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Zwei von gleicher Art

Zwei von gleicher Art

Fahrkomfort

Dass in neuen Autos noch Verbesserungspotenzial steckt, beweisen beide. Der Astra verfügt zwar über große Drehregler für die Heizungs- und Lüftungsfunktionen, doch befinden sie sich im unteren Bereich der Mittelkonsole und deshalb zu tief platziert. Ebenso sorgen die nicht arretierbaren Blinker- und Wischerhebel zumindest anfangs für Verwirrung. Diese Makel kennt der Volvo zwar nicht, dafür fehlt es ihm an brauchbaren Ablagemöglichkeiten. Mit optionalem Navigationssystem bleibt sogar noch weniger Platz, weil das DVD-Laufwerk dann im Handschuhfach sitzt. Das schmale und dünne Gestühl erweist sich als bequem, die straff gepolsterten Astra-Sitze gewähren allerdings mehr Seitenhalt und eine wirksamere Rückenunterstützung. Aber auch sie können nicht verleugnen, dass der Astra schlechte Wegstrecken weniger komfortabel filtert. Die Hinterachse reagiert auf derbe Unebenheiten etwas bockig und wirkt insgesamt stößig. Zwar ist auch der Volvo von straffer Machart, doch federt er harmonischer und verfügt über den besseren Abrollkomfort. Etwas steifbeinig reagiert der V50 nur auf derben Bodenwellen. Dass der Volvo dieses Kapitel letztendlich nicht gewinnt, liegt an seiner schlechteren Ergonomie und den besseren Opel-Sitzen. Dafür gibt sich sein Antrieb leiser in der Geräuschentwicklung, während der Opel-Diesel beim Ausdrehen einen rauen Unterton an den Tag legt.

FahrkomfortMax. PunkteOpel Astra Caravan 1.9 CDTIVolvo V50 2.0D
Sitzkomfort vorn15012590
Sitzkomfort hinten1007672
Ergonomie150120116
Innengeräusche502330
Geräuscheindruck1005654
Klimatisierung502030
Federung leer200130138
Federung beladen200130145
Kapitelbewertung1000680675
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Motor & Getriebe

Für den Vortrieb beider Kombis sind Motoren verantwortlich, die jeweils auch in anderen Modellen der Allianzpartner arbeiten. Der 1.9 CDTI des Opel stammt aus der Zusammenarbeit mit dem Fiat-Konzern und findet auch bei Saab Verwendung. Sieht man von einer leichten Anfahrschwäche unterhalb von 2000 Umdrehungen einmal ab, setzt der 150 PS starke Vierventiler Gasbefehle kraftvoll und über ein breites Drehzahlband um. Der mit 136 PS schwächere Volvo unterliegt dem Astra zwar schon auf dem Papier und hat auch in den Beschleunigungsdisziplinen das Nachsehen. Dennoch geht der Zwei-Liter-Vierventiler drehfreudig und kraftvoll zu Werke. Sowohl Astra als auch V50 liegen mit einem maximalen Drehmoment von 320 Nm bei 2000 Umdrehungen auf gleichem Niveau und stehen bestens im Futter. Der von Ford und dem PSA-Konzern (Peugeot/Citroën) entwickelte Selbstzünder würde sogar noch lustvoller antreten, wäre nicht der sechste Gang zu lang übersetzt. Wer mit dem Volvo beispielsweise auf der Autobahn flott unterwegs sein möchte, für den ist häufiges Schalten unabkömmlich. Zwar findet der Schalthebel über kurze Wege sein Ziel, schnelle Schaltvorgänge erfolgen dagegen hakelig und nicht so präzise wie bei der Sechsgang-Box des Opel. Hohe Reisetempi lassen sich mit beiden Kombis realisieren. Bis zu 207 km/h läuft der Opel, mit 205 km/h ist der Volvo nur unwesentlich langsamer. Geringfügig sind die Unterschiede auch beim Verbrauch: Der Schwede kommt mit 7,6 Liter Diesel aus, der Rüsselsheimer nimmt durchschnittlich 7,9 Liter Kraftstoff.

Motor und getriebeMax. PunkteOpel Astra Caravan 1.9 CDTIVolvo V50 2.0D
Beschleunigung200142131
Elastizität0--
Höchstgeschwindigkeit2007775
Getriebeabstufung1008276
Kraftentfaltung503133
Laufkultur1005154
Verbrauch200161164
Reichweite502326
Kapitelbewertung900567559
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Opel Astra Caravan 1.9 CDTI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.30s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 207 km/h

Preis 20.955,00 €

Volvo V50 2.0D

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 10.40s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 25.450,00 €