VW Golf GTI W12-650: GTI-Treffen 2007 Anabolika-Golf mit 650 PS

von Alexander Koch 25.07.2017

Etwas Einzigartiges wagen, mit Konventionen brechen, Leidenschaft wecken - mit dem VW Golf GTI W12-650 hatten die Wolfsburger 2007 dieses Ziel wohl mehr als erreicht. Ein Rückblick!

Nie war ein Golf stärker, nie breiter, nie schneller. Ein Golf, der wirkt wie das Pace Car der 24 Stunden von Le Mans. Und sein Name – VW Golf GTI W12-650 (2007) – ist Programm: Der W12-Zylinder leistet 650 PS. Sein Sechsliter-Biturbo-Motor befindet sich längs eingebaut direkt hinter Fahrer und Beifahrer. Der GTI wandelt sich so zum klassischen Mittelmotorsportwagen. Ein Sechsgang-Automatikgetriebe schnalzt die Kraft von maximal 750 Newtonmetern (bei 4.500 U/min) an die Hinterachse. Sie katapultiert den GTI in 3,7 Sekunden auf 100 km/h. Wer auf dem Gaspedal bleibt, den trägt der Biturbo weit über die 300-km/h-Grenze hinaus. Erst bei 325 km/h verharrt die Tachonadel. Die Achsen wurden 70 Millimeter weiter in die Karosserie geschoben; die Ausschnitte der Radhäuser und die gigantischen Radläufe werden so wie bei einem Coupé zu Bestandteilen der Schulterpartie. Klaus Bischoff, damaliger Leiter des Volkswagen Designs, sagte zum VW Golf GTI W12-650 (2007): "Hinten ist das Showcar auf jeder Seite um 80 Millimeter breiter. Die Karosserie des GTI steckt das aber locker weg. Wir haben hier ja schon beim Serienmodell eine starke Schulterpartie. Die konnten wir wie bei einem Sportwagen noch stärker nach außen ziehen."

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VW Golf GTI W12-650 auf dem GTI-Treffen 2007

Die größte Herausforderung war laut Bischoff, den Sechsliter-Mittelmotor mit ausreichend Luft zu versorgen, ohne dabei die Silhouette des VW Golf GTI W12-650 (2007) zu verwässern. Zudem musste bei einem derart schnellen Wagen für ausreichend Abtrieb an der Hinterachse gesorgt werden. Einen riesigen Heckflügel sollte aus ästhetischen Gründen aber nicht auf den Wagen setzen. In beiden Fällen half ein Trick: Das stärkste Golf-Design-Element sind die C-Säulen. Genau an dieser Stelle sorgen Strömungskanäle für die Motor-Kühlluft. Deshalb wurden die C-Säulen kurzerhand so umfunktioniert, dass sie die Luft zum Motor leiten. "Wir haben einfach die hinteren Seitenscheiben nach innen laufen lassen. So entstanden zwischen den Scheiben und den C-Säulen links und rechts zwei Kanäle, durch die Luft zum Motor strömt. Den Rest holen wir uns vorn durch den riesigen Kühler und hier angeschlossene Kanäle sowie seitlich in den Lufteinlässen der Schweller." Innovativer Karosseriebau verhindert denn auch, dass die Linien des VW Golf GTI W12-650 (2007) durch einen aufgesetzten Dachflügel ruiniert werden. Stattdessen trägt der GTI den Flügel nach innen. Das Dach ist Teil eines riesigen Diffusors, der für ausreichend Abtrieb an der Hinterachse sorgt. Es besteht aus Kohlefaser und leitet die Luft so über und unter dem Heckspoiler hindurch, um einen Anpressdruck wie im Motorsport zu erzielen. Im Interieur würde sich jeder heutige GTI-Fahrer auf Anhieb zurecht finden. Neu gestaltet wurden die Leder-Alcantara-Bezüge der Motorsport-Schalensitze. Drei runde Zusatzinstrumente auf dem mittleren Bereich der Armaturen erinnern ebenfalls an den Ur-GTI. Aus dem Rennsport übernommen wurden die transparenten Flip-up-Schalterabdeckungen für Zentralfunktionen wie das abschaltbare ESP. Ebenfalls an den Rennsport erinnert der anstelle des Handschuhfaches integrierte Feuerlöscher. Aus Gewichtsgründen wurden die Türverkleidungen des VW Golf GTI W12-650 (2007) komplett gestrippt. Hier kommen lediglich Gitter zum Einsatz, die ganz bewusst Einblick in das Innenleben der Türmechanik gewähren.

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