Youngtimer-Rallye Creme 21 Zum achten Mal gecremt

29.03.2010

Wenn auf irgend einem Parkplatz in der Republik plötzlich bunte Autos und seltsame Gestalten auftauchen, die Autos mit Startnummern versehen werden und alles plötzlich ein wenig an eine Rallye erinnert, ist wahrscheinlich wieder Creme21-Time

Die Youngtimer-Rallye mit dem Namen einer Hautpflege-Serie fand vom 16. bis 21 September zum achten Mal statt. Wobei das Wort Rallye den Mehrfachteilnehmern und Wiederholungstätern vielleicht nur etwas schwer über die Lippen kommt. Denn eine Rallye im herkömmlichen Sinn ist diese Veranstaltung ganz und gar nicht.

Auch keine normale Oldtimer-Rallye, bei der es auf Gleichmäßigkeit oder Orientierung ankommt. Die Autos sind bei dieser Rallye nicht Werkzeug, sie sind Teil der Lebensart, des Lebensgefühls. So entsteht alljährlich ein kaleidoskopbuntes, abwechslungsreiches Starterfeld, das in diesem September etwa von den Extremen Isdera Imperator und Fiat Panda 34 markiert wurde. Oder Fiat 500 und Lotus Esprit Turbo.

Die Mehrheit des Starterfeldes ist freilich bodenständiger: Die Marken Porsche und BMW dominierten mal wieder deutlich. Stichwort BMW: Dass die Creme21 ein Erfolgsmodell in der Szene ist, hat sich schon lange in den Traditionsabteilungen der deutschen Automobilhersteller herumgesprochen. So beschickt BMW Classic seit Jahren das Starterfeld mit ein paar Autos, diesmal einem frisch restaurierten Morris Mini Traveller zum 50. Geburtstag des Kult-Kleinwagens und ein M 3-Cabrio. Und die Nutzfahrzeug-Abteilung von Volkswagen ließ ein paar ausgewählte T2- und T3-Busse mitlaufen. Zudem unterstützen Volkswagen und BMW das Unternehmen mit ein paar Golf GTI, T5-Transportern und Mini Clubman für die Rallye-Organisatoren. Leihweise natürlich.

Aber zurück zur Rallye: Die ging nach einem Start bei Bosch Automotive Tradition in Karlsruhe und einer eintägigen Schwarzwald-Runde über Mannheim, Luxemburg und Düsseldorf nach Leverkusen. Über 1200 Kilometer für VW Käfer, Nissan Silvia, Porsche 911, Lotus Eclat, Opel Monza oder Mercedes W 126. Locker in die Kilometer gestreut jeweils ein paar Wertungsprüfungen pro Tag, die eigentlich mehr an Kindergeburtstage als an Rallyes erinnern. Aber irgendwie muss man schließlich den Sieger ermitteln. Und wie immer gab es am Straßenrand viel zu sehen, denn die Streckenführung ist exquisit.

Weinberge an der Weinstraße, die Kurven des Pfälzer Walds, die Hunsrückhöhenstraße oder die Braunkohlerevier am Niederrhein, Heimatkunde auf Rädern, auch das ist Creme 21. Und Industriekultur, weshalb auch der Zielort bei Bayer in Leverkusen doch ins Bild passt. Ach ja, die Sieger, die gab es natürlich auch. In diesem Jahr ließen sich Roswitha und Joachim Bayer auf ihrem 73er Standard-Käfer als Gesamtsieger feiern. Und im September 2010 wird zum neunten Mal gecremt. Heinrich Lingner

>>Bildergalerie: Die Creme 21 von 2008

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