VW-Skandal: Falsche CO2-Werte Abweichungen bei 2016er-Modellen

In einer offiziellen Liste nennt Volkswagen die betroffenen Audi, Seat, Skoda und VW des Modelljahres 2016, die mit falschen CO2- und Verbrauchswerten angegeben wurden.

Der Abgasskandal bei Volkswagen betrifft nicht nur Fahrzeuge älterer Baujahre, auch zahlreiche Typen des Modelljahrs 2016 wurden bisher mit falschen CO2-Werten angeboten. In einer kürzlich veröffentlichten Liste nennen die Wolfsburger insgesamt 124 Modellvarianten, deren CO2-Angaben korrigiert werden müssen. Betroffen sind dabei nicht weniger als 412.793 Fahrzeuge der Marken Audi, Seat, Skoda und VW, darunter sowohl Benziner als auch Diesel mit drei und vier Zylindern. Bei den Benzinern reicht die Bandbreite vom 1.0 TSI-Dreizylinder bis hin zum 300 PS starken 2.0 TFSI-Motor des VW Golf R, bei den Selbstzündern sind Modelle mit 1.4 TDI-Dreizylinder, 1.6 TDI-Vierzylinder und der besonders beliebte 2.0 TDI in seinen Leistungsstufen mit 150 PS, 184 PS und 240 PS betroffen. Da die Triebwerke bei fast allen kleinen und kompakten Fahrzeugen des Konzerns Verwendung finden und auch als Einstiegsmotorisierung für Mittelklasse-Fahrzeuge dienen, haben zahlreiche Kunden ihre Kaufentscheidung unter der Annahme einer falschen CO2-Angabe getroffen.

 

Falsche CO2-Angaben bei vielen aktuellen VW-Modellen

Eine komplette Übersicht der Modelle sowie der jeweils betroffenen Motoren finden Sie in unserer Bildergalerie. VW selbst spricht im Zusammenhang mit der nun veröffentlichten Liste von "unplausiblen CO2-Werten", denn offenbar konnten die Fahrzeuge die versprochenen Verbrauchsangaben selbst auf dem Prüfstand nicht erreichen. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden sollen nun schnellstmöglich korrekte CO2-Angaben ermittelt werden, die dem tatsächlich erreichbaren Wert entsprechen, die Aufsicht hierüber hat das Kraftfahrtbundesamt. Gemeinsam mit den betroffenen Modellen früherer Baujahre geht Volkswagen davon aus, dass die CO2-Werte von rund 800.000 Fahrzeugen korrigiert werden müssen. Für die Kunden soll sich durch die falschen Angaben nichts ändern, Volkswagen befindet sich bereits in Gesprächen mit europäischen Finanz- und Steuerbehörden und strebt an, die Mehrkosten direkt und ohne bürokratischen Aufwand für die Kunden zu begleichen.

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