Wichtige Modelle von Toyota Ungewohntes Minus

08.02.2009

Ungewohntes Minus: Zum ersten Mal in der 70-jährigen Firmengeschichte meldet Toyota rote Zahlen. Im letzten Quartal machte der inzwischen weltweit größte Autobauer einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro, für das gesamte Geschäftsjahr, das Ende März ausläuft, rechnen die Japaner mit einem Minus von rund 2,4 Milliarden Euro.

Es wird nicht leicht für Akio Toyoda. Wenn der 52 Jahre alte Enkel des Firmengründers Kiichiro Toyoda im Juni den Präsidenten Katsuaki Watanabe ablöst und das Ruder der Toyota Motor Corporation (TMC) übernimmt, befindet sich der Autoriese Toyota in seichtem Gewässer. Zum ersten Mal in der 70 Jahre dauernden Firmengeschichte meldet Toyota operative Verluste. Weltweit fuhren die Japaner im vergangenen Quartal ein Minus von 1,3 Milliarden Euro ein. Angesichts der negativen Tendenz wurde auch die Prognose für das Ende März endende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Toyota geht davon aus, dass bis zum 31. März 2009 weltweit 7,23 Millionen Fahrzeuge verkauft worden sind, das sind rund 220000 weniger als die Japaner noch im Dezember offiziell mitteilten. Insgesamt werde ein Defizit von rund 2,4 Milliarden Euro erwartet, hieß es in der Presseerklärung vom 6. Februar 2009.

Vor allem in Japan, den USA und Europa konnte Toyota nicht so viele Autos absetzen, wie geplant. Auf dem US-Markt fiel der Autoverkauf auf den Stand von 1982 – innerhalb eines Monats brach der Absatz um 34,4 Prozent auf 117287 verkaufte Fahrzeuge im Dezember ein. In Asien, Zentral- und Südamerika, Afrika und im Mittleren Osten schrieb man hingegen weiterhin schwarze Zahlen.

Verantwortlich für diesen drastischen Absatz-Einbruch macht Toyota vor allem die Weltwirtschaftskrise, das große Misstrauen von Banken bei der Kreditvergabe, die Zurückhaltung seitens potenzieller Käufer angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und vor allem den starken Yen gegenüber dem Euro. Die japanische Währung hatte in der jüngsten Vergangenheit gegenüber dem europäischen Zahlungsmittel an Wert gewonnen und die Exportkosten erhöht.

Toyota Motor Company-Vorstand und Vize-Präsident Mitsuo Kinoshita kündigte angesichts der schlechten Ergebnisse an, Maßnahmen zu ergreifen, um die Kosten im nächsten Jahr zu senken. Der Rotstift werde bei Entwicklung, Produktion und Verkauf angesetzt, hieß es. Das Sparspektrum reiche aber von einfachen Sparmaßnahmen auch bis hin zu Veränderungen in der Modellpolitik, sagte Kinoshita. Man sehe sich jedoch mit der offensiven Weiterentwicklung von Hybridmotoren auf dem richtigen Weg, um gestärkt und gut aufgestellt aus der Krise hervorzugehen.

Im Sommer erscheint die dritte Generation des weltweiten Verkaufsschlagers Prius, die Tochter Lexus bringt eine neue Hybridversion des Geländewagens RX auf den Markt.

Der Umfang der Kostenreduzierung wurde auf rund zehn Prozent gesetzt. Unbestätigten Meldungen zur Folge habe Toyota die Produktion bereits jetzt um etwa 20 Prozent zurückgefahren, ob im Zuge der Sparmaßnahmen auch einige der insgesamt rund 315000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen, wurde nicht gesagt. Paul Englert

AUTO ZEITUNG

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