Aston Martin-News: Mercedes kauft Aktien Neuer Aston Martin-Deal mit Mercedes

von Tim Neumann 02.11.2020
Inhalt
  1. Oktober 2020: Mercedes kauft Aston Martin-Aktien
  2. Mai 2020: AMG-Manager Tobias Moers ist neuer Aston-Martin-Chef
  3. Januar 2020: Lawrence Stroll ist neuer Investor bei Aston Martin

Aston Martin bezieht ab Oktober 2020 noch mehr Technik von Mercedes, die Stuttgarter kaufen im Gegenzug noch mehr Aktien. Zuvor war AMG-Manager Tobias Moers am 1. August 2020 seinen Posten als neuer Aston-Martin-Chef angetreten. Dieser Artikel wurde am 2.11.2020 aktualisiert.

 

Oktober 2020: Mercedes kauft Aston Martin-Aktien

Aston Martin hat die seit 2013 laufende Zusammenarbeit mit Mercedes im Oktober 2020 verstärkt. So sollen die Stuttgarter bis 2027 vor allem neue Hybrid- und Elektro-Antriebsstränge sowie elektrische Systeme an den britischen Sportwagenbauer liefern. Im Gegenzug erhält Mercedes in den kommenden Jahren Aktienanteile von bis zu 20 Prozent und wird damit zu einem der größten Aktionäre von Aston Martin. Dass sich die Briten Mercedes weiter annähern, hatten zuvor schon der Wechsel von AMG-Chef Tobias Moers zu Aston sowie die intensive Zusammenarbeit in der Formel 1 angedeutet. Obwohl die Produktion des Hoffnungsträgers DBX mittlerweile voll angelaufen ist, steckt die Nobelmarke weiterhin in der Krise. Der Vorstandsvorsitzende Lance Stroll freut sich über den Deal: "Das ist ein Moment der Transformation für Aston Martin. Er ist das Resultat von sechs Monaten harter Arbeit, um die Firma erfolgreich zu positionieren und diese große und aufregende Gelegenheit zu ergreifen." Mehr zum Thema: Alle News zur aktuellen Formel 1-Saison

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Mai 2020: AMG-Manager Tobias Moers ist neuer Aston-Martin-Chef

Aston Martin hat Tobias Moers, seit 2013 war er Chef der Mercedes-Sportwagenmarke AMG, Ende Mai 2020 zum neuen Vorstandschef berufen. Der 54-Jährige hat seinen Posten beim britischen Konzern am 1. August 2020 angetreten. Der bisherige Amtsinhaber Andy Palmer schied aus dem Unternehmen aus, wie Aston Martin mitteilte. Bis Moers seinen Dienst antrat, erhielt Verwaltungsratschef Lawrence Stroll bei der Leitung des kriselnden Luxusautobauers die Unterstützung von Produktionschef Keith Stanton. Bereits vor der Corona-Krise fuhr Aston Martin Verluste ein und leidet unter hohen Kosten sowie schwachen Verkäufen. Moers habe in seiner Karriere bei der Daimler-Tochter die Produktpalette ausgebaut, die Marke gestärkt und die Profitabilität erhöht, so Stroll. Und auch Daimler-Vorstandsvorsitzender Ola Källenius sagte: "Tobias Moers hat die Marke AMG zu großen Erfolgen geführt. Wir danken ihm herzlich dafür und sehen seinen Weggang mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir verlieren eine Top-Führungskraft und gewinnen zugleich einen hervorragenden neuen CEO bei unseren Partnern von Aston Martin, mit denen wir seit langem erfolgreich zusammenarbeiten."

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Januar 2020: Lawrence Stroll ist neuer Investor bei Aston Martin

Der britische Autohersteller Aston Martin kämpft mit finanziellen Problemen. Der Kanadier Lawrence Stroll, Vater des Formel-1-Fahrers Lance Stroll, gehörte zu den potentiellen Investoren für eine Beteiligung an Aston Martin. Nun bekam Strolls Konsortium den Zuschlag und erhält für 182 Millionen Pfund (rund 217 Millionen Euro, Stand 31.01.2020) 16,7 Prozent des Unternehmens Aston Martin Lagonda Limited. Die durch eine Kapitalerhöhung in Kraft tretenden Bezugsrechte der Altaktionäre sollen zusätzlich einen Ertrag von 318 Millionen Pfund (rund 378 Millionen Euro, Stand 31.01.2020) bringen. Ziel ist es, die Produktion des Aston Martin DBX zu sichern und die Lücken in der Bilanz des britischen Autobauers zu stopfen. Die Pläne des Großinvestors Stroll für Aston Martin reichen jedoch sehr viel weiter. Teil des Deals mit Aston Martin ist die Umbenennung von Strolls Formel-1-Team "Racing Point F1" in "Aston Martin F1" ab 2021. Dieser Vertrag hat eine Gültigkeit von zehn Jahren und macht Strolls Rennstall zum Werksteam von Aston Martin. In der Formel-1-Saison 2020 bleibt Aston Martin derweil Sponsor des zukünftigen Konkurrenten Red Bull Racing und wird auch die Zusammenarbeit bei der Produktion des Aston Martin Valkyrie weiterführen. Aston Martin äußerte sich sehr zuversichtlich und legt große Hoffnungen in die Erfahrung Strolls in der Automobil- und Luxusbranche. Während die Hauptaktionäre ihre Anteile an Aston Martin von 61 auf rund 50 Prozent verringern, möchte Lawrence Strolls Konsortium seinen Anteil künftig auf 20 Prozent aufstocken.

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