Weltgrößter Autohersteller 2014: Toyota weiter vor VW Wolfsburg drängt

21.01.2015

Toyota konnte beim Absatz vergangenes Jahr seinen Thron verteidigen und bleibt größter Autohersteller der Welt. Doch VW drängt mit aller Macht

Toyota hat 2014 seinen Platz auf dem Thron der Autowelt verteidigt - doch eine Flaute in der Heimat könnte die Japaner schon dieses Jahr hinter Volkswagen zurückwerfen. Nachdem der Konzern den Wolfsburger Rivalen vergangenes Jahr mit 10,23 Millionen Fahrzeugen noch um rund 90 000 Stück ausgestochen hatte, rechnet Toyota für 2015 mit einem leichten Rückgang der Verkaufszahlen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit würde VW schon ein minimales Wachstum reichen, um erstmals zum größten Autobauer der Welt aufzusteigen.

Grund für Toyotas gedämpften Ausblick: In Japan könnte der Absatz dieses Jahr um satte neun Prozent absacken, weil eine Erhöhung der Mehrwertsteuer aus dem Frühjahr 2014 nun voll zur Geltung kommt und die Kauflaune bremst. In der Heimat verkauft Toyota jedes fünfte seiner Autos. Da außerdem die beiden weltgrößten Märkte China und USA dieses Jahr langsamer wachsen dürften als in den vergangenen zwölf Monaten, können die Japaner die Schwäche in der Heimat nicht vollständig ausgleichen.

 

Weltgrößte Autobauer 2014: Toyota und VW knacken 10 Mio.

Für dieses Jahr rechnen sie deshalb mit 10,15 Millionen verkauften Fahrzeugen inklusive ihrer Marken Lexus und Daihatsu sowie Hino-Nutzfahrzeuge. VW war beim Absatz 2014 mit seinen zwölf Marken auf 10,14 Millionen Stück gekommen und hatte ebenfalls die historische Marke von zehn Millionen Einheiten zum ersten Mal geknackt. Einen Ausblick für das neue Jahr gab Konzernchef Martin Winterkorn noch nicht. Der dritte Rivale General Motors hatte mit 9,9 Millionen Autos knapp den Sprung in den zweistelligen Bereich verpasst.

Während Volkswagen auf ungebrochenem Expansionskurs steuert und ähnlich wie GM vor allem in China Fabrik um Fabrik eröffnet, hat sich Toyota einen Ausbau-Stopp verordnet. Nachdem die Japaner Ende des letzten Jahrzehnts mit Qualitätsproblemen zu kämpfen hatten und gewaltige Rückrufaktionen stemmen mussten, trat Gründer-Enkel Akio Toyoda auf die Bremse. Bis mindestens 2016 will er kein neues Werk bauen. Dagegen plant VW bis 2019 inklusive seiner China-Geschäfte mit weit über 100 Milliarden Euro an Investitionen für neue Modelle, Technologien - und eben Fabriken.

Dagegen setzt Toyota vor allem auf eine hohe Rendite und fährt so große Anteile des Umsatzes als Gewinn ein, wie sonst nur Oberklassehersteller. Denn die Japaner kommen mit rund 60 Prozent der Volkswagen-Belegschaft auf ähnliche Produktionsgrößen. Zuletzt schärfte aber auch VW-Chef Winterkorn den Fokus auf effizientere Abläufe. Mit einem strikten Sparkurs sollen die Kosten bis 2017 allein bei der Hausmarke Volkswagen Pkw um fünf Milliarden Euro gedrosselt werden.

AUTO ZEITUNG

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