Diesel-Skandal: Auch Manipulation bei 3.0 TDI-Motoren Porsche in Skandal involviert?

03.11.2015

Der Dieselskandal weitet sich aus. Die US-Umweltbehörde vermutet die Manipulationssoftware auch in 3,0-Liter-Dieselmotoren. Damit wäre auch Porsche vom Diesel-Skandal betroffen. VW bestreitet die Vorwürfe.

Nach neuesten Tests und Informationen der US-Umweltbehörde EPA hat VW die Software zur Manipulation der Abgaswerte nicht nur in Dieselmotoren mit 2,0 Liter Hubraum eingesetzt. Auch die Werte der 3.0 TDI sollen von unrechtmäßig verändert worden sein. Der Motor wurde von den Herstellern VW, Audi und Porsche verwendet. Der Stuttgarter SUV- und Sportwagenhersteller, der bis zuletzt von dem Skandal verschont blieb, rückt damit erstmals ins Fadenkreuz der Behörden. Laut der EPA überstieg die Stickoxid-Emission bei Fahrzeugen der Modelljahre 2014 bis 2016 die erlaubten Grenzwerte in den USA um das bis zu Neunfache. Konkret betroffen seien die Fahrzeuge der Typen VW Touareg (2014), Porsche Cayenne (2015) und die Audi-Modelle A6 quattro, A7 quattro, A8, A8L und Q5 (2016).

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VW dementiert Abgasmanipulation bei 3.0 TDI-Motoren

Volkswagen wies die neuen Vorwürfe in einer Stellungnahme umgehend zurück. "Die Volkswagen AG betont, dass keine Software bei den 3-Liter V6-Diesel-Aggregaten installiert wurde, um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern", teilte ein VW-Sprecher am Montagabend in Wolfsburg auf Anfrage der dpa mit. Der Konzern sei am Montag von der EPA über die Vorwürfe informiert worden. "Volkswagen wird mit der EPA vollumfänglich kooperieren, um den Sachverhalt rückhaltlos aufzuklären."

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