×

Kostenlos per E-Mail

Mit dem Autozeitung-Newsletter sind Sie immer auf dem aktuellsten Stand zum Thema Automobil!

  • Kompetente Tests und Fahrberichte
  • Informationen über die neuesten Modelle der Hersteller

Großer Winterreifentest: 205/55 R 16 H M + S

Winter-Spiele

Elf aktuelle Winterreifen im Format 205/55 R 16 H treten zum Wettstreit in sechzehn Disziplinen an – Kampf der Profile bei Regen, Schnee und Sonnenschein

Zum diesjährigen Winterreifentest der AUTO ZEITUNG treten nicht weniger als elf Athleten aus zehn Nationen an: Aus Deutschland kommen der Continental WinterContact TS 830 und der Vorjahressieger Dunlop SP Winter Sport 3D. Die Japaner sind mit dem Firestone Winterhawk 2 vertreten, die Amerikaner stellen den Goodyear UltraGrip 7+. Aus Korea stammt der Kumho I’zen KW23, die Franzosen entsenden den Michelin Primacy Alpin 3, und Finnland schickt den Nokian WR G2 ins Rennen. Pirelli vertritt Italien, der Sava Eskimo S3 kämpft für Slowenien. Komplettiert wird das Starterfeld vom Semperit Speed-Grip aus Österreich und dem Vredestein Snowtrac 3 aus den Niederlanden. Volles Programm also.

Zunächst unterzieht sich die Elite der Winterspezialisten auf dem hochmodernen Bridgestone-Testgelände nahe Rom den strapaziösen Nass- und Trocken-Tests. Wie so oft liegt das Teilnehmerfeld auf griffi gem Asphalt noch recht eng beieinander, wenngleich die Bremsversuche bereits deutliche Unterschiede aufzeigen. So passiert der Golf mit Pirelli-Reifen jenen Punkt, an dem der Wagen mit Firestone-Bereifung bereits stoppt, noch mit gut 30 km/h Resttempo. Absolut erfreulich ist indes, dass kein Profil bei der Fahrsicherheit patzt und sich der Testwagen mit allen Reifen selbst in Extremsituationen noch ordentlich kontrollieren lässt. Daran hat jedoch sicherlich auch das nicht abschaltbare ESP des aktuellen VW Golf sowie dessen narrensicheres Fahrwerk einen erheblichen Anteil.

Mehr Reifentests: Ganzjahresreifen & Somerreifen im Test

Bei den Testfahrten auf bewässerter Oberfläche gerät das Ranking der Kandidaten aber in Bewegung: Während der Goodyear sich mit exzellenten Aquaplaning-Resultaten und einem sicheren Fahrverhalten ganz klar die Spitzenposition sichert, hadert der Nokian mit seinem mitunter instabilen Fahrverhalten und einer wenig effektiven Wasserverdrängung. Er verliert sowohl bei Geradeausfahrt als auch in Kurven zuerst den Bodenkontakt. Doch auch der preisgünstige Sava und der Semperit passieren tiefes Wasser weniger souverän. Der Pirelli enttäuscht abermals mit den längsten Bremswegen. Und auch der Conti kann die hohen Erwartungen im Nassbremsen nicht ganz erfüllen. Einen sehr guten Eindruck hinterlässt dafür der Firestone, der lediglich nicht ganz das Gripniveau und damit die Kurvenstabilität der Spitzen-Produkte erreicht.