VW Golf, Nissan Leaf, Ford Focus & Toyota Auris: Test Auf dem Weg in die Zukunft

20.09.2013
Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

Die Umwelt schonen ist in. Wir testen vier Kompaktklässler mit unterschiedlichen Konzepten: den Nissan Leaf mit Elektroantrieb, den Toyota Auris Hybrid, den Ford Focus mit sparsamem dreizylinder-Benziner und den VW Golf BlueMotion mit knauserigem Dieselmotor

Man kann an die Erderwärmung glauben oder auch nicht. Unstrittig dagegen ist: Immer mehr Menschen möchten Autofahren, obwohl die fossilen Ressourcen endlich sind. Sparen ist also angesagt. Inzwischen gibt es viel versprechende Sparkonzepte, die geeignet sind, die Gemüter in der nicht immer sachlich geführten Diskussion zu kühlen. Nissan prescht in der Kompaktklasse vor und beschreitet mit dem unlängst überarbeiteten Nissan Leaf den wohl radikalsten Weg: die Abkehr vom Verbrennungs- und die Hinwendung zum Elektromotor als alleinigem Antrieb und damit zum lokal emissionsfreien Fahren. Auch wenn andere Hersteller in Kürze folgen, lohnt ein Vergleich der derzeit aktuellen Alternativen. VW setzt auf einen sparsamen 1,6-Liter-Diesel und geht mit dem brandneuen Golf BlueMotion an den Start. Hybrid-Pionier Toyota schickt den Auris Hybrid mit Benziner und Elektromotor ins Rennen, während Ford konsequent die Downsizing-Strategie verfolgt und den Focus mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder EcoBoost-Motor vorfahren lässt. Dieser Benziner gewann übrigens unlängst den Green-Mobility-Award der AUTO ZEITUNG.

 

Karosserie

Wer in den Leaf einsteigt, wundert sich über die vergleichsweise hohe Sitzposition. Kein Wunder, trägt er doch seinen Energiespeicher im Fahrzeugboden: eine Lithium-Ionen-Batterie mit 48 Modulen, die eine Spannung von 360 Volt und einem nutzbaren Energiegehalt von 24 kWh besitzt. Das Raumangebot ist großzügig, vor allem hinten begeistert die üppige Kniefreiheit. Dagegen ist es um die Übersichtlichkeit deutlich schlechter bestellt als bei der Konkurrenz. Auch das Kofferraumvolumen fällt mit maximal 720 Litern beispielsweise gegenüber dem Golf (1270 Litern) überraschend klein aus. Und die hohe Stufe im Ladeboden macht beispielsweise das Durchladen sperriger Kartons schier unmöglich. Immerhin findet man sich im futuristisch gestylten Cockpit recht schnell zurecht. Sehr übersichtlich ist auch die Ausstattungsliste, denn beim Thema Sicherheit sind weder moderne Assistenzsysteme wie Toter-Winkel- oder Abstandswarner noch eine Reifendruckkontrolle oder Xenonlicht erhältlich. Das ist beim Toyota Auris Hybrid, zumindest was die Assistenzsysteme betrifft nicht anders. Den Maßstab setzen hier der Ford Focus und mehr noch der VW Golf.

Bei der Bedienung fällt der Ford Focus durch die nicht auf Anhieb erkennbare Zuordnung von Tasten und Funktionen ab. Dennoch gibt es im Kompaktsegment eine Reihe pfiffiger Lösungen für den Auto-Alltag. So lässt sich beispielsweise der Ladezustand der Leaf-Batterie über ein Smartphone ablesen. Eine gute Praxislösung bietet der Ford mit seinem Türkantenschutz aus Kunststoff. Dieser fährt beim Türöffnen aus, um den Lack der eigenen und der Tür des Parknachbarn vor Blessuren zu schützen. Weniger gelungen: Weder Nissan noch Toyota erlauben einen Anhängerbetrieb. Mit einer Anhängelast von bis zu 1200 Kilogramm hat hier der Ford die Nase vorn.

In Sachen Qualität markiert der Wolfsburger mit seiner piekfeinen Verarbeitung den Maßstab. Der Ford bleibt mit großzügigen Spaltmaßen hier ein Stück zurück, während die Japaner mit teils unsauberen Passungen wenig Liebe zum Detail zeigen.

KarosserieMax. PunkteVW Golf 1.6 TDI BlueMotionFord Focus 1.0 EcoBoostToyota Auris 1.8 VVT-i HybridNissan Leaf
Raumangebot vorn10072686869
Raumangebot hinten10060556061
Übersichtlichkeit7041373836
Bedienung/ Funktion10088828484
Kofferraumvolumen10033303025
Variabilität10037273227
Zuladung/ Anhängelast8025372019
Sicherheit15081745848
Qualität/ Verarbeitung200150144140135
Kapitelbewertung1000587554530504

 

Fahrkomfort

Trotz des serienmäßigen Sportfahrwerks mit um 15 Millimeter tiefergelegter Karosserie meistern die Feder-Dämpfer-Elemente des VW Golf schlechte Straßen sensibel ansprechend und mit beachtlichem Schluckvermögen. Das gilt auch für die des Ford, wobei der Focus vor allem kurze Stöße, verursacht etwa durch Fahrbahnkanten, noch souveräner glattbügelt als der VW. Von einer leichten Polterneigung auf Frostaufbrüchen abgesehen scheint dem Nissan egal, was ihm unter die Räder kommt. Er hat offenkundig die größten Federungsreserven. Ganz im Gegensatz dazu verhält sich der Auris Hybrid. Seine Insassen plagen sich mit zum Teil heftigen Ausfederbewegungen der Hinterachse auf kurzen Bodenwellen. Immerhin sind seine Sitze bequemer als die des japanischen Konkurrenten, die so gut wie keinen Seitenhalt bieten. Je nach Statur fällt es manchen Fahrern schwer, im Leaf die richtige Sitzposition zu finden, da dem Lenkrad eine Einstellmöglichkeit in Längsrichtung fehlt.

In puncto Sitzkomfort sind die Insassen der übrigen Kandidaten wesentlich besser dran. Die Passagiere fühlen sich vorn wie hinten im Golf am besten aufgehoben. Auch in der Ergonomie setzt nach wie vor der Golf den Maßstab. In dieser Disziplin beklagen nicht nur Rückengeschädigte den tief liegenden Kofferraumboden des Nissan Leaf. Einen vollen Wasserkasten herauszuheben, bedeutet einen schönen Gruß an die Bandscheiben. Dafür ist das E-Mobil dank des hohen Geräuschkomforts besonders leise unterwegs. Kein Wunder, fehlt doch das Motorengeräusch. Unterwegs vernehmen die Passagiere nur einen wohlkomponierten Mix aus gut gedämmten Wind- und Abrollgeräuschen. Beim Geräuschniveau schneidet der Auris noch eine Spur besser ab.

FahrkomfortMax. PunkteVW Golf 1.6 TDI BlueMotionFord Focus 1.0 EcoBoostToyota Auris 1.8 VVT-i HybridNissan Leaf
Sitzkomfort vorn150136132130128
Sitzkomfort hinten10072666665
Ergonomie150130125126120
Innengeräusche5038395352
Geräuscheindruck10062606090
Klimatisierung5035343733
Federung leer200137139128142
Federung beladen200135137125132
Kapitelbewertung1000745732725762

 

Motor und Getriebe

Im Alltag lässt es der auf besondere Sparsamkeit getrimmte, 110 PS starke 1,6-Liter-TDI im VW an nichts mangeln: Eine Beschleunigung in 9,8 Sekunden von null auf 100 km/h widerlegen jedwede Befürchtung, hier ein phlegmatisches Sparmobil unter sich zu haben. Das gilt auch für die 200 km/h Höchstgeschwindigkeit. Umso erfreulicher ist der niedrige Kraftstoffkonsum. Der Testverbrauch von 5,0 Liter Diesel auf 100 km kann sich nicht nur sehen lassen, sondern bei verhaltenem Gasfuß noch unterboten werden. Dann ist es problemlos möglich, auf dem Bordcomputer Werte unter vier Litern zu realisieren. Die Erfahrung zeigt, dass die Bordcomputerwerte hier recht nah an der Realität liegen.

Der Nissan Leaf beeindruckt mit seinem Wechselstrom-Synchron-Elektromotor nicht minder. 109 PS lassen dabei weniger aufhorchen als die 254 Nm Maximaldrehoment aus dem Stand weg. Dies sichert dem immerhin 1,5 Tonnen schweren Japaner stets einen druckvollen Antritt, was im Testquartett mit den meisten Punkten für die Kraftentfaltung belohnt wird. Auch die Laufkultur ist top, denn an den schwingungsarmen Lauf eines E-Motors reicht kaum ein Verbrennungsmotor heran. Selbst bei der Getriebeabstufung gibt es volle Punktzahl, denn das Eingang-Getriebe des Leaf muss nicht geschaltet werden und kennt so keine Zugkraftunterbrechnungen oder Synchronisationsmängel. Der Verbrauch des Leaf liegt auf der Testrunde bei 20,8 kWh auf 100 km. In der Beschleunigung (10,8 Sekunden) zieht der Nissan mit Ford und Toyota gleich. Allerdings fällt die Spitze mit 144 km/h nur mäßig aus.

Der Fahrer im Auris-Hybrid ist da bei Bedarf zügiger unterwegs, der Toyota schafft maximal 180 km/h. Erfreulich ist das unmerkliche Zusammenspiel zwischen dem 1,8-Liter-Benziner mit 99 PS und dem 60 kW (82 PS) starken E-Motor. Hier spürt man die Hybrid-Erfahrung von Toyota. Auf der Sollseite steht die Kraftentfaltung. Mit vier Personen an Bord bergauf wirkt der Toyota Auris Hybrid – gemessen an der Testkonkurrenz – überraschend kraftlos. Unter Last nötigt das CVT-Getriebe den Motoren stets hohe Drehzahlen ab. Das nervt, denn der Benziner zählt nicht gerade zu den Laufruhigsten. Immerhin: Der Testverbrauch von nur 5,5 Liter Super auf 100 km kann sich sehen lassen.

Da ist der 1.0-Liter-Dreizylinder-Turbo des 1.0 EcoBoost: Vorstellung des neuesten Ford-Motors aus ganz anderem Holz geschnitzt. Gut am Gas hängend, jubelt er freudig die Drehzahlleiter empor, legt über 5000 / min noch einmal spürbar an Leistung zu, ohne dabei mit störenden Vibrationen zu belästigen. An der Tankstelle hält er sich zurück. 6,0 Liter Super auf 100 Kilometern im Test sind ehrbar, eine Fünf vor dem Komma ist im Alltag aber auch problemlos machbar.

Infolge der mangelnden Vergleichbarkeit von Strom- und Kraftstoffverbrauch orientieren wir uns bei der Verbrauchsbewertung an den anfallenden Kosten, was dem Leaf zunächst einen Vorteil verschafft. Anders sieht es bei der Reichweite aus. Mit ermittelten 134 km trägt der Leaf im Testquartett die rote Laterne. Das mag im Alltag für den Weg zur Arbeit reichen, für den Wochenendausflug mitunter nicht. Hier ist genaue Planung erforderlich, denn die Ladezeit beträgt an der heimischen Steckdose zwölf Stunden, an einer Schnellladestation 30 Minuten. Das andere Ende markiert der Golf. Seine 1000 km Reichweite lassen an der Zapfsäule leicht Spinnweben entstehen.

Motor und GetriebeMax. PunkteVW Golf 1.6 TDI BlueMotionFord Focus 1.0 EcoBoostToyota Auris 1.8 VVT-i HybridNissan Leaf
Beschleunigung15099919292
Elastizität100
Höchstgeschwindigkeit15053483811
Getriebeabstufung100848480100
Kraftentfaltung5034311636
Laufkultur100606561100
Verbrauch325277254266301
Reichweite252018150
Kapitelbewertung1000627591568640

 

Fahrdynamik

Auch ein Elektroauto muss sich auf dem Handlingparcours beweisen. Dort fällt auf, dass die Leaf-Lenkung zu wenig Fahrbahnkontakt vermittelt. Die Aufbaubewegungen in Wechselkurven gehen ebenfalls zu Lasten der Lenkpräzision. An der Reifenhaftgrenze beginnt der Nissan Leaf deutlich zu untersteuern. Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass er sich bei der Fahrsicherheit keine Blöße gibt. Simulierte Ausweichmanöver mit deaktiviertem Schleuderschutz beantwortet er mit einem moderat ausschwenkenden Heck, fängt sich aber aufgrund des vergleichsweise tiefen Schwerpunkts schnell wieder. Verbesserungspotenzial besitzt die Bremse. Einerseits erschwert ihr giftiges Ansprechen die Dosierbarkeit, andererseits ist es mit der Bremsleistung nicht allzu weit her. Ein Warmbremswert (100 auf null km/h) von 39,5 Metern wird von den Rivalen deutlich unterboten.

Der Toyota Auris Hybrid agiert gegenüber dem Leaf deutlich dynamischer. Er setzt Lenkbefehle spontaner um und wirkt deshalb spürbar handlicher. Seine Lenkung fühlt sich aber eine Spur zu leichtgängig an. Im Grenzbereich liegt er wesentlich neutraler als seinjapanischer Konkurrent. Schnell gewinnt man den Eindruck, dass das Fahrwerk mehr kann als ihm der Schleuderschutz VSC (ESP) erlaubt. Abrupte Lenkmanöver rufen diesen elektronischen Helfer umgehend auf den Plan, der dann heftiger eingreift als eigentlich nötig. Da hält sich der Golf stärker zurück. Sein ESC (ESP) regelt spürbar später und auch feinfühliger. Dadurch wirkt der Golf deutlich fahraktiver und ist letztlich auch schneller. Ein weiteres Plus des Wolfsburgers zeigt sich in der gekonnt abgestimmten Lenkung. Eine konstant gute Bremsleistung rundet das positive Bild ab. Die Sportskanone im Testfeld kommt aus Köln. Der Focus beweist einmal mehr, das man sich am Rhein auf die Konstruktion äußerst knackiger Fahrwerke versteht. Leichtfüßig wie kein Zweiter fegt er über die Handlingstrecke. Ein neutrales Eigenlenkverhalten zählt ebenso zu seinem Markenzeichen wie ein leicht eindrehendes Heck beim Gaslupfen. Das hilft ihm vortrefflich durch enge Ecken. Zugleich stanzt er mit 35,9 Metern den besten Warmbremswert in den Asphalt. Und seine Bremse lässt sich von allen Testkandidaten auch am besten dosieren.

FahrdynamikMax. PunkteVW Golf 1.6 TDI BlueMotionFord Focus 1.0 EcoBoostToyota Auris 1.8 VVT-i HybridNissan Leaf
Handling15058664443
Slalom10068685750
Lenkung10086827975
Geradeauslauf5043404240
Bremsdosierung3020211815
Bremsweg kalt15081747582
Bremsweg warm15086918356
Traktion10048474648
Fahrsicherheit150135128128125
Wendekreis201213129
Kapitelbewertung1000637630584543

 

Umwelt und Kosten

Moderne Umwelttechnik hat ihren Preis. So verlangt Nissan für den Leaf samt Batterie immerhin satte 29.690 Euro. Der Fairness halber sei aber darauf hingewiesen, dass auch die Möglichkeit besteht, den Energiespeicher zu leasen. Dann kostet das Auto in der günstigsten Ausstattungsvariante Visia 23.790 Euro. Je nach Jahresfahrleistung und Haltedauer werden für die Batterie zwischen 79 und 142 Euro pro Monat fällig. Bezogen auf eine vierjährige Haltedauer ist der Leaf dann in der Summe immer noch deutlich teurer als die Konkurrenten. Mit dem hohen Anschaffungspreis geht der nominal höchste Wertverlust einher. Binnen vier Jahren und 80.000 Kilometern müssen laut Deutscher Automobil Treuhand (DAT) 18.794 Euro abgeschrieben werden. Da ist die gegenwärtige Steuerfreiheit für Elektroautos nur ein schwacher Trost. Punkten kann der umweltfreundliche Japaner bei den Stromkosten. Legt man den Teststromverbrauch zugrunde, kosten 20.000 Kilometer pro Jahr bei einem angenommenen Kilowattstundenpreis von 24 Cent nicht mal 1000 Euro. Das ist in diesem Test konkurrenzlos günstig. Keine Furcht müssen Kunden vor Werkstattbesuchen haben, denn laut ADAC liegt der Leaf mit 493 Euro Jahreskosten für Wartung und übliche Verschleißreparaturen auf dem Niveau der Konkurrenz. Zusätzliche Sicherheit vor hohen Reparaturkosten bietet der Japaner mit seiner fünfjährigen Garantie auf die Komponenten des E-Antriebs.

Am anderen Ende der Kostenskala liegt der Ford Focus. Mit 20.420 Euro ist er der Günstigste im Testfeld. Das gilt auch für den Wertverlust in Höhe von 12.967 Euro. Bei den Versicherungseinstufungen meinen es die Assekuranzen ebenfalls gut mit dem Kölner und verlangen für Haftpflicht und Vollkasko den niedrigsten Tarif innerhalb des Testquartetts. Da kann man als Besitzer die höchsten Kraftstoffkosten genauso gut verschmerzen wie die höchsten Werkstattkosten.

Erfreulich ist, dass Toyota die aufwändige und teure Hybridtechnik im Auris kaum teurer verkauft als VW seinen Golf TDI BlueMotion. Im Grundpreis trennen ihn mit 23.200 Euro gerade mal 125 Euro von einem fünftürigen Golf. So wird die Entscheidung zwischen einem Diesel und einem Hybrid nicht mehr zur Geld-, sondern zur Glaubensfrage.

Im Unterhalt schneidet der Wolfsburger dagegen mit niedrigeren Versicherungsprämien und weniger Wertverlust besser ab. VW-Kunden müssen sich dafür aber auch mit einer kürzeren Garantie auf die Technik zufrieden geben. Dieseltypisch ist der VW Golf auf der Kostenseite auch durch eine höhere jährliche Kfz-Steuer in Höhe von 152 Euro gehandicapt, die er aber durch die niedrigeren Kraftstoffkosten wieder ausgleicht. Was die Emissionen angeht, holt der Nissan Leaf in diesem Kapitel die Höchstpunktzahl, da bei seinem Betrieb lokal keinerlei Abgase anfallen.

Kosten/UmweltMax. PunkteVW Golf 1.6 TDI BlueMotionFord Focus 1.0 EcoBoostToyota Auris 1.8 VVT-i HybridNissan Leaf
Bewerteter Preis675246264243176
Wertverlust5025252418
Ausstattung2520172218
Multimedia5019232522
Garantie/Gewährleistung5028272529
Werkstattkosten2016141515
Steuer108101010
Versicherung4036373335
Kraftstoff5547434551
Emissionswerte2522222325
Kapitelbewertung1000467482465399

 

Fazit

Mit dem Leaf hat Nissan ein komfortables Elektromobil mit gelungenem Antrieb auf die Räder gestellt. Wegen der überschaubaren Reichweite, den Schwächen im Karosseriekapitel und in der Fahrdynamik sowie des hohen Kaufpreises bleibt ihm aber nur der letzte Platz. Trotzdem verdient Nissan Anerkennung für den mutigen Schritt in die Elektromobilität. Die Umweltfreundlichkeit des Leaf hängt allerdings davon ab, woher der Strom für seine Batterien kommt. In Deutschland fallen derzeit im Schnitt 564 g CO2 für die Produktion einer Kilowattstunde an. Berechnet man anhand dessen und des Stromverbrauchs auf der Testrunde den Kohlendioxid-Ausstoß, fällt der Umweltvorteil des Leaf vergleichsweise gering aus. Kommen ausschließlich regenerative Energien für die Stromproduktion zum Einsatz, verbessert sich die Bilanz schlagartig.

Der Toyota Auris Hybrid produziert den Strom für seinen Batterien selbst. Er ist in der Anschaffung viel günstiger, schafft es aber wegen seiner Komfortschwächen und des mäßigen Getriebes nicht weiter als auf den dritten Platz.

Als Zweiter ist der Ford Focus ein gelungenes Beispiel für Spartechnik zu volkstümlichen Preisen. Und der Fahrspaß kommt dabei auch nicht zu kurz.

Der VW Golf BlueMotion verlässt den Redaktionsparkplatz als Testsieger. Er kombiniert Top-Qualität mit einem sparsamen Diesel und einem ausgewogenen Fahrwerk.

Gesamtbewertung

Max. PunkteVW Golf 1.6 TDI BlueMotionFord Focus 1.0 EcoBoostToyota Auris 1.8 VVT-i HybridNissan Leaf
Summe50003063298928722848
Platzierung1234

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