VW Golf im großen Winterreifentest der AUTO ZEITUNG
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BRIDGESTONE BLIZZAK LM-30 Die von uns getesteten Prototypen des neuen Bridgestone wurden zum Serienstart noch einmal überarbeitet, weshalb wir den Reifen aus der Wertung genommen haben. Die Entwickler wollen sowohl die Mischung als auch die Lamellierung des LM-30 optimieren, weil die ersten Test-Ergebnisse nicht zufriedenstellend waren.
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NOKIAN WR G2
TESTERGEBNISSE
SCHNEE Giftige Lastwechselreaktionen des Nokian rufen oft das ESP auf den Plan.
Die ordentliche Traktion sichert ihm wichtige Punkte NASS Der Nokian neigt zu kräftigen Lastwechselreaktionen und verträgt kein Kurven-Aquaplaning. Bei schneller Fahrweise anspruchsvoll TROCKEN Ohne Tücke setzt der Nokian WR G2 Richtungswechsel um und baut eine zuverlässige Seitenführung auf. Sportliches Profil PLATZIERUNG: 10 Der finnische Nokian enttäuscht bei winterlichen Bedingungen und im Aquaplaning
PREIS: ca. 340 Euro (Durchschnittspreis)
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KUMHO I'ZEN KW23
TESTERGEBNISSE
SCHNEE Der Kumho kündigt
seine Haftgrenze eindeutig an, jedoch fehlt es ihm an Seitenführung. Gut: neutrales Eigenlenkverhalten NASS Der Kumho wird bei Nässe zwar nicht kritisch, doch zeigt er starkes Untersteuern gefolgt von zackigen Lastwechselreaktionen TROCKEN Auf griffigem Asphalt hadert der I’zen mit starkem Untersteuern und geringer Lenkpräzision. Durchschnittliches Gripniveau PLATZIERUNG: 8 Bei Nässe hält der I’zen gut mit, trockene Straßen liegen ihm weniger. Für versierte Fahrer
PREIS: ca. 355 Euro (Durchschnittspreis)
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SAVA ESKIMO S3
TESTERGEBNISSE
SCHNEE Mit sehr guten Bremswerten und hoher Zugkraft kann der Sava sein unharmonisches Fahrverhalten teilweise ausgleichen NASS Trotz offener Profilgestaltung nur schwache Drainage-Leistung. Am Limit wird das Heck etwas zu instabil, bleibt aber unkritisch TROCKEN Unauffällig absolviert der Eskimo die Trocken-Tests und sammelt fleißig Punkte. Sein leicht unrundes Abrollen mindert den Komfort PLATZIERUNG: 8 Der preiswerte Sava hat durchaus Talent, kann aber insgesamt nicht richtig überzeugen
PREIS: ca. 305 Euro (Durchschnittspreis)
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PIRELLI SOTTOZERO SERIE II
TESTERGEBNISSE
SCHNEE Der Dynamiker unter den Winterreifen kommt von Pirelli. Sein sportlich-präzises Handling macht enorm viel Spaß NASS Gut: spontanes, williges Einlenken und direkte Rückmeldung. Schlecht: Bremsweg zu lang, Lastwechselreaktionen zu lebhaft TROCKEN Einerseits punktet der Pirelli mit sportlich-präzisem Handling und flotten Zeiten, andererseits bremst er schlecht. Laut PLATZIERUNG: 7 Lange Bremswege und das laute Abrollgeräusch kosten den Pirelli wertvolle Punkte
PREIS: ca. 395 Euro (Durchschnittspreis)
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SEMPERIT SPEED-GRIP
TESTERGEBNISSE
SCHNEE Der griffige Speed-
Grip lässt sich trotz träger Lenkreaktionen auf Schnee am schnellsten bewegen. Zudem ist er spurstabil NASS Zeigt auf der Kreisbahn massives Untersteuern. Im Handling wirkt der Speed-Grip hingegen angenehm ausbalanciert TROCKEN Große Lenkwinkel, deutliche Untersteuertendenz – der Speed-Grip ist wenig agil, aber einfach zu fahren. Mäßige Bremswege PLATZIERUNG: 6 Gut im Schnee, aber sonst nur mäßig – der Semperit hinterlässt keinen bleibenden Eindruck
PREIS: ca. 345 Euro (Durchschnittspreis)
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MICHELIN PRIMACY ALPIN 3
TESTERGEBNISSE
SCHNEE Seine schwache Traktion, recht lange Bremswege und die ausgeprägte Untersteuertendenz werfen den Michelin zurück NASS Sein volles Potenzial offenbart der Michelin nur bei feinfühliger Fahrweise. Schnelle Kreiszeit: Indiz für gute Seitenführung TROCKEN Top im Komfort, schnell im Handling und zügig im Slalom. Dabei narrensicher zu beherrschen und sehr spurstabil PLATZIERUNG: 5 Der Michelin Primacy Alpin eignet sich eher als Allseason-Profil; schwach im Schnee
PREIS: ca. 415 Euro (Durchschnittspreis)
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VREDESTEIN SNOWTRAC 3
TESTERGEBNISSE
SCHNEE Auch wenn der
Snowtrac 3 keine Rekord-Werte verbucht, überzeugt er im Schnee auf ganzer Linie. Problemloser Pneu NASS Ein Reifen für aktive Fahrer, der erst mit aggressivem Stil schnell in Kurven ist – siehe Kreisbahn-Zeit. Manko: langer Bremsweg TROCKEN Flotte Zeiten und kurze Bremswege sprechen für den Vredestein. Nahe der Haftgrenze
eindeutige Untersteuerneigung PLATZIERUNG: 4 Ausgewogenes Profil mit guten Wintereigenschaften.
Der Snowtrac 3 ist ein starker Allrounder
PREIS: ca. 360 Euro (Durchschnittspreis)
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GOODYEAR ULTRAGRIP 7+
TESTERGEBNISSE
SCHNEE Tadellose Vorstellung: Der Goodyear zeigt stets eine stoische Untersteuerneigung. Schwachstellen? Fehlanzeige NASS Bestnoten im Aquaplaning, kurze Bremswege und sein leicht kontrollierbares Untersteuern sichern dem UG 7+ Platz Eins bei Nässe TROCKEN Zwar nicht besonders exakt zu dirigieren, aber leicht zu kontrollieren. Haftgrenze kündigt
sich früh und eindeutig an PLATZIERUNG: 3 Immer eine sichere Wahl: Der Goodyear UG 7+ überzeugt durchweg mit starken Leistungen
PREIS: ca. 385 Euro (Durchschnittspreis)
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Elf aktuelle Winterreifen im Format 205/55 R 16 H treten zum Wettstreit in sechzehn Disziplinen an – Kampf der Profile bei Regen, Schnee und Sonnenschein
Zum diesjährigen Winterreifentest der AUTO ZEITUNG treten nicht weniger als elf Athleten aus zehn Nationen an: Aus Deutschland kommen der Continental WinterContact TS 830 und der Vorjahressieger Dunlop SP Winter Sport 3D. Die Japaner sind mit dem Firestone Winterhawk 2 vertreten, die Amerikaner stellen den Goodyear UltraGrip 7+. Aus Korea stammt der Kumho I’zen KW23, die Franzosen entsenden den Michelin Primacy Alpin 3, und Finnland schickt den Nokian WR G2 ins Rennen. Pirelli vertritt Italien, der Sava Eskimo S3 kämpft für Slowenien. Komplettiert wird das Starterfeld vom Semperit Speed-Grip aus Österreich und dem Vredestein Snowtrac 3 aus den Niederlanden. Volles Programm also.
Zunächst unterzieht sich die Elite der Winterspezialisten auf dem hochmodernen Bridgestone-Testgelände nahe Rom den strapaziösen Nass- und Trocken-Tests. Wie so oft liegt das Teilnehmerfeld auf griffi gem Asphalt noch recht eng beieinander, wenngleich die Bremsversuche bereits deutliche Unterschiede aufzeigen. So passiert der Golf mit Pirelli-Reifen jenen Punkt, an dem der Wagen mit Firestone-Bereifung bereits stoppt, noch mit gut 30 km/h Resttempo. Absolut erfreulich ist indes, dass kein Profil bei der Fahrsicherheit patzt und sich der Testwagen mit allen Reifen selbst in Extremsituationen noch ordentlich kontrollieren lässt. Daran hat jedoch sicherlich auch das nicht abschaltbare ESP des aktuellen VW Golf sowie dessen narrensicheres Fahrwerk einen erheblichen Anteil.
Mehr Reifentests: Ganzjahresreifen & Somerreifen im Test
Bei den Testfahrten auf bewässerter Oberfläche gerät das Ranking der Kandidaten aber in Bewegung: Während der Goodyear sich mit exzellenten Aquaplaning-Resultaten und einem sicheren Fahrverhalten ganz klar die Spitzenposition sichert, hadert der Nokian mit seinem mitunter instabilen Fahrverhalten und einer wenig effektiven Wasserverdrängung. Er verliert sowohl bei Geradeausfahrt als auch in Kurven zuerst den Bodenkontakt. Doch auch der preisgünstige Sava und der Semperit passieren tiefes Wasser weniger souverän. Der Pirelli enttäuscht abermals mit den längsten Bremswegen. Und auch der Conti kann die hohen Erwartungen im Nassbremsen nicht ganz erfüllen. Einen sehr guten Eindruck hinterlässt dafür der Firestone, der lediglich nicht ganz das Gripniveau und damit die Kurvenstabilität der Spitzen-Produkte erreicht.
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