Strategie 2025: VW reduziert Modellvarianten VW wirft 40 Modelle raus

Im Zuge der Konzernstrategie 2025 will VW seine Modellpalette reduzieren. Mindestens 40 Modellvarianten der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche sollen aus dem Programm genommen werden. Langfristig will VW zum Mobilitätsdienstleister werden.

Volkswagen setzt den Rotstift an: Auf der Konzern-Pressekonferenz zur Strategie 2025 hat Vorstandsvorsitzender Matthias Müller verlauten lassen, dass die Gesamtzahl der 340 Modellvarianten aus dem Volkswagen Konzern reduziert werden solle. Betroffen seien laut einem Zeitungsbericht mindestens 40 Ausführungen der fünf Kernmarken VW, Audi, Škoda, Seat und Porsche. Dabei handele es sich insbesondere um absatzschwache Varianten. Zu den genauen Modellen hält Volkswagen sich jedoch bedeckt – Spekulationen zufolge könnte es beispielsweise den VW Scirocco erwischen. Bisher gibt es bei Volkswagen, wie auch bei anderen Herstellern, die einzelnen Modelle in verschiedenen Ausführungen und Editionen, zum Beispiel als Zwei- oder Viertürer, aber auch als Kombis, Cabriolets oder Coupés. Hinzu kommen unterschiedliche Antiebe wie Benzin-, Diesel- oder Elektromotoren. So gibt es allein den zweitürigen Golf VII in 13 Varianten, unter anderem als GTI, GTE oder eGolf. VW verfolge diese Strategie nicht nur, um die Komplexität der Produktion der Modelle zu reduzieren, sondern auch, um einem hausgemachten Problem entgegenzuwirken: Die einzelnen Konzernmarken werden immer mehr zur Konkurrenten.

VW-Strategie 2025: 40 Modellvarianten sollen weichen

VW will sich neu aufstellen und streicht Modelle

Kein Wunder, denn einige Modelle wie zum Beispiel der VW up!, Seat Mii und Skoda Citigo sprechen die gleiche Zielgruppe an und sind sich ebenso optisch sehr ähnlich. Preislich stechen die Unterschiede jedoch heraus: Der VW up! startet bei 9.850 Euro, der Seat Mii ist mit 8.990 Euro Einstiegspreis fast 1.000 Euro günstiger und auch der Škoda Citigo unterschreitet den Preis mit 8.890 Euro. Mit der neuen Strategie 2025 will Volkswagen jedoch nicht nur die Modellvarianten reduzieren, die Wolfsburger wollen außerdem neue Ziele anstreben. So sehen sie sich zukünftig nicht mehr allein in der Rolle eines reinen Autoherstellers, sondern vielmehr als breit aufgestellter Mobilitätsdienstleister. Außerdem möchte VW noch stärker als bisher auf Elektromobilität setzen: Laut Müller sollen bis 2025 20 bis 25 Prozent der Konzernfahrzeuge batteriebetrieben sein.

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