Aston Martin: Tobias Moers wird neuer Vorstandschef AMG-Manager Moers wechselt zu Aston Martin

von Christina Finke 26.05.2020

AMG-Manager Tobias Moers tritt am 1. August 2020 seinen Posten als neuer Aston-Martin-Chef an. Und: Aston Martin schreibt rote Zahlen. Mit der Beteiligung von Lawrence Stroll soll es nun wieder bergauf gehen! Dieser Artikel wurde am 26.05.2020 aktualisiert.

 

Mai 2020: AMG-Manager Tobias Moers wird neuer Aston-Martin-Chef

Aston Martin hat Tobias Moers, seit 2013 Chef der Mercedes-Sportwagenmarke AMG, Ende Mai 2020 zum neuen Vorstandschef berufen. Der 54-Jährige soll den britischen Konzern ab dem 1. August 2020 übernehmen. Der bisherige Amtsinhaber Andy Palmer scheidet sofort aus dem Unternehmen aus, wie Aston Martin mitteilte. Bis Moers seinen Dienst antritt, erhält Verwaltungsratschef Lawrence Stroll bei der Leitung des kriselnden Luxusautobauers die Unterstützung von Produktionschef Keith Stanton. Bereits vor der Corona-Krise fuhr Aston Martin Verluste ein und leidet unter hohen Kosten sowie schwachen Verkäufen. Moers habe in seiner Karriere bei der Daimler-Tochter die Produktpalette ausgebaut, die Marke gestärkt und die Profitabilität erhöht, so Stroll. Und auch Daimler-Vorstandsvorsitzender Ola Källenius sagte: "Tobias Moers hat die Marke AMG zu großen Erfolgen geführt. Wir danken ihm herzlich dafür und sehen seinen Weggang mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir verlieren eine Top-Führungskraft und gewinnen zugleich einen hervorragenden neuen CEO bei unseren Partnern von Aston Martin, mit denen wir seit langem erfolgreich zusammenarbeiten."Mehr zum Thema: Aston Martin verlässt die DTM

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Januar 2020: Lawrence Stroll ist neuer Investor bei Aston Martin

Der britische Autohersteller Aston Martin kämpft mit finanziellen Problemen. Der Kanadier Lawrence Stroll, Vater des Formel-1-Fahrers Lance Stroll, gehörte zu den potentiellen Investoren für eine Beteiligung an Aston Martin. Nun bekam Strolls Konsortium den Zuschlag und erhält für 182 Millionen Pfund (rund 217 Millionen Euro, Stand 31.01.2020) 16,7 Prozent des Unternehmens Aston Martin Lagonda Limited. Die durch eine Kapitalerhöhung in Kraft tretenden Bezugsrechte der Altaktionäre sollen zusätzlich einen Ertrag von 318 Millionen Pfund (rund 378 Millionen Euro, Stand 31.01.2020) bringen. Ziel ist es, die Produktion des Aston Martin DBX zu sichern und die Lücken in der Bilanz des britischen Autobauers zu stopfen. Die Pläne des Großinvestors Stroll für Aston Martin reichen jedoch sehr viel weiter. Teil des Deals mit Aston Martin ist die Umbenennung von Strolls Formel-1-Team "Racing Point F1" in "Aston Martin F1" ab 2021. Dieser Vertrag hat eine Gültigkeit von zehn Jahren und macht Strolls Rennstall zum Werksteam von Aston Martin. In der Formel-1-Saison 2020 bleibt Aston Martin derweil Sponsor des zukünftigen Konkurrenten Red Bull Racing und wird auch die Zusammenarbeit bei der Produktion des Aston Martin Valkyrie weiterführen. Aston Martin äußerte sich sehr zuversichtlich und legt große Hoffnungen in die Erfahrung Strolls in der Automobil- und Luxusbranche. Während die Hauptaktionäre ihre Anteile an Aston Martin von 61 auf rund 50 Prozent verringern, möchte Lawrence Strolls Konsortium seinen Anteil künftig auf 20 Prozent aufstocken.

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