Autobahnbrücke A 10 bei Genua eingestürzt (Update!) Ein Riss im Tragseil die Ursache?

von Alexander Koch 20.08.2018
Autobahnbrücke A 10 bei Genua
© Polizia di Stato
Inhalt
  1. A10 bei Genua: Autobahnbrücke eingestürzt
  2. Staus durch A-10-Sperrung: Umleitungen
  3. Standort der A-10-Brücke Viadotto Polcevera

Die viel befahrene Autobahnbrücke der A 10 nahe Genua wurde möglicherweise durch ein gerissenes Tragseil verursacht. Bei dem Unglück am Dienstag, 14. August 2018, sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen!

Der Einsturz der viel befahrenen Autobahnbrücke der A 10 beim italienischen Genua am Dienstagmittag, 14. August 2018, mit 43 Toten wurde möglicherweise durch ein gerissenes Tragseil verursacht. Vorsichtige Experteneinschätzungen und Zeugenaussagen deuten auf diese Ursache hin. Allerdings sei es vorerst nur eine wenn auch ernstzunehmende Arbeitshypothese, wie der Professor für Stahlbetonbau der Universität Genua, Antonio Brenchich, sagte. Nach Angaben der italienischen Zeitung "La Repubblica" hätte eine Studie des Polythechnikums Mailand schon 2017 Schwächen an den Tragseilen festgestellt. Das vierspurige, vielbefahrene und 1200 Meter lange Polcevera-Viadukt besteht aus drei Brücken, von denen eine eingestürzt war. Besagte Stahlseile reichen von den Trägern zu den Fahrbahnen und sind aus Schutz vor Rost von Beton ummantelt.

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A10 bei Genua: Autobahnbrücke eingestürzt

Nach dem Einsturz der Autobahnbrücke der A 10 beim italienischen Genua hat das italienische Verkehrsministerium eine Untersuchung gegen die private Betreibergesellschaft Autostrade per l'Italia eingeleitet. Die Firma solle nun innerhalb von gut zwei Wochen nachweisen, allen Instandhaltungspflichten nachgekommen zu sein. Autostrade hatte schon bestätigt, das Viadukt Polcevera innerhalb von acht Monaten wieder aufbauen und die Opferfamilien entschädigen sowie unterstützen zu wollen. Derweil droht Italiens Arbeits- und Vize-Premierminister Lugi di Maio der Betreibergesellschaft mit Lizenzentzug. Die Brücke Viadotto Polcevera der Autobahn A 10, die zur Riviera und nach Südfrankreich führt, ist auf eine Länge von rund 200 Metern aus 45 Metern Höhe eingestürzt – Standort: siehe unten in der Karte. Noch immer werden weitere Opfer unter dem Geröll vermutet, gleich mehrere Betroffene sind mit kritischem Zustand im Krankenhaus.

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Staus durch A-10-Sperrung: Umleitungen

Autofahrer müssen sich nach dem Brückeneinsturz in Genua auf lange Staus und Wartezeiten einstellen. Die italienische Autobahn A10 in der nordwestlichen Region Ligurien ist zwischen dem Autobahnkreuz mit der A 7 sowie dem Genua-Flughafen in beiden Richtungenderzeit auf unbestimmte Zeit gesperrt, wie der ADAC mitteilt. Davon betroffen sind Autofahrer, die auf dem Weg vom oder zum Flughafen oder von Genua in Richtung Nizza und Savona oder umgekehrt unterwegs sind. Der Fährhafen ist laut ADAC weiterhin über die A 7 von Norden aus erreichbar. Im Stadtgebiet von Genua sind Rückstaus auf der A 7 und A 12 nicht auszuschließen. Umleitungen: Auf der A 10 in Richtung Genua können Urlauber ab Voltri auf die A 26 fahren. Es besteht bei Predosa Anschluss zur D 26 nach Bettole di Tortona. Von dort können Reisende auf die A 7 in Richtung Genua auffahren und entweder nach Genua fahren oder auf die A 12 in Richtung La Spezia wechseln, die nordwestlich der Stadt liegt. Die Umleitung erfolgt entsprechend in der Gegenrichtung. Reisende von Norden, die über die A 7 den Flughafen in Genua anvisiert haben, können bei Bettole di Tortona auf die D 26 nach Predosa wechseln und den Flughafen dann über die A 26 und Voltri erreichen.

 

Standort der A-10-Brücke Viadotto Polcevera

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