VW: Größter Autobauer der Welt, aber stagnierender Gewinn Blauer Himmel, leicht bewölkt

28.07.2015

Nach dem ersten Halbjahr 2015 ist Volkswagen größter Autobauer der Welt, aber es gibt auch Probleme in Wolfsburg

Volkswagen war in den ersten sechs Monaten trotz der eigenen Absatzschwäche weltweit der größte Autohersteller. Europas Nummer eins überholte im ersten Halbjahr beim Absatz den japanischen Konkurrenten Toyota. Die Japaner verkauften bis Ende Juni 5,022 Millionen Fahrzeuge der Marken Toyota, Daihatsu und Hino, wie der Konzern am Dienstag in Tokio mitteilte. Dies war ein Rückgang von 1,5 Prozent. Bei Volkswagen mit seinen zwölf Marken ging der Absatz im ersten Halbjahr nach früheren Angaben um 0,5 Prozent auf 5,04 Millionen Fahrzeuge zurück. Beim US-Konzern General Motors, der Nummer drei weltweit, stagnierte der Absatz bis Ende Juni bei 4,8 Millionen Autos.

 

VW: Größter Autobauer der Welt, aber stagnierender Gewinn

Doch eine schwache Nachfrage nach Neuwagen und andere Probleme haben Spuren in der Bilanz des größten Autobauers aus Wolfsburg hinterlassen. Im zweiten Quartal 2015, das vom Machtkampf zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn und dem früheren Chefaufseher Ferdinand Piëch geprägt war, rechnen Analysten mit einem deutlich geringeren Umsatzplus als noch zu Jahresbeginn.

Zudem dürfte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) allenfalls nur noch leicht gestiegen sein – einige Experten rechnen wegen des Umbaus der Lkw-Tochter MAN sogar mit einem Rückgang. Beim Ergebnis vor Steuern, bei dem auch das Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen wie dem in China einfließt, wird ein Rückgang um 7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro erwartet. Der Dax-Konzern legt am Mittwoch (29. Juli) die Zahlen für die drei Monate April bis Juni vor.

Dabei wird im Schnitt mit einem Umsatz von knapp 54 Milliarden Euro gerechnet, was einem Plus von knapp sechs Prozent entspräche. Gestützt wird das Wachstum weiter von einem schwachen Euro, während die Zahl der verkauften Autos in den ersten sechs Monaten wegen einer ungewohnten Schwäche in China leicht rückläufig war.

Trotz des Rückgangs im ersten Halbjahr konnte VW als Konzern allerdings an dem japanischen Erzrivalen Toyota beim Absatz vorbeizuziehen - wenn die Verkäufe der schweren Nutzfahrzeuge von MAN und Scania mitgezählt werden. Die Japaner litten vor allem unter einem schwachen Heimatmarkt, während VW durch eine robuste Nachfrage in Europa die Probleme in China, Russland, Südamerika und den USA ausgleichen konnte.

Beim operativen Ergebnis (Ebit) rechnen die befragten Experten im zweiten Quartal mit rund 3,4 (Vorjahr: 3,3) Milliarden Euro. Warburg-Experte Marc-Rene Tonn geht wegen der Restrukturierungskosten bei der Tochter MAN von einem leichten Rückgang auf 3,29 Milliarden Euro aus. Beim Gewinn vor Steuern erwartet er sogar einen Rückgang im zweistelligen Prozentbereich.

Trotz der zuletzt ungewohnten Probleme gehen die Experten aber davon aus, dass VW unter anderem wegen des anhaltenden Rückenwinds von der Währungsseite nicht von seiner Prognose abrücken wird, die allerdings auch konkrete Zahlen vermeidet und einen variablen Korridor eröffnet. Bisher rechnet der Konzern im laufenden Jahr mit einem Umsatzplus von bis zu vier Prozent sowie einer operativen Rendite zwischen 5,5 bis 6,5 Prozent, wobei diese bei den Pkws zwischen 6 und 7 Prozent liegen dürfte.

Deutsche-Bank-Analyst Tim Rokossa geht allerdings davon aus, dass die VW-Spitze wegen des zuletzt schwachen China-Geschäfts vorsichtigere Töne für das dortige Geschäft anschlagen wird. Er meint, dass sich die Probleme in China künftig auch deutlich in den Zahlen niederschlagen werden. Rokossa rechnet damit, dass der Ergebnisbeitrag der Gemeinschaftsunternehmen in den kommenden beiden Jahren um 40 Prozent sinken wird.

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