Ex-Audi-Chef Rupert Stadler: Haft & Anklage Stadler mit Verfassungsbeschwerde abgeblitzt

von AUTO ZEITUNG 13.05.2019

Nachdem der Ex-Audi-Chef Rupert Stadler im Oktober 2018 aus der Haft entlassen wurde, bereitet die Staatsanwaltschaft offenbar die Anklage vor. Derweil ist Stadler mit einer Verfassungsbeschwerde gegen seinen Haftbefehl gescheitert. Dieser Artikel wurde am 13.05.2019 aktualisiert!​

Der ehemalige Audi-Chef Rupert Stadler ist mit seiner Verfassungsbeschwerde gegen seinen Haftbefehl gescheitert. Wie das Bundesverfassungsgericht am 13. Mai 2019 mitteilte, habe es die Beschwerde zur Entscheidung nicht angenommen. Die Richter erklärten, die Beschwerde gegen die Untersuchungshaft sei prozessual überholt. Zudem seien die Ausführungen des Landgericht schlüssig gewesen. Auch das Kontaktverbot wegen Verdunkelungsgefahr halten die Verfassungsrichter für verhältnismäßig. Der Haftbefehl gegen Stadler war im Oktober 2018 vom Oberlandesgericht München außer Vollzug gesetzt worden. Gleichzeitig wurde ein strenges Kontaktverbot verhängt: Daher darf Stadler ohne Zustímmung der Staatsanwaltschaft weiterhin keinen Kontakt zu Mitbeschuldigten und möglichen Zeugen aufnehmen. Der Ex-Audi-Chef soll bei einem abgehörten Telefonat erwogen haben, einen Zeugen im Ermittlungsverfahren der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen Porsche zu beeinflussen. Die Staatsanwaltschaft legt Stadler "Betrug sowie mittelbare Falschbeurkundung zur Last". Er soll nach der Aufdeckung der Manipulationen in den USA von den falschen Abgaswerten auch in Europa gewusst haben, aber anders als in den USA keinen Vertriebsstopp angeordnet haben. Die Ermittler stützten sich auf die Auswertung von Korrespondenz, verlautete aus Ermittlerkreisen. Audi soll in den USA und Europa von 2009 an rund 220.000 Dieselautos mit Schummelsoftware verkauft haben. Aktuell bereitet die Staatsanwalt offenbar die Anklage gegen den Ex-Audi.Chef Rupert Stadler vor. Mehr zum Thema: Audi arbeitet Dieselskandal auf

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Ex-Audi-Chef Rupert Stadler scheitert mit Verfassungsbeschwerde

Bram Schot ersetzt den mittlerweile gegen Auflagen aus der Haft entlassenen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler dauerhaft. Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat den 57-Jährigen zum künftigen Vorstandsvorsitzenden der VW-Tochter ernannt. Zusätzlich wurde Bram Schot in den VW-Konzernvorstand berufen. Beide Ämter wird der Niederländer zum 1. Januar 2019 antreten. Ursprünglich sollte der ehemaligen BMW-Einkaufsvorstands Markus Duesmann die Position den Chefsessel in Ingolstadt besetzen. Allerdings weigert sich BMW offenbar, Duesmann vorzeitig aus dem Vertrag zu entlassen, der eine Wettbewerbsklausel enthält. Diese verbietet ihm bis 2020, für einen direkten Konkurrenten zu arbeiten. Audi-Betriebsratschef Peter Mosch betonte, dass Bram Schot bereits gezeigt hat, "dass er unserem geforderten und eingeleiteten Neustart viel Schwung verleihen kann". Mosch vertraut darauf, dass Schot diesen Weg ab dem 1. Januar 2019 als frisch gebackener Audi-Vorstandsvorsitzender weiterverfolgt und Audi zurück an die Spitze führt.

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Bram Schot ersetzt Ex-Audi-Chef Rupert Stadler

Audi beziehungsweise der Volkswagen Konzern trennt sich Anfang Oktober 2018 von Rupert Stadler. Die Trennung erfolge einem dpa-Bericht zufolge einvernehmlich, es sei eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet worden. Mit ihr schließt Audi theoretische Zahlungsansprüche Stadlers in zweistelliger Millionenhöhe aus. Dafür bekomme er als Sofortzahlung deutlich weniger als eine Million Euro. Künftige Ansprüche aus der verbleibenden Vertragsdauer würden dann ausgezahlt, wenn das Strafverfahren in Deutschland gegen Rupert Stadler ohne Verurteilung beendet seien.

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