VW Pickup VW Pickup geht 2009 in Serie

30.10.2008


Dreieinhalb Jahre nach seiner Ankündigung wurde der neue VW-Pickup als Surfer-Rettungs-Showcar vorgestellt. 100.000 Fahrzeuge will Volkswagen jährlich weltweit absetzen


Er sieht aus, wie man es von einem Fahrzeug dieser Gattung erwartet und wie es die übermächtige fernöstliche und US-amerikanische Konkurrenz vormacht: bullig, einsatzbereit, robust. Ob er auch so – nämlich ROBUST – heißen wird, stand bei der Präsentation der VW-Pickup-Studie auf der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover Ende September 2008 noch nicht fest.

Ähnlich wie der neue Scirocco und der Golf VI setzt der Pickup in der Front auf wuchtige Horizontallinien und abknickende Scheinwerfer. Seitlich und weiter hinten wird’s dann mit eckig-wuchtigen Radhausverbreiterungen und großen Ladewänden sehr Pickup-typisch, eine VW-Zugehörigkeit lässt sich also nur von vorne ausmachen.

Mit 5,18 Meter Länge und 1,90 Meter Breite ist der VW-Studie ein effektvoller Auftritt sicher. Hinter der viersitzigen Kabine befindet sich die mit 1,55 Metern etwas kurz geratene Pritsche, die aber immerhin so breit geraten ist, dass, so VW, „Europaletten bequem auch quer aufgeladen werden können“. Über diese Ladefläche spannen sich längs zwei Überrollbügel und signalisieren Stabilität.

Das Showcar ist speziell dafür ausgelegt, in Not geratene Schwimmer und Surfer an den Stränden dieser Welt aus Notsituationen zu bergen. Auf dem Dacht prangt ein Blaulichtband mit schwenkbarem Suchscheinwerfer. An Bord befinden sich Bojen, Rettungswesten, Wurfleinen und ein Lampensortiment. Wer jetzt unwillkürlich an Bay Watch denkt, liegt also gar nicht falsch. David Hasselhoff oder gar Silikonwunder Pamela Anderson muss man sich allerdings hinzudenken.

Angetrieben wird der ROBUST von Common-Rail-Dieselmotoren „der neuesten Generation“, der Verbrauch, so ein VW-Sprecher, liege „unter acht Litern“, ein Benzin-Direkteinspritzer sei ebenfalls vorgesehen. Die Kraftübertragung erfolgt jeweils über ein handgeschaltetes Sechsgang-Getriebe – was zumindest auf dem US-Markt für Erstaunen sorgen dürfte.

Und der Innenraum? Wie in Fahrzeugen dieser Art eher rustikal, aber auch durchaus modern, ja VW-typisch. Große Luftausströmer und ein ausladendes Handschuhfach, aber vor allem salzwasserresistente Neopren-Sitzbezüge sowie Funkgeräte-Boxen versprühen Bereitschafts-Flair.

Der Robust baut auf keiner existenten VW-Palttfiorm auf, er ist also von Grund auf neu entwickelt. Auch gibt es keine technischen Kooperationen wie in früheren Zeiten, als VW und Toyota in den Neunzigern den etwas glücklosen Taro bzw. Hilux bauten.
Bereits in gut 12 Monaten, also im Herbst 2009, soll der Pickup in Serie gehen. Allerdings nicht, wie ursprünglich geplant, in Hannover, sondern im argentinischen Werk in Pacheco. Grund für den Produktionsortswechsel dürfte der weltweite Nachfragerückgang nach Autos dieser Art sein. Der Pickup soll hauptsächlich auf traditionellen Märkten wie Südamerika, Südafrika und Australien verkauft werden, aber auch in Europa. Dort sicher in einer eher „zivilen“ Version ohne Lebensrettungs-Kit. Dirk Vincken

AUTO ZEITUNG

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