Leipzigs mit den Leipziger Verkehrsbetrieben über eine kostenlose Bus- und Bahnnutzung an diesem Tag verhandeln.

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