BMW-News (Juli 2020): Vorstandsgehälter & Bußgeld BMW knüpft Vorstandsgehälter an Klimaziele

von Christina Finke 29.07.2020

BMW-News: Sollte der Münchner Autobauer sein Ziel, die CO2-Emissionen in den nächsten zehn Jahren um ein Drittel zu senken, verfehlen, werden die Vorstands-Gehälter gekürzt. Und: BMW wurde im Dieselskandal vom Vorwurf der Manipulation freigesprochen, zahlt aber trotzdem ein Bußgeld in Höhe von 8,5 Millionen. Grund dafür ist eine fehlerhaften Software bei knapp 8000 Modellen. 

 

BMW-News (Juli 2020): Vorstandsgehälter an Klimaziele geknüpft

In den kommenden Jahren will BMW seinen CO2-Fußabdruck um ein Drittel senken – und knüpft die Vorstandsgehälter an dieses selbsterklärte Klimaziel. Das wurde im Juli 2020 bekannt. "Wir werden Jahr für Jahr über unsere Fortschritte berichten und uns an diesen Zielen messen lassen. Das wird auch in die Vergütung von Vorstand und Top-Management einfließen", erklärte Vorstandschef Oliver Zipse. Der Klima- und Umweltschutz werde zu einem zentralen Baustein der Unternehmensstrategie, da auch Autos mit Premium-Anspruch heute nachhaltig sein müssten: "Der Kampf gegen den Klimawandel und unser Umgang mit Ressourcen entscheiden über die Zukunft unserer Gesellschaft – und damit auch der BMW Group", so Zipse weiter. Über den gesamten Lebenszyklus – also von der Lieferkette über die Produktion bis zum Ende der Fahrzeugnutzung – stoße ein durchschnittlicher BMW heute etwa 52 Tonnen CO2 aus. Würde der Ausstoß im Laufe der nächsten zehn Jahre um mindestens ein Drittel sinken, wären es noch 33 Tonnen pro Fahrzeug. Dabei rechnet der Autobauer auch die CO2-Emissionen bei der Herstellung des Stroms oder Kraftstoffs mit, ebenso wie die enormen CO2-Emissionen bei der Herstellung der Batterien. Bei jährlich 2,5 Millionen Autos bedeuten die neuen Kilmaziele von BMW übrigens gut 40 Millionen Tonnen weniger CO2. "Diese neue Ausrichtung wird in allen Ressorts verankert - von Verwaltung und Einkauf über Entwicklung und Produktion bis hin zum Vertrieb", kündigte der Vorstandschef an. Mehr zum Thema: BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich im Interview

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BMW-News (Februar 2019): Bußgeld im Dieselskandal

Im Dieselskandal muss BMW ein Bußgeld in Höhe von 8,5 Millionen Euro zahlen. Die Staatsanwaltschaft München teilte im Februar 2019 mit, dass das Bußgeld aufgrund einer fahrlässigen Verletzung der Aufsichtspflichten ergeht. Hintergrund der Ermittlungen war eine fehlerhafte Software in der Abgasreinigung bei 7965 Fahrzeugen der Modelle BMW M550xd und 750xd. Aufgrund des Softwarefehlers stießen die Fahrzeuge zu viele Stickoxide aus. Dass die Abgaswerte absichtlich verfälscht wurden, konnte BMW hingegen nicht nachgewiesen werden. Somit hat sich der Anfangsverdacht, BMW habe illegale Abschalteinrichtungen in seine Fahrzeuge verbaut, nicht erhärtet. Bei den Ermittlungen habe die Staatsanwaltschaft keine Hinweise darauf gefunden, dass bei den Fahrzeugen prüfstandsbezogene Abschalteinrichtungen verbaut wurden oder Mitarbeiter vorsätzlich gehandelt haben. Das Bußgeld gegen BMW erging, weil es das Unternehmen versäumt hatte, die fehlerhafte Software durch eine entsprechende Qualitätssicherung zu verhindern. BMW stimmte der Strafe zu und verzichtete auf Rechtsmittel, der Bußgeldbescheid ist folglich rechtskräftig.

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