VW-Autohaus Willy Tiedtke insolvent: Dieselskandal Insolvenz durch Dieselskandal?

von Sven Kötter 15.10.2018

Der älteste VW-Vertragshändler Hamburgs, das Autohaus Willy Tiedtke, hat Mitte Oktober 2018 Insolvenz angemeldet. Einer der Gründe könnte der Dieselskandal und seine Folgen sein. Die Hintergründe!

Die Insolvenz des VW-Vertragshändlers Willy Tiedtke, der auch Audi und Skoda vertreibt, erschüttert Hamburg. Es wird in verschiedenen Medien gemutmaßt, dass der Dieselskandal einer der Gründe für diese Entwicklung ist. Leasing-Rückläufer mit Dieselmotor werden nämlich zum Problem für Autohäuser. Besonders VW-Händler leiden unter diesen Umständen. Dass mit Willy Tiedtke nun Hamburgs ältester VW-Vertragshändler derart stark betroffen ist, ist allerdings auch auf Management-Fehler zurückzuführen, wie der NDR berichtet. Rund 360 Arbeitnehmer an sechs Standorten bangen seitdem um ihre Jobs, zumindest bis Ende 2018 sollen die Gehälter aber gesichert sein. Der Sanierungsexperte Gerrit Hölzle wurde für eine Rettung mit ins Boot geholt. Eine ähnliche Entwicklung gab es bereits im Frühjahr beim VW-Autohaus Max Moritz in Hagen (Nordrhein Westfalen). Auch hier sprang Hölzle ein, um den Betrieb zu retten. Mit neuem Investor und dem Abbau von 50 Stellen gelang das auch. Wie groß die Probleme rund um die Folgen der Dieselkrise sind und wie viele Händler mit entsprechenden Problemen kämpfen, kann man nur spekulieren. Für Kunden soll sich beim Autohaus Willy Tiedtke trotz Insolvenz nichts ändern. Die Verbraucherzentrale rät allerdings dazu, auf Vorkasse beim Autokauf zu verzichten. Mehr zum Thema: Alles zu den Diesel-Fahrverboten

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Willy-Tiedtke-Insolvenz durch Dieselskandal?

Ein Grund für die Insolvenz von Willy Tiedtke sind so genannte Rückläufer beim Restwertleasing. Beim Abschluss eines Leasingvertrags wird ein Restverkaufswert festgelegt, den der Händler nach Leasing-Ende bei der Rücknahme der Leasinggesellschaft zahlen muss. Die so zurückgekauften Fahrzeuge mit Dieselmotor haben zwischenzeitlich allerdings massiv an Wert verloren – drohende Fahrverbote und neue Normen verunsichern zunehmend die Käufer. Für den Händler sind entsprechende Fahrzeuge also ein Minus-Geschäft. Die Hamburger Morgenpost berichtet von bis zu 4000 bis 5000 Euro Verlust pro Fahrzeug, der allein am Autohaus hängen bleibt. So auch geschehen offenbar bei Willy Tiedtke.

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