VW-Chef Winterkorn über Elektroautos: zu teuer, zu wenig Reichweite Noch nicht interessant?

08.07.2013

Zu wenig Reichweite, zu teuer: Laut VW-Chef Winterkorn bleiben Elektroautos für die meisten Privatkäufer auf absehbare Zeit uninteressant

Laut VW-Chef Martin Winterkorn hat die Elektromobilität noch einen steinigen Weg vor sich: Privatkäufer werden sich nach seiner Überzeugung auf absehbare Zeit kaum für ausschließlich batteriebetriebene Autos entscheiden. "Die reinen Elektrofahrzeuge wie der E-Up oder der E-Golf werden zunächst wohl eher Zweitwagen bleiben oder in Fuhrparks eingesetzt. Zum einen, weil sie erheblich teurer sind als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Und zum anderen, weil sie eben nur eine begrenzte Reichweite haben", sagte der Manager in einem Interview mit der "Automobilwoche".

 

Winterkorn über Elektroautos: zu teuer, zu wenig Reichweite

Winterkorn bekräftigte zudem die Hybrid-Strategie des Volkswagen-Konzerns, bei der steckdosentaugliche E-Motoren mit herkömmlichen Motoren wie dem Diesel kombiniert werden. Ein Prototyp dabei, das Ein-Liter-Auto XL1 mit Batterie und kleinem Diesel, biete bereits Technik, die bald in Großserie gehen könnte. Winterkorn nannte den Kleinwagen Up als Kandidaten für den Hybrid-Antrieb aus dem XL1. Eine solche Variante könnte 1,5 Liter verbrauchen und sei für den Konzern eine ernsthafte Option. "Wir machen uns dazu intensiv Gedanken", sagte der VW-Chef.

Letztendlich entscheide vor allem der Zuspruch der Käufer über das Tempo der Antriebsrevolution - und damit auch über die Ziele zur Verringerung des CO2-Ausstoßes. Winterkorn hält dabei eine Förderung durch den Staat für denkbar: "Wenn die neuen Antriebe von den Kunden nicht angenommen werden, dann sollte die Politik vielleicht darüber nachdenken, ob Anreize notwendig sind." VW plane aber weiter "ohne Wenn und Aber", die Vorgaben für das als klimaschädlich geltende Gas CO2 zu erfüllen.

Demnach sollen Neuwagen bis zum Jahr 2020 je Kilometer im Schnitt nur noch 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) ausstoßen. Bis 2015 soll die Grenze von 130 Gramm CO2 quer durch die Flotte eines Konzerns gelten.

AUTO ZEITUNG

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