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Wann Punkte in Flensburg verfallen: Wichtig!

Dann verfallen Punkte in Flensburg

Spätestens seit der Reform im Mai 2014, ist es für viele Autofaher ein Rätsel, wann die Punkte in Flensburg verfallen. Wir erklären wie lange die Verjährung dauert, wofür es wieviele Punkte gibt und was passiert, wenn die Acht-Punkte-Genze überschritten wird.

Da hat man mal kurz nicht aufgepasst und schon versehentlich eine rote Ampel überfahren. Aber das kostet nicht nur 90 Euro, sondern gibt auch einen Punkt auf’s Konto in Flensburg. Wann der Punkt verfällt, ist abhängig von der Schwere der Tat. Im Beispielfall dürften zweieinhalb Jahre vergehen, bis der Punkt im Fahreignungsregister (FAER), ehemals Verkehrszentralregister (VZR), getilgt ist. Dann vergeht noch ein weiteres Jahr, die sogenannte Überliegefrist, bis der Eintrag endgültig gelöscht ist. Maximal acht Punkte dürfen in der Verkehrssünderkartei angesammelt werden, ansonsten ist der Führerschein für mindestens ein halbes Jahr weg. Wann die Punkte verfallen liegt aber auch daran, ob das Vergehen vor oder nach dem 1. Mai 2014 begangen wurde, zu diesem Zeitpunkt trat nämlich die Reform des ursprünglichen Punkte-Systems in Kraft. Die Punkte vor und nach diesem Datum verfallen deswegen nach unterschiedlichen Prinzipien, wobei die Reform in erster Linie durchgesetzt wurde, um das Punkte-System für die Bürger nachvollziehbarer und gerechter zu gestalten.

Mehr zum Thema: Aktueller Bußgeldkatalog

Dafür gibt es Punkte: Standstreifenbenutzung (Video)

 

Wann verfallen Punkte in Flensburg

Wann die Punkte in Flensburg verfallen, hing vor der Änderung des Systems nämlich noch davon ab, ob nach dem ersten Eintrag weitere Punkte auf das Konto gingen. Nach dem alten System verfällt der Punkt aus dem Beispielfall schon nach zwei Jahren. Kommt in dieser Zeit aber ein neuer Punkt hinzu, gilt die Tilgungsfrist des neuen Punktes auch für den alten. Nach dem neuen System, das seit Mai 2014 gilt, verjährt jede Tat einzeln. Die Frist der bereits auf dem Konto angesammelten Punkte ändert sich also durch neu hinzukommende nicht. Alle Punkte, die vor der Reform im Fahreignungsregister eingetragen waren, verfallen jedoch weiterhin nach dem alten System, werden durch neue Punkte aber nicht mehr beeinflusst. Wann genau die Punkte verfallen und weitere Fragen zu den Einträgen im Fahreignungsregister haben wir hier beantwortet:

Wann verfallen die Punkte in Flensburg?
Das hängt von der Schwere der Tat ab. Dabei gilt folgende Regelung:

Art des Vergehens Tilgungszeit
Ordnungswidrigkeit zweieinhalb Jahre
vor dem 1. Mai 2014: zwei Jahre
Grobe Ordnungswidrigkeit oder Straftaten fünf Jahre
vor dem 1. Mai 2014: fünf Jahre
Straftaten mit Entzug der Fahrerlaubnis zehn Jahre
vor dem 1. Mai 2014: zehn Jahre

Was ist die Überliegefrist?
Die Überliegefrist beginnt nach der Tilgung der Punkte und dauert ein Jahr. Sie lässt sich an einem Beispiel einfach erklären: Nach einer groben Ordnungswidrigkeit bekommt man beispielsweise zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei, die nach fünf Jahren getilgt sind. Danach ist der Punkt in der Regel nicht mehr einsehbar, aber trotzdem nicht vollständig gelöscht. Grund sind Verwaltungszeiten der Behörden: Angenommen auf dem Konto sind sieben Punkte, ein Punkt ist im Juni eines Jahres getilgt, aber im Juli geht schon der nächste Bescheid ein für ein Vergehen, das im Mai begangen wurde, dann bezieht sich die Strafe auf den Tatzeitpunkt. Zur Zeit des Vergehens hatte der Fahrer noch sieben Punkte auf dem Konto, sodass nun der achte hinzukommt und der Führerschein entzogen wird. Damit soll ebenfalls verhindert werden, dass die Beschuldigten ein Verfahren unnötig in die Länge ziehen, um die Tilgung eines Punkts abzuwarten.

Wann verjährt ein Punkte-Bescheid?
Wenn der Zeitpunkt des Vergehens und der Bußgeld-/Punktebescheid mehr als drei Monate auseinanderliegen, ist der Fall in der Regel als "verjährt" zu betrachten. Die Behörde hat dann keine Handhabe mehr, den Bescheid durchzusetzen.

Wofür gibt es wieviele Punkte?

Art der Tat Anzahl Punkte
Ordnungswidrigkeit (z.B. Handy am Steuer) 1 Punkt
Grobe Ordnungswidrigkeit (z.B. schwerer Abstandsverstoß) 2 Punkte
Straftat (z.B. Verstoß gegen 0,5-Promille-Grenze) 2 Punkte
Straftat mit Entzug der Fahrerlaubnis (z.B. Fahren unter Drogeneinfluss) 3 Punkte

Wie kann man seinen Punktestand einsehen?
Zum Einsehen des Punktestandes gibt es drei Wege. Der wohl am häufigsten gewählte, ist der Weg über die Post. Dazu kann man sich beim Kraftfahrt-Bundesamt ein Formular ausdrucken, das ausgefüllt nach Flensburg zu schicken ist. Wichtig sind dabei eine amtlich beglaubigte Unterschrift, oder eine persönliche Unterschrift und zusätzlich eine Kopie des Personalausweises oder Reisepasses. Wer einen Perso besitzt, der nach dem 1. November 2010 ausgestellt wurde und außerdem über ein Kartenlesegerät und die Ausweis-App verfügt, kann denn Antrag auch online stellen. Natürlich kann man den Punktestand unter Vorlage des Ausweises auch direkt beim Amt in Flensburg einsehen. Die Auskunft ist in jedem Fall kostenlos.

Kann man selbst zur Löschung von Punkten beitragen?
Jeder Kraftfahrer kann sein Punktekonto durch die freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar (FES) entlasten. Das geht jedoch nur, wenn nicht mehr als fünf Punkte in der Kartei vorhanden sind. Durch das FES lässt sich ein Punkt abbauen – allerdings nur einmal in fünf Jahren. Eine mehrmalige Teilnahme zur Löschung möglichst vieler Punkte, funktioniert also nicht. Ob sich der Besuch eines FES lohnt, muss jeder für sich entscheiden, denn in der Regel kommen Kosten zwischen 300 und 400 Euro auf die Teilnehmer zu. Die sind jedoch von der Fahrschule abhängig, die das Seminar anbietet.

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Was passiert bei Überschreitung der 8-Punkte-Grenze?
Wenn das Punkte-Konto voll ist, droht in jedem Fall ein Entzug der Fahrerlaubnis von mindestens sechs Monaten. In einigen Fällen muss der Fahrer zusätzlich zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU), das ist jedoch vom Einzelfall abhängig. In der Regel trifft die MPU Wiederholungstäter, oder Fahrer, die die acht Punkte innerhalb kürzester Zeit angesammelt haben. Ob man selbst bei Überschreitung der 8-Punkte-Grenze an der MPU teilnehmen muss, erfährt man bei der zuständigen Führerscheinstelle.

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Lena Reuß