VW will Einliter-Auto bauen: Kleinserie ab 2013 Extremsparer XL1: Premiere in Qatar

26.01.2011

Der Volkswagen-Konzern kommt 2013 mit einem Ein-Liter-Auto. Premiere hat das Super Efficent Vehicle (SEV) XL1 in Doha während der Qatar Motor Show

Volkswagen unternimmt einen neuen Anlauf in Richtung Ein-Liter-Auto. Acht Jahre nach der ersten Technologiestudie und vier Jahre nach dem Debüt des zweiten Forschungsfahrzeugs auf der Automesse IAA zeigt der Hersteller jetzt den dritten Prototypen eines extremen Sparmobils. Der XL1 genannte Zweisitzer mit einem Durchschnittsverbrauch von 0,9 Litern (CO2-Ausstoß: 24 g/km) ist so lang und breit wie ein VW Polo, aber vergleichsweise flach.

Seine Weltpremiere feiert das Fahrzeug auf der Katar Motor Show in Doha am Persischen Golf (26. bis 29. Januar). VW spricht von einer "möglichen Kleinserie". VW nennt den XL1 das "effizienteste Auto der Welt". Sein Plug-In-Hybridantrieb sei extrem sparsam, seine von einem Delfin inspirierte Karosserieform besonders strömungsgünstig (CW-Wert: 0,186) und das Gewicht dank des Einsatzes von Kohlefaser ungewöhnlich niedrig. So wiegt der Wagen, der 100 Liter Kofferraum bieten soll, 795 Kilogramm. Damit ist er mehr als ein Drittel leichter als ein VW Golf.

In Fahrt bringt den XL1 ein Zweizylinder-Diesel mit 0,8 Litern Hubraum und 48 PS, dem ein Elektromotor von 27 PS zur Seite steht. Gespeist aus einem an jeder Steckdose aufladbaren Lithium-Ionen-Akku kann der XL1 bis zu 35 Kilometer ohne Diesel fahren. Arbeiten beide Motoren zusammen, beschleunigt der Prototyp laut VW in 11,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 160 km/h.

Mehr Auto-News: Der kostenlose Newsletter der AUTO ZEITUNG

Das Einliter-Auto ist ein Lieblingsprojekt von VW-Aufsichtsratschef und Großaktionär Ferdinand Piëch. Er war im April 2002 zu seiner letzter Hauptversammlung als VW-Chef mit dem kleinen zweisitzigen Prototypen eines Ein-Liter-Autos von Wolfsburg nach Hamburg gefahren. Das schmale Fahrzeug mit Karbon-Karosserie soll dabei lediglich 0,89 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer verbraucht haben. 2005 wurde die Entwicklung unter Hinweis auf die hohen Produktionskosten eingestellt.

2007 hatte Piëch angekündigt, eine Serienfertigung sei wegen der stark gesunkenen Kosten bei der Kohlefaserproduktion "in drei bis vier Jahren möglich".
dpa

AUTO ZEITUNG

Tags:
Diagnosegerät
 
Preis: EUR 9,99 Prime-Versand
Alkoholtester
 
Preis: EUR 16,99 Prime-Versand
SONAX AntiFrost KlarSicht
UVP: EUR 18,48
Preis: EUR 13,50 Prime-Versand
Sie sparen: 4,98 EUR (27%)
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.