VW-Chef Winterkorn: Rücktritt wegen Diesel-Skandal Winterkorn-Rücktritt bestätigt

11.01.2017

Der bisherige VW-Chef Martin Winterkorn tritt als Konsequenz aus dem Diesel-Skandal in den USA als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns zurück. Im Anschluss an eine heutige Sitzung der Konzernspitze wurde der Rücktritt des Managers verkündet.

Der Skandal um manipulierte Abgasmessungen bei Diesel-Fahrzeugen in den USA hat Martin Winterkorn den Job gekostet. Der VW-Chef muss damit die Konsequenzen dafür tragen, dass während seiner Amtszeit eine Software zur Erkennung von Prüfstandsläufen entwickelt wurde. Obwohl zwei Diesel-Motoren die strenen amerikanischen Abgas-Grenzwerte in der Praxis nicht einhalten konnten, ermöglichte ihnen die spezielle Prüfstands-Software das Bestehen der erforderlichen Tests. Das Präsidium des VW-Aufsichtsrats hat sich am heutigen Mittwoch intensiv mit dem Diesel-Skandal auseinandergesetzt und ist zu dem Schluss gekommen, dass Martin Winterkorn nicht länger die optimale Besetzung für die Leitung des Konzerns ist. Am Freitag versammt sich der komplette Aufsichtsrat, um über weitere Konsequenzen aus der Affäre zu beraten. Ursprünglich hätte der Vertrag von Martin Winterkorn bei dieser Sitzung verlängert werden sollen.

Rücktritt! VW-Chef Martin Winterkorn gibt auf

Der Aktienkurs des größten Autobauers der Welt ist seit Bekanntwerden der Vorwürfe dramatisch abgestürzt, Volkswagen hat bereits Milliarden-Rückstellungen angekündigt. Offenbar haben die Wolfsburger mit einer speziellen Software Prüfstands-Läufe erkannt und unter diesen Umständen ein Fahrprogramm genutzt, das die Einhaltung amerikanischer Emissiosnvorschriften ermöglichte. In der Realität verfehlte der Vierzylinder-Diesel vom Typ EA 189 die geforderten Grenzwerte deutlich, weshalb sich Volkswagen einer milliardenschweren Klage stellen muss. Volkswagen hat den Betrug bereits zugegeben und volle Transparenz sowie Hilfe bei der Aufklärung versprochen. Genutzt wird die fragliche Software von weltweit rund elf Millionen Fahrzeugen.

Auch Martin Winterkorn selbst kommentiert seinen Rücktritt:

"Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen Konzern möglich waren.
Als Vorstandsvorsitzender übernehme ich die Verantwortung für die bekanntgewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren und habe daher den Aufsichtsrat gebeten, mit mir eine Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns zu treffen. Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin.
Volkswagen braucht einen Neuanfang - auch personell. Mit meinem Rücktritt mache ich den Weg dafür frei. Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen. Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben.
Der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz muss weitergehen. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen. Ich bin überzeugt, dass der Volkswagen Konzern und seine Mannschaft diese schwere Krise bewältigen werden."

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