VW Scirocco R – Neuer Sportler mit 265 PS VW Scirocco R

25.01.2010

Einer der besten Frontantriebs-Sportler kommt ab Januar aus Wolfsburg. Name: Scirocco R, Leistung: 265 PS, Suchtfaktor: groß

Eckdaten
PS-kW265 PS (195 kW)
AntriebVorderrad, XDS-Sperre, 6 Gang manuell
0-100 km/h6 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Preis33.475,00€

Volkswagen steht gemeinhin für solide, hochwertige und komfortable Autos für den Alltag – millionenfach als Polo, Golf, Passat und Co. auf der Welt unterwegs. Mit ernsthaft sportlichen Ambitionen treten die Wolfsburger nur zaghaft, aber erfolgreich an: zum Beispiel mit dem VW Race Touareg bei der Rallye Dakar oder beim letzten 24h-Rennen auf dem Nürburgring, wo gleich fünf VW Scirocco mit bis zu 315 PS höchst flott und zuverlässig unterwegs waren.

Im Grunde ist es das gleiche Herz, das nun auch im neuen VW-Chefdynamiker Scirocco R schlägt. Der Zweiliter-Vierzylinder-Benzin- Direkteinspritzer bringt es dank Turboaufl adung (Ladedruck: maximal 1,2 bar) hier auf 265 PS, die allesamt Richtung Vorderachse traben. Sportwagen-Experten und viele, die sich dafür halten, rümpfen bereits die Nase: Der bringt die Leistung doch nie auf die Straße, sondern scharrt nur mit den Vorderrädern und zerrt an der Lenkung.

ÜBERRASCHEND VIEL GRIP
Vorurteile sind dazu da, widerlegt zu werden. Aber hier trifft der VW Scirocco R just bei der ersten Ausfahrt auf erschwerte Bedingungen. Denn an diesem Dezembertag zeigt sich die Traumkurven-Kombination der französischen Seealpen nicht gerade von ihrer sonnigen Seite. Doch das nasse Asphaltband mit dem recht niedrigen Gripniveau macht dem munter und basslastig drauflos bollernden Antrieb weniger zu schaffen als erwartet.

Selbst beim beherzten Herausbeschleunigen aus Haarnadelkurven verendet die mächtige Kraft des Turbo-Vierzylinders (bis zu 350 Nm) nicht vollends in den Fängen der Traktionskontrolle oder verraucht nutzlos am entlasteten kurveninneren Vorderrad. Schnell hat man den Bogen raus, dosiert das Gas passend vom Kurvenscheitel bis zum Ausgang in Richtung Vollgas bis zum Anbremsen der nächsten Biegung.

So ergibt sich nach kurzer Gewöhnung ein höchst effektiver Fahrstil fast wie von selbst. Dass man hier einen Allradantrieb nur selten vermisst, ist nicht zuletzt der breiten Spur des Scirocco an sich und der emsigen Mitarbeit der elektronischen Traktionshelfer zu verdanken. Die Differenzialsperre namens XDS ist eigentlich keine, denn mechanische Bauteile wie bremsende Lamellen oder Planetenräder sucht man im Vorderachsgetriebe vergebens. Stattdessen nutzt das XDS – wie schon im aktuellen Golf GTI – die Regellogik von ABS und ESP. Droht ein Rad durchzudrehen, wird es per Bremseingriff daran gehindert.

Das ist vom Prinzip her so simpel, dass solche Systeme schon länger bei verschiedenen Herstellern zum Einsatz kommen, doch keines arbeitet so schnell und effektiv wie das XDS von VW. Natürlich erreicht der Scirocco R damit nicht die Traktion eines Allradlers, doch selbst wenn die Antriebsschlupfregelung dem ungezügelten Gasfuß Einhalt gebietet, tut sie dies keineswegs rabiat, sodass der Scirocco mangels Leistung nicht in der Kurve verhungert.

KOMFORT IST MIT AN BORD
Trotz der sportlichen Abstimmung (Tieferlegung um zehn mm) und des bollernden Auspuffsounds ist dieser Scirocco kein knüppelhartes Krawallgerät, selbst wenn die optionalen 19-Zöller (610 Euro) statt des Serienformats 235/40 R 18 montiert sind. Langstreckentouren sind dank der bequemen Sportsitze, der eher indirekt als nervös ausgelegten Lenkung, der adaptiven Dämpfer (DCC, 945 Euro) und der harmonischen Kraftentfaltung des Turbos eher Genuss als Plage.

Die recht hohe Literleistung merkt man dem Motor kaum an. Nur ein minimal verzögertes Ansprechen auf Gaspedalbewegungen lassen den Turbo erahnen. Ansonsten zieht der Motor besonders ab 3000 Touren extrem kräftig durch, und wenn man die exakte Schaltung bis Stufe sechs durchdekliniert, landet die blau illuminierte Tachonadel flugs bei den abgeregelten 250 km/h.

Klingt also nach dem Traum-VW schlechthin, und genau das wird der Scirocco R für die meisten auch bleiben, denn zur Erfüllung sind mindestens 33 475 Euro nötig. Dafür bekommt man immerhin viel Ausstattung: Schweller, Heckschürze, Dachspoiler, spezielles R-Interieur, abgeflachtes Multifunktionslenkrad, Xenonlicht, Radio/CD, Klima und vieles mehr. Bleiben noch ein paar Nachteile wie das knappe Raumangebot in Fond und Gepäckabteil sowie die schlechte Übersichtlichkeit. Doch es gibt ja auch noch den neuen VW Golf R. Jürgen Voigt

Fazit

Technische Daten
Motor 
Zylinder4-Zylinder, 4-Ventiler, Benzin-Direkteinspritzer, Turbo
Hubraum1984
Leistung
kW/PS
1/Min

195/265
6000 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
350
2500 - 5000 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe6 Gang manuell
AntriebVorderrad, XDS-Sperre
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbelüftete Scheiben
h: Scheiben
Bereifungv: 235/40 R 18 W
h: 235/40 R 18 W
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)1344
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)6
Höchstgeschwindigkeit (km/h)250
Verbrauch 
Testverbrauchk.A.
EU-Verbrauch8.1l/100km (Super)
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)189

Tags:
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