FCA Verkauf Jeep, Alfa Romeo und Maserati: Gerücht Fiat will Jeep nicht verkaufen

von AUTO ZEITUNG 19.01.2018
Inhalt
  1. FCA hat kein Interesse am Verkauf von Marken
  2. Fiat-Chrysler: kein Verkauf von Maserati und Alfa
  3. Great Wall an FCA-Marke Jeep interessiert

Absatzprobleme in den USA, der Dieselskandal und Milliardenschulden bereiten Fiat-Chrysler (FCA) Probleme, deshalb könnte das Interesse des chinesischen Autobauers Great Wall Motor an Jeep gerade recht kommen. Doch dieses Vorhaben lehnt FCA-Chef Sergio Marchionne ab, Jeep wird das Unternehmen nicht verlassen. Die Marken Alfa Romeo und Maserati stehen ebenfalls nicht zur Diskussion.

Gerüchten zufolge plant der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler Automobiles (FCA) die Aufgliederung seines Unternehmens und damit den Verkauf der Marken Jeep, Alfa Romeo und Maserati. Im April 2017 erklärte FCA-Chef Sergio Marchionne, dass die Marke Jeep stark genug sei, um unabhängig zu bestehen. Daraufhin zeigte der Präsident der Great Wall Motor, Wang Fengyjang, im August 2017 großes Interesse, die Offroad-Marke übernehmen zu wollen. Doch mit diesen Spekulationen räumt Marchionne jetzt auf. Auf der Detroit Auto Show 2018 stellt der FCA-Chef klar, dass es keinerlei Pläne gebe, die Fiat Chrysler Automobiles zu zergliedern. Damit ist auch gemeint, dass die Marke Jeep weiterhin unter dem Dach der FCA-Familie bleibt. Ein möglicher Verkauf von Jeep an den chinesischen Partner GAC finde nicht statt, so Marchionne weiter. FCA sehe in der GAC einen sehr guten Partner, den sie hinsichtlich ihrer Pläne, in die USA zu kommen, auch unterstützen möchten, jedoch solle nichts davon Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der FCA-Familie haben. Dafür hat Marchionne inzwischen verlauten lassen, den Zulieferer Magneti Marelli bis Ende 2018 auszugliedern. Der Börsengang des Elektronikspezialisten in Mailand soll zum Abbau der FCA-Verschuldung bis Ende 2018 beitragen.

 

FCA hat kein Interesse am Verkauf von Marken

Fiat-Chrysler (FCA) möchte seine beiden Marken Alfa Romeo und Maserati nicht verkaufen. Sie seien noch nicht für die Unabhängigkeit bereit, sagte Konzernchef Sergio Marchionne nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Samstag, 2. September 2017. Es sei "der falsche Zeitpunkt", daher werde es eine Ausgliederung unter seiner Führung nicht geben, so Marchionne. Die Amtszeit des derzeitigen Fiat Chrysler-Chefs endet 2019. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte Mitte August 2017 unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass sich FCA von Alfa Romeo und Maserati trennen wolle. Analysten schätzen den Wert der Luxusmarken auf bis zu sieben Milliarden Euro, den des Komponentengeschäfts auf bis zu fünf Milliarden Euro. Die Einzelteile des Konzerns sind nach Schätzungen der Investmentbank Goldman Sachs aber doppelt so viel Wert wie die aktuelle Börsenbewertung des Konzerns. Entgegen entsprechender Meldungen will Fiat-Chrysler offenbar auch an Marken wie Fiat, Chrysler, Ram Trucks oder Dodge weiter festhalten, dies gilt auch für Jeep, an dem der chinesische Autobauer Great Wall Motor Interesse zeigt.

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Fiat-Chrysler: kein Verkauf von Maserati und Alfa

Erst am Montag, 21. August 2017, bestätigte Great Wall Motor, die Marke Jeep des italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat-Chrysler (FCA) übernehmen zu wollen. "Wir erwägen gegenwärtig einen Kauf", sagte Zhao Lijia, Sprecher der SUV-Sparte Haval von Great Wall, der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Details könne er aber noch nicht nennen. FCA-Chef Marchionne sagte, er habe keine Angebote von chinesischen Autoherstellern erhalten, wie die Webseite "Automotive News" im August 2017 berichtet hatte. In einem als " Reaktion auf Marktgerüchte" überschriebenen Statement erklärte Autokonzern, dass Great Wall Motor bislang weder im Zusammenhang mit der Marke Jeep noch in sonstigen geschäftlichen Belangen einen Kontakt hergestellt habe. Jeep ist eine der traditionsreichsten US-Automarken. Der 1941 gegründete Autohersteller sitzt in Toledo (US-Bundesstaat Ohio) und ist für seine Geländewagen bekannt, die anfangs vor allem als Armeefahrzeuge zum Einsatz kamen. Great Wall ist ein aufstrebender chinesischer Geländewagen-Hersteller, der auch weltweite Ambitionen hat. Beobachter halten es für möglich, dass die Chinesen das nötige Geld für die FCA-Marke Jeep aufbringen könnte. Allerdings könnte ein Verkauf angesichts des Argwohns der Regierung von US-Präsident Donald Trump gegenüber wirtschaftlicher Einflussnahme Chinas in den Vereinigten Staaten auf politischen Widerstand treffen.

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Great Wall an FCA-Marke Jeep interessiert

Zuletzt hatte Fiat-Chrysler signalisiert, dass er offen für strategische Optionen sei. Schließlich drückten noch am Ende des dritten Quartals 2016 sieben Milliarden Dollar Schulden auf den Konzern. Hinzu kommen Gerüchte um weitere Rückrufaktionen, die den Konzern aufgrund fehlerhafter Elektronik betreffen könnten. Schon im Spätsommer vergangenen Jahres musste FCA etwa 1,9 Millionen Autos wegen defekter Airbag-Systeme in die Werkstatt zurückbeordern. Auch Ram-Pickups und Dodge-SUV machten Probleme, die sich trotz aktiver Parksperre in Bewegung setzten und bei abschüssigen Terrain davonrollten.

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