Werkstätten-Test: BMW
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04103 Leipzig, Zwickauer Straße 55
Wer diesen Autotempel betritt, erlebt eine Mischung von Kunstausstellung, Produktpräsentation und Kaffeehaus-Atmosphäre. Die viertelstündige Wartezeit verbringen wir in bequemen Ledersesseln und genießen Espresso und Sprudel. Derweil läuft im Hintergrund bereits die Datenaufnahme unseres Fahrzeugs: per Schlüsselauslese, Fahrzeugpapier- und Serviceheftstudium.
Anschließend zeigt ein hochmotivierter Serviceberater, wie eine Direktannahme auszusehen hat: Im separaten Hebebühnen-Raum, dessen funkelnde Reinheit an einen OP-Saal erinnert, erkennt er bereits mit geschultem Blick die ersten sechs von zehn präparierten Mängeln.
Mit solider Fachkompetenz erklärt er, warum wir neue Reifen brauchen und welche Folgen überaltete Bremsflüssigkeit nach sich zieht, bietet eine kostenlose Wäsche und die schonende Motorreinigung an. Und bevor er uns zu seinem Schreibtisch im Büro nebenan bittet, wäscht er sich ganz nebenbei und gründlich wie der Oberarzt nach der Visite die Hände.
Beim Abholen ein ähnliches Szenario: Wir erfahren viel über den recht guten Zustand unseres Autos. Ein Wermutstropfen: Der viel zu tief eingestellte Scheinwerfer blieb unerkannt und der Beckengurt unter dem Rücksitz versteckt.
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04668 Grimma, Hengstbergstraße 9
Im Industriegebiet zwischen Baumarkt und Großtankstellen steht der schmucke, kleine Glas-Pavillion von Kühne. Draußen gibt es genug Parkfläche für Werkstattkunden und Autokäufer, drinnen einen besonders leckeren Kaffee.
Und es geht gleich zur Sache:„Den Kaffee können Sie ruhig mit zur Hebebühne nehmen“, lädt uns der Meister im Blaumann ein und fährt den Wagen selbst auf die Bühne. Dort entdeckt er mit kundigem Blick und geschulten Griffen bereits die ersten Mängel. Seinen Händen sieht man an, dass er offenbar auch gern selber schraubt.
Das Computer-Tippen fällt ihm dagegen schwerer, dennoch nimmt er alles akribisch auf und scheut sich nicht, unterschiedliche Auftragsangebote für das eine oder andere Zipperlein unseres BMW per Tastatur einzugeben.
Erstaunlich, wie selbstlos er hier und dort nach wirklichen Preisvorteilen sucht. Auch seine Fahrzeugschlosser leisten gute Arbeit. Nur den zu langen Hebelweg an der Handbremse fanden sie nicht.
Bei der Fahrzeugrückgabe wäre ein Hinweis, dass man den zu niedrigen Kühlflüssigkeitsstand beobachten sollte, angebracht gewesen. Trotzdem ist der Service-Check im Autohaus Kühne bei sehr gutem Service eine Empfehlung wert.
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21244 Buchholz, Hanomagstraße 25
Das moderne Glasgebäude ist bereits von Weitem gut zu erkennen, doch nur über einen langen, schlecht ausgeschilderten Umweg zu erreichen. Die Service-Crew empfängt uns hanseatisch kühl: Die Fahrzeugdaten müssen wir am Annahme-Tresen stehend in den Computer diktieren – und das, obwohl die meisten dieser Daten sich ruck, zuck via BMW-Schlüssel-Auslesesystem erfassen lassen.
Das Hightech-Gerät bleibt hier ungenutzt. Für die Einzelheiten bittet uns der Servicemeister an seinen Schreibtisch, doch einen Kaffee oder ein erfrischendes Sprudelwasser wird uns trotz sommerlicher Hitze nicht angeboten.
Zur Direktannahme fährt er den BMW 320d selbst auf die Hebebühne und versucht, am gerade erst abgestellten Motor den Ölstand per Peilstab zu messen. Bei der Bereifung nennt er in einem Atemzug die ausreichende Profiltiefe und den porösen Gummi. Eine Empfehlung, ob wir neue Reifen brauchen oder weiterfahren können, bleibt allerdings aus.
Mehr Fachkompetenz beweist er bei anderen Mängeln: Das Defizit beim Bremsflüssigkeitsstand kann er gut erklären und notwendige Korrekturen an der Auspuffschelle begründen. Statac findet allerdings einen Fehler nicht: die verstellte Waschdüse.
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22459 Hamburg, Frohmestraße 97
Hier stimmt der Service. Wir werden freundlich empfangen und können die Wartezeit mit Kaffee und Erfrischungsgetränken überbrücken. Die kleine BMW-Werkstatt hat jedoch ein Problem mit der Hebebühne. Deshalb müssen wir auf eine Direktannahme, bei der der Kunde viel über den technischen Zustand seines Autos erfährt, verzichten.
Zum Ausgleich präsentiert uns der motivierte Servicemeister am nächsten Tag beim Abholen unseren BMW nun auf der Hebebühne und erläutert alle durchgeführten Arbeiten. Und dabei zeigt sich die Professionalität des Unternehmens: Neun von zehn präparierten Mängeln wurden erkannt und behoben. Lediglich das durchgebrannte Lämpchen im Handschuhfach blieb unangetastet.
Ein plausibler Grund für den niedrigen Kühlmittelstand konnte die Werkstatt nicht finden. Deshalb empfiehlt uns der Werkstattmeister, den Vorratsbehälter im Auge zu behalten – richtig so. Darüber hinaus bekamen wir gute Tipps und eine umfangreiche Auflistung der in Kürze anstehenden Reparaturen samt Kostenvoranschlag mit.
Erfreulich: ATR berechnete uns für das Longlife-Motorenöl nur 9,17 Euro je Liter und ist mit einem Rechnungsbetrag von rund 293 Euro die preiswerteste BMW-Werkstatt im Testfeld.
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40721 Hilden, Düsseldorferstraße 2
Der lange Weg zum Service-Tresen führt quer durch die große Verkaufsausstellung. Dort empfängt uns ein freundlicher Serviceberater mit Kaffee und der Frage, ob wir Zeit für eine ausführliche Direktannahme hätten. Haben wir. Die Fahrzeugdaten gelangen hier per Schlüssel-Auslese in den PC.
Zügig und professionell checkt der Meister das Auto vor unseren Augen und weist uns bereits auf die ersten gefundenen Mängel hin. In dieser Werkstatt wurden alle von uns eingebauten Fehler erkannt, nur einer nicht korrekt behoben. Der von uns zu tief eingestellte rechte Scheinwerfer strahlt nach dem Werkstattbesuch nun zu hoch. Das Auto würde so also den Gegenverkehr blenden. Solch ein Patzer bringt Punktabzug.
Schade, denn alles andere, vor allem die Umsicht des Servicemeisters, überzeugen: Wir werden auf das abgelaufene Verfallsdatum auf dem Verbandskasten hingewiesen, bekommen eine kostenlose Wagenwäsche samt Innenraumreinigung und ein „Mobilitätsangebot“ mit Vorführ- oder Mietwagen.
Telefonisch wird uns mitgeteilt, dass die Werkstatt früher als geplant fertig wird und wir das Auto zwei Stunden eher abholen können. Und bei der Übergabe erfahren wir viele Details zu unserem Auto – so soll es sein.
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51271 Leverkusen, Overfeldweg 2
Die Unternehmensleitung macht die Autoabgabe auch nach Büroschluss möglich: Dazu befinden sich ein Spender für Auftragsformulare und ein Schlüssel-Tresor an der Eingangstür.
Wir versuchen die persönliche Auto-Abgabe und stoßen auf Probleme: Der telefonisch angemeldete Termin lässt sich im PC erst nicht auffinden, dann bedarf es einiger Minuten, ehe feststeht, welcher Annahme-Meister unseren Fall „aufgedrückt bekommen“ kann. Wir stehen uns derweil die Füße platt und fühlen uns alles andere als gut behandelt.
Dann endlich bittet uns ein Service-Mitarbeiter zu sich, liest wortlos den Schlüssel aus und gibt sich auch bei der Direktannahme nicht gerade kommunikativ. Wir dürfen zwar neben der Annahme-Hebebühne stehen, erfahren aber nur wenig über das, was der Kollege im Meister-Kittel mit Taschenlampe und Rüttelbewegungen feststellt.
Auf Nachfrage bekommen wir gesagt, dass der Keilriemen erneuert werden müsse, sie seien eventuell porös. Waren sie aber nicht, also kein Tausch. Beim Abholen des Autos erläutert man uns die gefundenen Fehler im Stehen.
Alle Fehler wurden von der Werkstatt gefunden und behoben – doch zum Problem des niedrigen Kühlwasserstands gab es keine Hinweise.
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85614 Kirchseeon, Münchner Straße 80
Direkt vor dem Werkstatt-Eingang befindet sich ein großer Kundenparkplatz. Auch bei Wagner können Fahrzeuge nach Büroschluss via Einwurf-Schlüsselschlitz abgegeben werden.
Die konventionelle Fahrzeugabgabe läuft hier per Arbeitsteilung zügig ab. Während eine Service-Assistentin die Fahrzeugdaten in den PC tippt, beginnt der fachlich gut geschulte Service-Berater mit der Fehlerabfrage und der Direktannahme. Mit einem Hinweis auf die kleine Inspektion I, die für unser Auto reiche, will er uns beim Kostensparen helfen. Doch wir verlangen die große Inspektion II.
Auch das Abholen des Autos läuft zügig, allerdings im Stehen ab, Zeit für einen Kaffee bleibt nicht. Der junge Service-Meister erläutert die ausgeführten Arbeiten und gibt nützliche Empfehlungen. Eine abgehakte Checkliste bekommen wir nicht ausgehändigt, dafür aber einen handgeschriebenen Zettel mit den gefundenen Fehlern.
Acht von zehn präparierten Mängeln sind dabei: Unser Testauto verlässt mit falscher Scheinwerfereinstellung und losem Radbolzen die Werkstatt. Zwei Fehler, die sicherheitsrelevant sind. So etwas darf nicht passieren.
Im Gesamtergebnis kann die Werkstattleistung deshalb nur als befriedigend eingestuft werden.
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85716 Lohof, Sportplatzstraße 1
Im Schaufenster des kleinen Eckladens stehen Modelle von BMW, Mini und Suzuki nebeneinander, Kunden sind weit und breit nicht zu sehen.
Dennoch Wirrwarr am Tresen: Die Dame an der Service-Annahme findet unsere Termin-Vereinbarung nicht und wird nervös. Erst nach 14 Minuten grätscht eine Kollegin aus dem Hintergrund ein: Sie habe den Termin notiert und alles gehe in Ordnung.
Nächstes Problem: Auto Dennemarck will nur eine kleine und nicht wie vereinbart eine große Inspektion durchführen. Hier haben wir den Eindruck, dass Kundenwünsche hart erkämpft werden müssen. Das ganze unnötige Prozedere müssen wir im Stehen neben einem Espressoautomaten über uns ergehen lassen – für uns wird er nicht angeworfen.
Bei der Fahrzeugrückgabe werden wir auf Rost am Bremsscheibenrand hingewiesen. Das ist aber ganz und gar kein Mangel. Gut: Die Batterie wurde nachgeladen, weil der Fehlerspeicher Probleme mit der Spannung signalisierte. Schlecht: In der Checkliste wurde zwar der Punkt „Gurte überprüfen“ abgehakt, aber nicht durchgeführt.
Außerdem blieben insgesamt vier Pflichtmängel unentdeckt, darunter die defekte Handschuhfachbeleuchtung, die Handbremseinstellung und die verstellte Waschdüse.
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