Ford Fiesta: Kaufberatung Welcher Ford Fiesta soll es sein?

von Klaus Uckrow 14.11.2017
Inhalt
  1. Kaufberatung zum neuen Ford Fiesta 
  2. Modernstes Infotainment mit SYNC 3
  3. Fahrerassistenzsysteme: Viel Sicherheit
  4. Individuelle Styling-Pakete ab Werk
  5. Benziner und Diesel für jeden Anspruch

Mit der neuen Generation wird der Ford Fiesta personalisierbarer als je zuvor. Unsere Kaufberatung zeigt die Motoren, Ausstattungen und Möglichkeiten zur Individualisierung im Überblick.

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen man bei einem Neuwagen höchstens über die Außenfarbe und eine knappe Liste mit wichtigen Ausstattungsoptionen entscheiden konnte. Individualität hat sich in den letzten Jahren klassenübergreifend zu einem wichtigen Verkaufsargument entwickelt – besonders im umkämpften Kleinwagensegment. Mit dem neuen Fiesta zeigt Ford in unserer Kaufberatung nun eindrucksvoll, was heute möglich ist: zwei Karosserievarianten, fünf Ausstattungen mit spezifischen Design-Merkmalen, sieben Motoren und nicht weniger als 25 verschiedene Ausstattungs- sowie Styling-Pakete stehen für den kleinen Kölner zur Wahl. Den Einstieg für Preisbewusste markiert ab 12.950 Euro der Ford Fiesta Trend in Kombination mit dem 70 PS starken 1,1-Liter-Dreizylinder. Bereits das Basis-Modell ist dabei ab Werk ordentlich ausgestattet: Elektrisch einstellbare Spiegel sind hier ebenso an Bord wie ein Spurhalteassistent und eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Wie alle Fiesta verfügt auch das Einstiegsmodell über das Schlüsselsystem MyKey. Mit diesem frei programmierbaren Zweitschlüssel können besorgte Eltern beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit oder das Lautstärkeniveau des Audiosystems begrenzen. Wichtige Komfort-Optionen wie Klimaanlage und Radio sind im Fiesta Trend allerdings nur einzeln oder kombiniert im Cool & Sound Paket I für 1000 Euro Aufpreis erhältlich. Für die meisten Privatkunden dürfte das nächsthöhere und deutlich besser bestückte Ausstattungsniveau Cool & Connect (ab 14.900 Euro) mit Klimaanlage und Einparkhilfe hinten die sinnvollere Wahl darstellen, zumal hier bereits das zeitgemäße Ford Sync 3-Radio mit 6,5-Zoll-Touchscreen, Bluetooth-Anbindung und Sprachsteuerung verbaut ist und viele Extras zu deutlich günstigeren Konditionen angeboten werden. Der schickere, erst in Verbindung mit der 85 PS-Variante des 1,1-Liter-Motors erhältliche Fiesta Titanium hebt sich mit zusätzlichen Chrom-Applikationen, Leichtmetallfelgen, LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten, Sportsitzen vorn und Lederlenkrad von den einfacheren Modellen ab. Baureihenübergreifend werden übrigens 59 Prozent aller Ford-Modelle in den hochwertigen Ausstattungslinien wie Titanium verkauft – ein Trend, den der neue Fiesta fortsetzen soll.

Der Ford Fiesta ST im Video:

 
 

Kaufberatung zum neuen Ford Fiesta 

Noch vor dem Marktstart des leistungsstarken Fiesta ST übernehmen auch kleinere Motoren die Optik des sportlichen Top-Modells. Außen betont die mindestens 17.800 Euro teure ST-Line mit einem speziellen Body-Kit, Sportfahrwerk und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen ihre dynamische Herkunft, innen runden Alu-Pedale und ein unten abgeflachtes Sport-Lederlenkrad den Auftritt ab. Als einzige der konventionellen Fiesta-Versionen lässt sich die ST-Line mit dem 140 PS starken 1,0-Liter-EcoBoost kombinieren, der mit einem Verbrauch von 4,5 l S/100 km ab 20.900 Euro den Kompromiss zwischen Vernunft und Dynamik finden soll. Mit dem Modellwechsel führt Ford den Fiesta erstmals auch im eigenständigen Edel-Trimm Vignale (siehe Seite 78) ein. Die luxuriöse Top-Ausstattung ist aus vielen größeren Ford-Modellen bekannt und beschert dem Kleinwagen einen besonders exklusiven Auftritt mit speziellen Felgen und Stoßfängern sowie Teilledersitzen und einer reichhaltigen Komfort-Ausstattung. Außerdem erhalten Vignale-Kunden Zugang zu Dienstleistungen wie einer monatlichen Fahrzeugwäsche oder einem Hol- und Bringservice zur Werkstatt. Der Fiesta Vignale ist ab mindestens 20.600 Euro nur mit den kräftigen EcoBoost-Benzinern und den beiden Dieseln erhältlich.

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Modernstes Infotainment mit SYNC 3

Während der neue Fiesta beim Design ganz bewusst in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vorgängers tritt, verdeutlicht in unserer Kaufberatung besonders die Auswahl modernster Infotainment-Optionen den technischen Fortschritt. Nur das Basis-Modell Trend ist optional mit einem Radio mit konventionellem Farbdisplay lieferbar. Smartphones können hier komfortabel im MyFord Dock auf dem Armaturenbrett gelagert, geladen und per Bluetooth verbunden werden. Bereits ab Cool & Connect unterhält der Fiesta seine Fahrgäste mit dem neuen Ford SYNC 3 Infotainmentsystem. Besonders stolz sind die Entwickler auf die vielseitige Sprachsteuerung, die auch Sätze im Zusammenhang versteht. Das Touchscreen-Display auf der Mittelkonsole ist in zwei Größen mit 6,5 oder 8,0 Zoll Durchmesser erhältlich und erlaubt eine umfassende Smartphone-Anbindung via Apple CarPlay oder Android Auto. Gegen 200 Euro Aufpreis empfangen alle Systeme DAB-Digitalradio. Für Musikliebhaber bieten die Kölner zusätzlich ein neu entwickeltes Soundsystem von B&O PLAY mit zehn Lautsprechern und 675 Watt Leistung an. Der 100 Euro teure CD-Player im Handschuhfach beweist dazu, dass man auch bei Ford die Zukunft eher im Bereich Audio-Streaming sieht. Deutlich relevanter dürfte für viele Kunden das mit dem 8,0-Zoll-Touchscreen erhältliche Navigationssystem sein, das Verkehrsinformationen in Echtzeit in die Routenführung ein-bezieht und sich ebenfalls mit Sprachbefehlen einfach steuern lässt. Der Aufpreis ist für die höheren Ausstattungsniveaus mit 300 Euro verkraftbar.

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Fahrerassistenzsysteme: Viel Sicherheit

Bei aller Unterhaltung haben im Ford Fiesta verschiedenste Fahrerassistenzsysteme mit zwei Kamera-, drei Radar- und zwölf Ultraschall-Modulen das Wohl der Insassen und Fußgänger im Blick. Ohne Aufpreis beugt ein aktiver Spurhalteassistent möglichen Unachtsamkeiten vor und hilft mit gezielter Lenkunterstützung bei der Rückkehr auf die Fahrspur. Ein wirklich sinnvolles Extra ist dazu die adaptive Geschwindigkeitsregelung, die den Abstand zum Vordermann hält und notfalls bis zum Stillstand bremst. Der integrierte Pre-Collision-Assist erkennt bis zu einem Tempo von 80 km/h auch Passanten. Die Liste der Assistenten wird durch das 250 Euro teure Sicherheits-Paket inklusive Müdigkeitswarner, Verkehrszeichenerkennung und einer Fernlicht-Automatik sowie des extra erhältlichen Totwinkel-Assistenten abgerundet. Die Rundum-Überwachung der Fahrzeugumgebung nutzt auch der aktive Ein- und Ausparkassistent, der selbstständig in Längs- und Querparklücken manövrieren kann.

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Individuelle Styling-Pakete ab Werk

Erstmals konnten die Designer mit der neuen Fiesta-Generation individuelle Fronten und Innenraum-Details für alle verfügbaren Ausstattungsvarianten realisieren, sodass sich die einzelnen Versionen nun innen wie außen klar erkennbar voneinander unterscheiden. Wie unsere Kaufberatung zeigt, bekommen Kunden außerdem die Möglichkeit, den Innenraum ihres Fahrzeugs unter dem Label "STYLE YOUR FIESTA" mit Applikationen in neun verschiedenen Farben zu individualisieren. Die Preise bewegen sich je nach Umfang zwischen 150 und 800 Euro für das ST-Line Paket mit Teilleder-Sitzen. Dazu lassen sich Dach und Außenspiegelkappen optional in Kontrastfarben lackieren – allerdings nur, wenn man sich nicht für das großzügige, 890 Euro teure Panorama-Schiebedach entscheidet, das ebenfalls im neuen Fiesta Premiere feiert und als weiteres Feature aus höheren Fahrzeugklassen entlehnt ist. Zwölf Farbtöne stehen für die Karosserie zur Wahl, "Milano Grigio" ist dabei exklusiv dem Fiesta Vignale vorbehalten. Neben den Optik-Paketen hat Ford auch viele beliebte Ausstattungskombinationen in Paketen zusammengefasst. So finden sich in der Preisliste allein vier verschiedene Cool & Sound-Pakete verschiedenen Umfangs, die den Kunden zwar sinnvolle Preisvorteile bringen, aber gleichzeitig auch eine genaue Überlegung erforderlich machen. Bis auf die beiden Sicherheitspakete sind die gebündelten Ausstattungsoptionen auch einzeln und meist unabhängig von der gewählten Ausstattungslinie bestellbar.

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Benziner und Diesel für jeden Anspruch

Wie erwartet setzt Ford bei den Benzinmotoren, die einen Großteil der Verkäufe ausmachen werden, auf sparsame Dreizylinder-Aggregate. Die beiden Basis-Benziner mit 1,1 Liter Hubraum kommen ohne Turboaufladung aus und sind mit einem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert. Als sinnvolles Extra zur Verbrauchsreduzierung empfehlen wir die gegen 200 Euro Aufpreis erhältliche Start-Stopp-Automatik, die bei den übrigen Motoren – außer dem kleinen Diesel – serienmäßig verbaut wird. Deutlich spritziger gehen die beliebten, sechsmal in Folge mit dem "Engine of the Year"-Award ausgezeichneten EcoBoost-Turbobenziner ans Werk. Die 100-PS-Variante des Einliter-Motors ist als einzige Motorisierung optional auch mit einer Sechsstufen-Automatik erhältlich, bei den übrigen Versionen mit 125 und 140 PS werden die sechs Gänge per Hand geschaltet. Die beiden Top-Motoren sind ausschließlich mit den höherwertigen Ausstattungslinien kombinierbar. Kaufberatung: Wer seinen Fiesta häufig auf längeren Autobahnetappen einsetzt, sollte einen der Vierzylinder-Diesel mit 1,5 Liter Hubraum in Erwägung ziehen. Mit 15-Zoll-Sommerrädern und Start-Stopp erreicht die kleinere Variante mit 85 PS im EU-Zyklus Verbräuche von durchschnittlich nur 3,2 Liter Diesel auf 100 km. Gegenüber seinem Vorgänger wächst der neue Fiesta in der Länge um 71 und in der Breite um 13 Millimeter; der Radstand vergrößert sich auf 2493 Millimeter. So grenzt sich der Kleinwagen-Star deutlich vom neuen KA+ ab und bietet besonders den Passagieren in der zweiten Reihe unabhängig von der gewählten Karosserievariante mehr Platz und Beinfreiheit. Mit einer gelungenen Kombination aus farbenfroher Individualität, zeitgemäßer Sicherheit und praktischen Werten schlägt also auch die achte Generation des flinken Kölners erfolgreich die Brücke zwischen schickem Lifestyle-Accessoire und praktischem Begleiter im Auto-Alltag.

Alle verfügbaren Räder für den neuen Ford Fiesta sehen Sie hier:

Kaufberatung Ford Fiesta: Räder
Kaufberatung Ford Fiesta: Die Räder Alle Räder für den neuen Ford Fiesta

Ford Fiesta / Motoren
Benziner1,1*1,1*1.0 Ecoboost1.0 Ecoboost (Aut.)1.0 Ecoboost1.0 Ecoboost
Zylinder/Ventile3/43/43/4, Turbo3/4, Turbo3/4, Turbo3/4, Turbo
Hubraum1084 ccm1084 ccm998 ccm998 ccm998 ccm998 ccm
Leistung70 PS85 PS100 PS100 PS125 PS140 PS
Maximales Drehmoment110 Nm110 Nm170 Nm170 Nm170 Nm180 Nm
Austattung: Trend (Euro)13.15014.20015.10016.750--
Ausstattung: Cool & Connect (Euro)15.100-----
Ausstattung: ST-Line (Euro)-18.000---20.900
Ausstattung: Titanium (Euro)----19.400-
Ausstattung: Vignale (Euro)--20.60021.90021.85022.600
Ford Fiesta / Motoren
Diesel1.5 TDCi*1.5 TDCi
Zylinder/Ventile4/2, Turbodiesel4/2, Turbodiesel
Hubraum1499 ccm1499 ccm
Leistung85 PS120 PS
Maximales Drehmoment215 Nm270 Nm
Austattung: Trend (Euro)16.000-
Ausstattung: Cool & Connect (Euro)--
Ausstattung: ST-Line (Euro)--
Ausstattung: Titanium (Euro)-20.800
Ausstattung: Vignale (Euro)21.50023.350

* Inklusive Start-Stopp-System

von Klaus Uckrow von Klaus Uckrow
Unser Fazit

Mit dem neuen Fiesta folgen die Kölner Fordwerke dem Zeitgeist und entwickeln die Stärken des auch nach fast neun Jahren Bauzeit noch frisch wirkenden Vorgängers konsequent weiter. Die teilweise serienmäßigen Fahrerassistenzsysteme sind auf dem neuesten Stand der Technik angekommen, und besonders im Innenraum überzeugt die achte Generation durch einen zeitgemäßen Auftritt. Das Basis-Modell Trend lockt in unserer Kaufberatung zwar auf den ersten Blick mit dem günstigsten Grundpreis, der sich jedoch angesichts teurer Optionen relativiert – hier fährt man mit den höheren Ausstattungslinien, etwa dem attraktiven Sondermodell Cool & Connect, meist deutlich günstiger. Das neue B&O PLAY Sound-System bringt mit zehn Lautsprechern und 675 Watt hochwertigen Oberklasse-Flair ins Kleinwagen-Segment. Einzig der serienmäßige programmierbare Zweitschlüssel dürfte in manchen Elternhäusern für Diskussionsstoff sorgen.

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