Abgas-Skandal: VW und US-Behörde einigen sich 5000 Dollar für VW-Kunden

21.04.2016

Amerikanische VW-Kunden können sich im Zuge des Diesel-Skandals auf 5000 Dollar Entschädigung freuen. Für Volkswagen bringt die vorläufige Einigung endlich etwas Klarheit.

Kurz vor Ablauf der Frist hat sich VW in den USA offenbar über eine mögliche Entschädigung für die vom Diesel-Skandal betroffenen Kunden geeinigt. Laut einem Bericht der "Welt" sind die Wolfsburger bereit, jedem amerikanischen Besitzer eines entsprechenden VW TDI-Modells als Reaktion auf den Abgas-Skandal 5.000 US-Dollar als Ausgleich für den Betrug mit zu niedrigen Emissionswerten zu zahlen. Bei rund 580.000 verkauften Fahrzeugen entspricht das einer Entschädigungssumme von circa 2,9 Milliarden US-Dollar (rund 2,5 Milliarden Euro), doch das ist nur der Anfang. Weiterhin offen bleibt die Höhe von Strafzahlungen, die VW an die amerikanischen Umweltbehörden leisten muss. Dieser Betrag lässt sich kaum abschätzen, könnte die Summe der Kunden-Entschädigungen aber um ein Vielfaches übertreffen. Ohnehin ist die erzielte Einigung vorerst mit Vorsicht zu genießen, denn noch sind längst nicht alle Details unter Dach und Fach. Für Volkswagen ist der erzielte Zwischenschritt dennoch eine gute Nachricht, schließlich können die Wolfsburger erstmals seit Beginn des Abgas-Skandals ungefähr abschätzen, wie hoch die Kosten für den angeschlagenen Konzern sein werden. Es ist davon auszugehen, dass der Großteil der Strafzahlungen in den USA fällig wird, schließlich reagieren die Amerikaner auf Verstöße gegen die strengen Umweltrichtlinien traditionell besonders heftig.

Mehr zum Thema: Der VW Abgas-Skandal in der Chronologie

5000 Dollar Entschädigung für amerikanische VW-Kunden

Neben Strafzahlungen und Entschädigungen kommen auf Volkswagen auch hohe Kosten für die Reparatur und Nachbesserung mehrerer Millionen Fahrzeuge zu. Modelle, bei denen eine Lösung der Stickoxid-Thematik zu vertretbarem Aufwand im Rahmen eines Rückrufs unmöglich ist, müsste der Konzern wohl von den betroffenen Kunden zurückkaufen. Für die vom VW Abgas-Skandal betroffenen Kunden in Europa liefert die Einigung in den USA zunächst keine zusätzliche Klarheit. Zwar werden europäische Anwälte für ihre Klienten eine ähnliche Entschädigung verlangen. Welche Summen sich vor hiesigen Gerichten letztlich durchsetzen lassen, bleibt aber abzuwarten. Die Börse reagierte positiv auf die Einigung in den USA, der Aktienkurs der Wolfsburger kletterte innerhalb kurzer Zeit um mehr als sechs Prozent. Offenbar waren viele Analysten und Aktionäre davon ausgegangen, dass die Lösung des Abgas-Skandals deutlich teurer für Volkswagen wird und werten die vorläufige Einigung als positives Signal.

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