CES 2019: Die Neuheiten Das sind die Highlights der CES 2019

von Thomas Geiger 10.01.2019
Inhalt
  1. Das sind alle Neuheiten auf der CES 2019
  2. Neuheiten von Audi, BMW, Kia, Mercedes und Nissan auf der CES 2019
  3. ZF, Continental & Bosch auf der CES 2019

In Las Vegas steigt vom 8. bis zum 11. Januar die CES 2019. Zahlreiche Autohersteller und Zulieferer nutzen den Auftritt auf der Elektronik-Messe, um spannende Neuheiten und Mobilitätslösungen der Zukunft zu präsentieren. Mercedes zeigt den neuen CLA, Audi ein weiterentwickeltes Infotainment!

Bei der Elektronik-Messe CES 2019 (Consumer Electronics Show) in Las Vegas sind vom 8. bis zum 11. Januar wieder zahlreiche Highlights der Digitalisierung rund ums Auto zu sehen. Kein Wunder, schließlich sind moderne Fahrzeuge inzwischen fahrende High-Tech-Geräte mit Künstlicher Intelligenz und cleveren Konnektivitäts-Lösungen an Bord. Und so hat auch die Automobilbranche den Technik-Gipfel in den vergangenen Jahren immer mehr für sich entdeckt. So feiert etwa Mercedes-Benz die Weltpremiere seiner zweiten CLA-Generation auf der Messe in Nevada. Es sind aber vor allem elektrische Fahrzeuge, Robo-Shuttle und autonome Roboter-Fahrzeuge, die in diesem Jahr den automobilen Teil der CES 2019 bestimmen. So demonstriert Aptiv, dass Lyft & Co bald ohne Fahrer auskommen werden, und auch der Mercedes Urbanetic mit seinem Wechselaufbau für Passagiere oder Päckchen tritt ohne Steuermann zur nächtlichen Jungfernfahrt an. Außerdem stellt Harley-Davidson ein erstes elektrisches Motorrad ins Rampenlicht, das bereits ab diesem Sommer verkauft werden soll. Und Nissan stellt die Leaf 3.Zero e+ Limited Edition vor, die mit einem auf 217 PS erstarkten Elektromotor vorfährt und eine Reichweite von bis zu 385 Kilometern bietet. Mehr zum Thema: Alle Autos auf der CES 2019

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Das sind alle Neuheiten auf der CES 2019

Auch Audi gehört seit 2011 zu den regelmäßigen Besuchern der Elektronik-Messe und ist auch mit einem Messestand auf der CES 2019 vertreten. Mit zwei neuen Konzepten zeigen die Ingolstädter, wie das In-Car-Entertainment der nächsten Generation aussehen könnte. Audi zielt nicht mehr aufs Fahrerlebnis, sondern verspricht lieber eine Erlebnisfahrt und setzt dabei weniger auf aufwändige Fahrwerke oder ausgefeilte Motoren, als auf eine VR-Brille. Während sich der Fahrer oder später mal der Autopilot durch den Verkehr quält, schauen die Passagiere in virtuelle Welten und spielen dort zum Beispiel VR-Games, die mit den Fahrzeugsensoren vernetzt sind und sich deshalb der Längs- und Querbeschleunigung anpassen. Wie nebensächlich das Fahren selbst wird, zeigt aber niemand besser als BMW. Ja, man kann sich bei den Bayern auch im neuen X7 über einen Hindernis-Parcours chauffieren lassen. Aber bei einem autonomen Motorrad darf man die Sinnfrage stellen, selbst wenn es tatsächlich um die Erforschung künftiger Assistenzsysteme geht. Und das eigentliche Highlight am CES-2019-Messestand der Münchner ist die virtuelle Testfahrt in ihrer Studie Vision iNext. Mehr zum Thema: Neuer Mercedes CLA feiert am 8. Januar 2019 Premiere

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Neuheiten von Audi, BMW, Kia, Mercedes und Nissan auf der CES 2019

Wenn das Fahren nicht mehr dem Lustgewinn, sondern nur noch dem Ankommen dient, dann rücken andere Qualitäten in den Vordergrund. Deshalb wird die Größe der Bildschirme im Auto plötzlich so wichtig wie früher die Zahl der Zylinder und ein 1,24 Meter breites Display quer durch das gesamte Cockpit ist schon genug, dass ein Newcomer wie Byton plötzlich zum Star der Show aufsteigt. Auch Mercedes spricht beim CLA nicht mehr über PS und Newtonmeter, sondern vor allem über Bits und Bytes – debütiert in dem viertürigen Coupé doch die nächste Entwicklungsstufe des Bediensystems MBUX, das jetzt noch freier sprechen kann, noch mehr Wissen aus dem Internet holt und eine Gestensteuerung bekommt. Eine Neuheit für den Innenraum seiner Fahrzeuge stellt auch Kia auf der CES 2019 vor. Mit dem interaktiven Konzept "Space of Emotive Driving" bringt der Hersteller eine Technologie mit nach Las Vegas, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz das Interieur der Gefühlslage des Fahrers anpasst. Und auch Nissan präsentiert auf der Elektronik-Messe wieder einige Neuheiten. Im Fokus der Japaner steht die neue Technologie-Plattform "See the Invisible", die Fahrzeuge untereinander und mit dem Internet besser vernetzen soll. Außerdem zeigt der Hersteller auf der CES 2019 den Rennwagen Leaf Nismo RC zum ersten Mal auf amerikanischen Boden und präsentiert das Konzeptauto IMx Kruo, einen elektrischen Crossover. Mehr zum Thema: Byton präsentiert das Serien-Cockpit

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ZF, Continental & Bosch auf der CES 2019

Neben den Herstellern haben auch die Zulieferer der Automobilbranche die ein oder andere Neuheit für die CES 2019 im Gepäck. Denn nicht nur Kia zeigt auf der CES ein weiteres Robo-Shuttle, sondern auch Bosch oder ZF drängen mit eigenen Fahrzeugen in den Öffentlichen Nahverkehr der Zukunft. So präsentiert Continental ein Sensorsystem für Autotüren, das auf das Umfeld achtet und je nach Platz nur einen bestimmten Öffnungswinkel zulässt. Damit sollen nicht nur Beulen und Kratzer im Lack der Vergangenheit angehörten, sondern auch Radfahrer, die Angst vor plötzlich aufschwingenden Autotüren haben müssen. Und weil der Verkehrsraum in den Megacities selbst dann knapp wird, wenn immer mehr Städter beim Ride-Sharing einsteigen, werden auch die Transportmittel immer kleiner: Der Schweizer Quer- und Vordenker Frank Rinderknecht hat deshalb seinen SnapOn, der den Wechselaufbau des Mercedes schon im letzten Jahr vorweg genommen hat, als MicroSnap auf das Format des Renault Twizy geschrumpft und bei Schäffler steht ein so genannter Bio-Hybrid im Rampenlicht, der ein vernetztes und verkleidetes Pedelc mit Pritsche oder Tandemsitz ist und 2020 in Serie gehen soll. So groß die Not in den Städten ist, schauen die Entwickler aber auch aufs Land und gehen damit selbst den beliebten Geländewagen an den Kragen. Denn wenn es Fahrzeuge wie der spinnenartige Hyundai Elevante, der nicht nur fahren, sondern auch laufen und klettern kann, oder das autonome Quad von Honda je in Serie schaffen, braucht es nicht einmal mehr für Retter oder Abenteurer echte Offroader und die SUV verlieren auch ihre letzte Existenzberechtigung.

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