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Reifen-Test - Sechs Winterreifen im Format 235/45 R 17 V

Sport-Winterreifen bis 240 km/h im Test

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Kombiniert mit Sport-Winterreifen wird der Subaru Impreza zum Carving-Ski für die Straße. Sechs Lamellen-Profile im Test

Jetzt mal ehrlich: Jeder, der Benzin im Blut hat, driftet doch gerne mal ein bisschen auf leeren, tief verschneiten Straßen oder Parkplätzen und träumt davon, einmal mit einem heißen Allrad-Sportler wie dem Subaru Impreza WRX STi seine ganz persönliche Rallye-Sonderprüfung auszufahren. Wir haben uns diesen Wunsch erfüllt und testeten sechs sportlich ausgerichtete Winterreifen mit genau diesem Auto auf Herz und Nieren.

Doch dabei spielte der Fahrspaß nur eine untergeordnete Rolle. Denn diese Reifen passen auch auf weniger dynamische Fahrzeuge, wie den Ford Mondeo, den VW Passat oder ältere Audi A4-Typen. In unserem Reifentest steht stets die Sicherheit an erster Stelle – und zwar unter allen Straßenzuständen.

WINTERSPORT FÜR PROFIS
Folgerichtig bewerten wir die möglichen Rundenzeiten des Subaru weit niedriger als die Beherrschbarkeit des Auto-Reifen-Pakets im Grenzbereich oder das Bremsvermögen. Beim Nothalt auf Schnee bilden nämlich weder Fahrkönnen noch Fahrzeugkonzept, sondern allein die Reifen das entscheidende Kriterium. Am wirkungsvollsten verzögert in unserem Winterreifentest der Goodyear. Schlechtester Schneestopper ist der Pirelli, der rund eine Fahrzeuglänge mehr benötigt, um aus 50 km/h zum Stehen zu kommen.

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Bei der Traktion stellt der Rallye-Renner indes die Überlegenheit seines Konzepts klar. Permanenter Allradantrieb, zwei Sperrdifferenziale – der Subaru WRX STi wetzt selbst auf den weniger griffi gen Gummis los wie angestochen. Doch bei Autos mit nur einer angetriebenen Achse entscheidet hauptsächlich die Wahl des Reifens darüber, ob man die Steigung erklimmt oder nicht. Nokian, Dunlop und Goodyear helfen verlässlich bergauf, während der Anstieg mit dem Michelin und dem Uniroyal früher ein Ende findet.

Weiß glitzernde Passstrecken wecken schnell den Spieltrieb enthusiastischer Autofahrer – und möglicherweise auch deren Leichtsinn. Gefährlicher sind meist regennasse Straßen. Denn während man auf Schnee in der Regel unwillkürlich das Tempo drosselt und jederzeit mit einem Ausbrechen des Fahrzeugs rechnet, reduziert kaum jemand die Geschwindigkeit, nur weil es regnet. Die Reserven der Pneus werden häufig weiter ausgereizt, als sich der Fahrer bewusst ist.

Gut, wenn die Reifen dann über entsprechend viel Grip, Aquaplaning-Sicherheit und Fahrstabilität verfügen. Dank modernster Gummi-Mischungen mit Silika und Nano-Technologie leisten die getesteten Winterprofile bei Nässe wahrhaft Erstaunliches – zumal ihre Aufstandsfläche insgesamt nicht viel größer ist als ein DIN-A4-Blatt.

Besonders der Dunlop verhilft dem Impreza auf feuchtem Untergrund zu herausragenden Fahreigenschaften und Sicherheitsreserven. Spektakuläre Drifteinlagen setzt er mit derselben Präzision um wie spurstabiles Fahren im Grenzbereich. Außerdem bremst er am besten und steht aus 100 km/h bereits nach 54,5 Metern. Der günstigere Uniroyal benötigt 58 Meter – nach 54,5 Metern ist der Impreza dabei noch knapp 25 km/h schnell.