24-h-Rennen Daytona 2018: Sieg für Cadillac Cadillac-Doppelsieg in Daytona

von Gregor Messer 29.01.2018

Das 24-h-Rennen Daytona 2018 endete mit einem Doppelsieg für Cadillac. Das Mustang-Sampling-Team auf einem Dallara-Cadillac gewann die 56. Ausgabe des diesjährigen 24-Stunden-Rennens. Formel-1-Pilot Fernando Alonso erreichte nach vielen Problemen nur den 38. Gesamtplatz. 

Die 56. Ausgabe des 24-h-Rennens Daytona 2018 endete mit einem Sieg des Mustang-Sampling-Teams auf einem Dallara-Cadillac aus der Prototypen-Kategorie. Im Ziel hatte das Trio von Ex-Audi-DTM-Pilot Filipe Albuquerque, Juao Barbosa und Christian Fittipaldi 70 Sekunden Vorsprung auf seine nächsten Verfolger, Felipe Nasr, Eric Curran, Michael Conway und Stuart Middleton auf einem baugleichen Modell. Den finalen Podestplatz belegte Jon Bennett, Colin Braun, Romain Dumas und Loic Duval mit ihrem LMP2-Oreca. "Wir haben das Rennen perfekt gemanagt“, sagte Joao Barbosa, der wie Christian Fittipaldi bereits zum dritten Mal die begehrte Rolex-Uhr als Sieger in Empfang nehmen durfte. Für Filipe Aluquerque war es der erste Daytona-Sieg – eine späte Genugtuung, nachdem er im vergangenen Jahr in den letzten zehn Rennminuten von einem Konkurrenten umgedreht und um den Sieg gebracht worden war. Für Ex-Formel-1-Fahrer Christian Fittipaldi war es der letzte große Erfolg: "Meine Karriere neigt sich dem Ende und steht vor einem Umbruch. Ein guter Moment, sich langsam zu verabschieden“, sagte der 47-jährige Brasilianer. 50 Teams machten sich bei dem 24-h-Rennen Daytona 2018 auf die rund 5000 Kilometer lange Reise im 5,7 langen Rundkurs, der in das weltberühmte Hochgeschwindigkeitsoval eingebettet ist. Drei Kategorien kämpften um die Klassensiege. Bei den geschlossenen IMSA-Dpi-Prototypen, die den aus der Sportwagen-Weltmeisterschaft und aus Le Mans bekannten LMP2-Boliden nahezu identisch sind, stellten sich 20 Teams der Konkurrenz. In der GTLM-Kategorie starteten neun Sportwagen, bei den seriennäheren GTD-Sportwagen fuhren 21 Fahrzeuge mit. Mehr zum Thema: Alles über den Motorsport

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Cadillac-Doppelsieg beim 24-Daytona-Rennen 2018 

In der GTLM-Klasse des 24-h-Rennens Daytona 2018 fuhr das Ford-Team einen nie gefährdeten Doppelsieg ein. Ryan Briscoe, Scott Dixon und Richard Westbrook sahen nur elf Sekunden vor ihren Markengefährten Dirk Müller, Sébastien Bourdais und Joey Hand die Zielflagge. Auf Rang drei und vier folgten die beiden Chevrolet Corvette mit Mike Rockenfeller, Jan Magnussen und Antonio Garcia vor Marcel Fässler, Oliver Gavin und Tommy Milner. "Wir hatten ein problemloses Rennen. Aber Ford auch. Schade, dass es nie zu einem richtigen Kampf kam.“ Abgeschlagen sahen die beiden Werks-Porsche und nur einer der neuen BMW M8 das Ziel. Formel-1-Superstar Fernando Alonso belegte im Ligier-Gibson nach vielen Problemen nur den 38. Gesamtplatz und den 13. und vorletzten Rang in der Prototypen-Klasse. Dennoch verließ der Doppel-Weltmeister mit einem positiven Eindruck sein erstes Langstreckenrennen: "Nach den Trainings und dem Qualifying sind wir davon ausgegangenen, dass wir mit unserem Auto keine Chance gegen die Konkurrenz hatten. Umso überraschter waren wir, als wir plötzlich bei der Musik waren. Das war das Schönste heute.“ Gegenüber der AUTO ZEITUNG sagte Alonso nach dem 24-h-Rennen Dayton 2018: "Die Chancen, dass ich in diesem Jahr die 24 Stunden von Le Mans bestreiten könnte, sind seit heute auf 60:40 gestiegen. Eine Deadline für die Entscheidung gibt es aber noch nicht. Allerdings hat die Formel 1 für mich dieses Jahr klare Priorität. Ein Rennen für die Vorbereitung deswegen ausfallen zu lassen, wie im vergangenen Jahr den GP Monaco für meinen Start beim Indy 500, kommt nicht in Frage.“ Die spanische Vollgas-Ikone will sich langsam aber sicher auf seine Zeit nach seiner Formel-1-Karriere vorbereiten. Beim Vortest Anfang Januar fuhr Alonso die zwölftbeste Zeit. "Sportwagenrennen sind kein Hexenwerk. Aber in der Formel 1 ist die Hierarchie klar, jeder weiß, wer den Sieg führt oder auch nur für Punkteränge in Frage kommt. Bei den Sportwagen ist das nicht so. Hier ist alles bis in die letzte Runde offen", so der 36-Jährige. 

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24-Stunden-Rennen 2018 mit Fernando Alonso

Bereits anderthalb Stunden Ende des 24-h-Rennens Daytona 2018 wurde der bestehende Distanzrekord aus dem Jahr 1992 eingestellt. Nunmehr liegt die Marke bei 808 Runden und 4630 Kilometer (vorher 762 Runden und 4445 Kilometer). Der Grund dafür lag einerseits bei dem guten Wetter – wider Erwarten gab es nur eine kurze Regenschauer – und bei der ungewöhnlich niedrigen Anzahl von Safety-Car-Phasen. Nur vier Mal musste das Rennen neutralisiert werden. So wenig wie seit 1994 nicht mehr. Dieser Umstand verhinderte auch, dass das Feld dicht zusammenblieb – und somit kein Shoot-Out in der letzten halben Rennstunde stattfand. In der GTD-Klasse verbuchte Lamborghini seinen ersten Daytona-Erfolg. Zu den Favoriten des 24-h-Rennens Daytona 2018 zählte das Traditions-Team von Roger Penske, das in die US-Sportwagen-Szene mit zwei Acura ARX-05 Dpi erstmals seit 2009 zurückgekehrt ist. Mazda schickte eine Werksabordnung an den Start, die durch die ehemalige Audi-Werksmannschaft von Joest Racing eingesetzt wurde. Die roten Autos durften 15 Kilogramm ausladen. Die Cadillac Dpi mussten sich indes nach den von ihnen dominierten Vortests Anfang Januar einer Zurückstufung unterziehen lassen: Ihr Luftmengenbegrenzer fällt seitdem im Durchmesser um 0,6 Millimeter geringer aus, was einer Leistungsreduktion von rund 20 PS entspricht. Nissan durfte hingegen bei der Power einiges dazulegen.

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