Fahrbericht VW CrossBlue Concept: Bilder und technische Daten Ganz große Nummer

30.09.2013

VW setzt den Marsch an die Spitze unbeirrt fort: Mit einem Premium-SUV – größer als der Touareg – wollen die Wolfsburger neue Märkte erobern. Der VW CrossBlue im ersten Fahrbericht

Die Premiere bei der Detroit Motor Show war ein großer Erfolg: Mit dem VW CrossBlue Concept haben die Wolfsburger ein SUV vorgestellt, das klar größer ist als der aktuelle Tiguan und auch als der 4,80 Meter lange Touareg – perfekt für Kunden in Nordamerika und Asien.

 

VW CrossBlue Concept: SUV-Studie im ersten Fahrbericht

Die Studie ist fast fünf Meter lang, über zwei Meter breit, 1,73 Meter hoch und rollt auf 21-Zoll-Leichtmetallrädern. Mit seinen fast gerade verlaufenden Karosseriekanten wirkt der VW repräsentativ und wuchtig zugleich. Anfangs wird das SUV in den USA und China angeboten, erst später in Europa. Die Serienproduktion beginnt 2016.

Der Innenraum des VW bietet später bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz. Die Sitzanlage der Studie basiert auf der Technik des Sharan und ist mit sechs breiten Einzelsitzen besonders komfortabel ausgelegt. Der Clou ist jedoch die innovative Antriebstechnik, denn die VW-Techniker haben unterm Blech einen  Plug-in-Hybrid platziert.

Es besteht aus dem 2.0 TDI Clean Diesel mit Sechsgang Doppelkupplungsgetriebe und zwei Elektromotoren. Einer wirkt auf die Vorderachse, der andere auf die Hinterräder. So kommt der Allrad-CrossBlue ohne mechanische Verbindung zwischen Verbrennungsmotor und Hinterachse aus. Das spart Gewicht und Kosten.

Die beiden Antriebe können zusammen einiges bewirken: Als Gesamtleistung gibt VW 305 PS an, das Gesamtdrehmoment beträgt bis zu 700 Nm. Damit schafft der 2,1-Tonner den Sprint von null auf Tempo 100 in nur 7,2 Sekunden. Und laut Normverbrauch, der speziell für Elektro- und Hybridfahrzeuge gilt, kommt der CrossBlue mit gerade mal 2,1 l/100 km Diesel aus.

Das ist natürlich nur bei deutlicher Elektro-Unterstützung mit komplett aufgeladener Lithium-Ionen-Batterie möglich. Sie kann eine Energie von 9,8 kWh speichern. Im Elektro- Modus, der sich per Knopfdruck wählen lässt, soll der CrossBlue mit einer Batterieladung im europäischen Fahrzyklus 33 km weit kommen. Kleiner Trick: Bei gedrückter EV-Taste wird das Tempo auf maximal 120 km/h begrenzt – der Reichweite zuliebe.

Als Basis für den CrossBlue dient die MQB-Plattform – also jener Modulare Querbaukasten, auf dem auch der aktuelle Golf basiert. Mit dem neuen SUV beweist VW, dass auf dieser Basis auch ein großes Fahrzeug (Radstand 2,98 Meter) realisierbar ist. Zu dem Baukastensystem gehören neben Vorder- und Hinterachse auch Antriebselemente wie der 2,0-Liter- TDI-Motor, der hier 190 PS leistet. Die Elektro-Komponenten bestehen aus E-Motoren, die bei VW entwickelt wurden. Der vordere leistet 40 kW, der hintere 85 kW. Die Lithium-Ionen-Batterie ist platzsparend und geschützt im Mitteltunnel untergebracht.

Bei unserer ersten Testfahrt überraschte die gute Übersichtlichkeit der großen Karosserie. Dank gut dosierter Lenkkraftunterstützung und kleinem Wendekreis fühlt sich das Auto trotz seiner Größe recht handlich an, und die komfortable Federung bügelt kleine Unebenheiten souverän aus. Der Antrieb hat mit dem großen Gewicht leichtes Spiel. Prinzipbedingt stellen die E-Motoren ihr maximales Drehmoment bereits beim Anfahren bereit. Und wenn bei höherem Tempo mehr Leistung gebraucht wird, kommt der Turbodiesel mit Power zum Zug.

Beim Bremsen wird die Rekuperation am Pedal spürbar: Die Bremsenergie Rückgewinnung durch die Generator-Funktion der Elektromotoren lässt das Auto mitunter stärker als vom Fahrer gewollt verzögern. Dabei wird die Hochvolt Batterie aufgeladen. Doch um richtig Strom zu „tanken“, muss der CrossBlue an eine Steckdose angeschlossen werden. Je nach Leistung der Ladesäule dauert die Befüllung zwischen einer und acht Stunden. Notfalls kann der Fahrer aber auch während der Fahrt per Knopfdruck das Laden per Verbrennungsmotor und Generator auslösen, um am Zielort lokal emissionsfrei zu fahren.

Unser Fazit

Bereits der erste Eindruck des VW CrossBlue überzeugt: Das Raumkonzept des großen SUV stimmt, der Plug-in-Hybrid funktioniert schon erstaunlich gut

Holger Ippen

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