VW-Neuheiten bis 2015: Golf, Polo, Roadster, Mini-SUV Wolfsburger Nachrichten

29.07.2011

Falls Sie wissen wollen, was morgen und übermorgen bei VW passiert, dann sind Sie hier richtig – spannende Neuheiten aus Wolfsburg in Wort und Bild

Wenn Sie diese Zeilen lesen, haben Sie Frühstückskaffee und Morgenmagazin vermutlich längst hinter sich. Aber trotz TV-Aktualität, ohnehin nur ein hetzender Nachtrab der sich unentwegt verändernden Wirklichkeit, haben Sie, falls Sie sich in irgendeiner Weise für die Marke Volkswagen interessieren, wirklich wichtige Neuheiten noch gar nicht auf dem Schirm. Wir reden von den Modellneuheiten, die demnächst oder später anrollen und womöglich ein Gespräch mit ihrer Bank notwendig machen. Oder zumindest mit Ihrer Frau.

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Wobei es nicht um Unerschwingliches geht, wenn wir mit dem Ausbau der Polo-Reihe beginnen, die inzwischen konkretere Züge hat. Gemeint ist der kleine Bruder des SUV Tiguan, ein Spaßmacher im guten Vier-Meter-Format, knapp 1,75 Meter breit, 1,60 Meter hoch. Ein Kooperationsprodukt mit dem VW-Partner Suzuki, die Allrad-Plattform soll dessen SX4 liefern. Eine erste Designstudie des Autos gibt es schon. Das kleine City-SUV, mit und ohne Allradantrieb, bekäme TSI- und TDI-Motoren von VW (ab 105 PS), sein Preis soll unter 16.000 Euro liegen. Start ab Mitte 2013.

Ein Polo Van hat derzeit weniger Chancen, seine Rolle soll tatsächlich der neue VW Bulli übernehmen. Der Minibus mit klassischen Klapptüren hat gutes Polo-Format (weil er dessen Plattform nutzt), bietet mit seiner vorderen Breitsitzreihe sogar Platz für sechs und für Wochenendausflüge eine Liegefläche, wie seine Studie auf dem Genfer Salon zeigte. Der kantige Kultige – über 1,75 Meter breit, aber nur 3,99 Meter lang – kommt im Herbst 2013 und hat das Zeug zum Bestseller.

Im Innenraum verschmilzt VW die Multimediafunktionen trendig mit einem iPad, und unter den Sitzen ist viel Platz für eine großes, flaches Lithium-Ionen-Batteriepaket, das dann die Energie für eine geplante Elektro-Variante liefert. Deren 40 kWh sollen die ungewöhnlich üppige Reichweite von 300 Kilometern ermöglichen, und der 115 PS starke Elektromotor sorgt mit 270 Newtonmeter Drehmoment für viel Kraft aus dem Stand.

Der neue Polo kommt frühestens 2015
Der Nachfolger der Polo Limousine kommt aber frühestens 2015 auf den Markt – einige VW-Szenarien gehen sogar von 2017 aus. Der Grund für die lange Laufzeit: Der aktuelle VW Polo ist ein Verkaufsrenner, VW kommt mit der Produktion kaum hinterher. Der Neue wird viel schnittiger und mutiger als bisher, er soll mit rund fünf Zentimetern mehr Radstand bei fast gleicher Außenlänge (3,98 Meter) spürbar mehr Platz bieten. Zudem wird er mindestens 80 Kilo leichter, was den Spritverbrauch kräftig drücken dürfte.

Er erhält dann schon die ersten Vertreter der neuen VW-Benzin- und Dieselmotorengeneration – auch eine Plug in-Hybridversion ist geplant. Die Benziner starten mit einem 75 PS starken Einliter-Dreizylinderturbo, die Diesel mit dem gleich starken 1,2-Liter-Dreizylinder. Allein die neuen Motoren des Polo, komplett neu ab der Mittelachse, sollen ihre Vorgänger im Gewicht um rund zehn Prozent unterbieten. Das ist ein gutes Stichwort, denn der neue Stadtmini Up! – nur 3,45 Meter lang, aber laut VW ein außergewöhnliches Raumwunder – ist natürlich ein Leichtgewicht, und auch der Kaufpreis marschiert mit knapp 10.000 Euro deutlich nach unten.

Stadtmini up! – Weltpremiere auf der IAA 2011 in Frankfurt
Den Up!-Anfang macht nach der Weltpremiere auf der IAA 2011 im November (Verkaufsstart) der Dreitürer, die fünftürige Version folgt ab Mitte 2012. Eine weitere Variante des Up! ist ab 2013 ein verlängerter Micro-Van mit rund 3,73 Meter Länge, 1,66 Meter Breite und 1,60 Meter Höhe – die stilistischen Hinweise gab die Studie „Milano Taxi.“ Ob deren aufwändige Schwenktür oder konventionelle Klapptüren zum Einsatz kommen, ist noch offen. Auch der erste reine Elektro-Up! startet 2013, mit 150 km Reichweite, 135 km/h Spitze und beeindruckenden 11,3 Sekunden bis Tempo 100.

Fehlt noch etwas? Nur so viel: Der Up!, der übrigens kostengünstig im VW-Werk Bratislava (Slowakei) gebaut wird, soll langfristig zur großen Modellfamilie wachsen, ein up! Cabrio ist zumindest in der Diskussion.

Schon 2013 rollt ein anderer Luftikus der Marke an. Nämlich der Mittelmotor-Roadster, mit dessen Studie wir schon im Mai 2009 zügig unterwegs waren. Dann war es ziemlich ruhig um den vier Meter langen Stoffdach-Zweisitzer. „Wir reden nicht darüber, aber wir arbeiten daran“, erklärt VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg.

Technische Basis des VW Roadster ist wohl eine verkürzte Plattform des Porsche Boxster-Nachfolgers, auch Polo-Module sind noch im Gespräch. Die Motorenpalette dürfte von 125 bis maximal 200 PS reichen, sogar Dieselvarianten sind geplant, und der Einstiegspreis soll klar unter der 25.000-Euro-Grenze liegen. Auch andere VW-Konzernmarken (Audi, Seat) sind übrigens brennend an diesem Mittelmotor-Projekt und seinen Synergien interessiert.

Mindestens ebenso sportlich ist ein aktuelles Coupé-Vorhaben, das wir schon vermeldet haben: VW plant einen kleinen 2+2-Sitzer unterhalb des Scirocco, nur vier Meter lang zum Einstiegpreis von knapp 20.000 Euro. Das erfrischende Design kleinen VW Coupés kommt vom großen italienischen Karosserieschneider Giorgio Giugiaro (Genf-Studie „Tex“). Basis des 2+2-Sitzers ist die Polo-Architektur, die Motoren-Power reicht bis mindestens 160 Benziner-PS. Frühester Start ist Frühjahr 2014.

Gute Nachricht: Den neuen VW Golf VII können Sie schon im Herbst 2012 bestellen: Premiere ist im September 2012 auf dem Pariser Autosalon, Verkauf voraussichtlich ab November. Drei- und Fünftürer starten gemeinsam, und dank des stark vergrößerten Radstands (plus acht Zentimeter) gibt es mehr Beinfreiheit sowie Laderaum. Das Auto wird etwa 120 Kilogramm leichter, der cW-Wert sinkt auf unter 0,3. Verbrauchsvorteile? Bis zu 20 Prozent. Als Motoren kommen Direkteinspritzer- Benziner von 80 bis 160 PS (GTI: 220 PS) und Common-Rail-Diesel von 105 bis 180 PS.

Der VW Golf VII kommt als Hybrid
2013 folgen der sparsame VW Golf Blue E-Motion im Fahrberichtund der Elektro-Golf. Der soll per Lithium-Ionen-Batterie (Sanyo/26,5 kWh) bei elektronisch abgeregeltem Tempo 135 rund 150 Kilometer weit kommen. Und entgegen anders lautender Nachrichten wird es noch 2013 auch wieder das praktische Hochdach-Modell Golf Plus geben.

Der neue kompakte Familien-Van VW Touran folgt 2014, Schiebetüren wie beim VW Sharan sind für ihn nicht geplant. Und ab Herbst 2013 rechnen wir schon mit dem Nachfolger des VW Tiguan. Das Kompakt-SUV nutzt als technische Basis bereits den neuen modularen Querbaukasten (MQB) des VW-Konzerns – mit den entsprechenden Gewichtsvorteilen und Spriteinsparungen von bis zu zwei Litern pro 100 Kilometer. Auch ein Plug-in-Hybrid mit bis zu 50 Kilometer Elektro-Reichweite ist geplant.

Bleibt noch der Passat CC. Der coupéhafte Viertürer von VW wird noch in diesem Jahr erneuert, für die Weltpremiere ist die Los Angeles Auto Show im Gespräch. Zum Jahreswechsel 2012 beginnt der Verkaufsstart des Neuen, der vorn auf die neue VW-Designlinie umgestellt wird sowie einen nochmals verfeinerten Innenraum und neue Assistenzsysteme erhält.

Fast zeitgleich startet übrigens der Jetta Hybrid, dessen 1,4 Liter großer und 150 PS starker TSI-Softturbo – ohne zusätzlichen Kompressor – von einem 20-PS-Elektromotor unterstützt wird. Mit diesem Mix soll die konventionelle Stufenhecklimousine zum ungewöhnlich flotten Feger werden. Wir sind gespannt auf den Preis des Autos.
Wolfgang Eschment

AUTO ZEITUNG

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